Die Chipindustrie wächst nirgendwo schneller als in China

Prozessor: Die Chip-Industrie wächst in China rasant (Bild: Pixabay/ Colin 998)

Die Chipindustrie wächst nirgendwo auf der Welt rasanter als in China. Grund dafür sind gemäss Marktbeobachtern die Reaktionen Chinas auf die US-Sanktionen gegen lokale Player wie Huawei und Hikvision. Richtet man den Blick auf die letzten vier Quartale, so stammen 19 der 20 am schnellsten wachsenden Unternehmen der Chipindustrie aus China, wie Daten offenlegen, die von Bloomberg zusammengestellt wurden. Zum Vergleich: Vor einem Jahr waren es erst acht.

Bauteil für Computer nach Vorbild des Gehirns

Prozessor: Schweizer Forscher entwickeln neues Konzept für Memristoren (Foto: pixabay.com, TobiasD)

Forscher der ETH Zürich, der Universität Zürich und Empa haben ein neues Konzept für einen Memristor entwickelt, der sehr viel flexibler einsetzbar ist als bisherige Memristoren. Das soll elektronische Schaltungen ermöglichen, die sich am Gehirn orientieren und die Aufgaben des maschinellen Lernens effizienter lösen.

Gartner: Chip-Mangel könnte sich schon 2023 in Überkapazitäten drehen

Bild: Pixabay/Colin

Die derzeit noch vorherrschende Chip-Knappheit könnte schon bald beendet sein und sich in Richtung eines Überangebotes umdrehen. Ausschlaggebend dafür sei der gross angelegte Ausbau der Produktion, der bald Früchte tragen werde, erläuterte der Analyst Alan Priestley vom IT-Research- und Beratungshaus Gartner gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (DPA). Priestley zufolge investiere die Branche seit ersten Anzeichen der Engpässe zu Beginn der Corona-Pandemie massiv in neue Fabriken. "Deshalb werden wir wahrscheinlich 2023 oder 2024 Überkapazitäten haben", so seine Voraussage.

Chip-Hersteller legen deutlich zu

Symbolbild: Pixabay

Die Umsätze mit Halbleiterprodukten haben im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 im Vergleich zum Jahr davor um 26,3 Prozent zugelegt. Dies geht aus den Berechnungen der Marktforscher von Gartner hervor. Konkret beziffern die Researcher den Jahresumsatz demnach auf 595 Mrd. Dollar (rund 550 Mrd. Euro). Trotz oder gerade wegen der Chip-Krise wachsen die Erlöse stetig - zu hoch ist die globale Nachfrage bei einem verknappten Angebot.

Fraunhofer Institut präsentiert Edge-KI-fähigen Risc-V-Core Prozessor

Bild: Fraunhofer IPMS

Das Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS bietet fertige, plattformunabhängige IP-Core-Module an. Mit IP-Modulen können Entwickler vollständige Funktionsbereiche in Standardprodukten wie SoCs, Mikrocontroller, FPGAs und ASICs übernehmen und so Entwicklungszeiten und -kosten erheblich reduzieren. Mit dem Emsa5 bietet das Fraunhofer IPMS einen Prozessorkern auf Basis der offenen Risc-V-Befehlssatzarchitektur an. Im neusten Release hat das Institut eine Portierung von Tensorflow lite auf den Emsa5 Risc-V durchgeführt.

EU will 20 Prozent Weltmarktanteil bei Mikrochips erreichen

Symbolbild: Pixabay/Chrisci

Die Mitgliedstaaten der europäischen Union streben im Bereich der Mikrochip-Produktion bis 2030 einen Weltmarktanteil von 20 Prozent an. Wie aus einer im Rahmen des EU-Gipfels in Versailles verfassten Erklärung der Regierungs- und Staatschefes hervorgeht, stellen sie sich damit hinter ein entsprechendes Ziel der EU-Kommission. Diese hatte im Februar den sogenannten Chips Act vorgeschlagen, der verhindern soll, dass Europa weiter von anderen Regionen wie Asien oder den USA abgehängt wird.

Apple fordert Intel mit weiterem Prozessor heraus

Bild: Apple

Der US-IT-Gigant Apple aus dem kalifornischen Cupertino fordert den Chip-Riesen Intel mit einem weiteren leistungsstarken Prozessor für seine Computer heraus. Die iPhone-Erfinderin bezeichnet den neuen Chip M1 Ultra den leistungsstärksten, der je für Personal Computer entwickelt wurde. Er tickt im Inneren des am Dienstag neu vorgestellten Rechners Mac Studio.

Die zehn grössten Halbleiterabnehmer haben 2021 ihre Chip-Ausgaben um 25 Prozent erhöht

Die Ausgaben der zehn grössten Halbleiterabnehmer in Millionen US-Dollar (Tabelle: Gartner)

Die Halbleiterknappheit und die Covid-19-Pandemie haben die Produktion der weltweiten Erstausrüster (OEMs) im Jahr 2021 beeinträchtigt. Gleichzeitig erhöhten die zehn grössten OEMs ihre Ausgaben für Chips um 25,2 Prozent und machten 42,1 Prozent des Gesamtmarktes aus, so die vorläufigen Ergebnisse des Research- und Beratungsunternehmens Gartner.

Nanotürmchen machen Computer schneller

Viele Nanotürmchen bilden eine Einheit (Foto: lunduniversity.lu.se)

Mit einer neuen Chip-Architektur wollen Forscher der Universität Lund Computern zu bisher nicht gekannten Geschwindigkeiten bei der Datenverarbeitung verhelfen. Bisher sind Mikroprozessoren und Speicherchips flächig angeordnet. Künftig wird es Türmchen in Nanometergrösse geben, die im Sockel einen rechnenden Transistor beherbergen und an der Spitze einen Datenspeicher.

Autonomes Fahren: BMW setzt auf Speicherchips von Qualcomm

Bild: Kapi

Vor dem Hintergrund der weltweiten Halbleiterknappheit hat der deutsche Autobauer BMW in Qualcomm einen neuen Partner für Speicherchips für seine nächste Generation autonomer Autos gefunden. "BMW hat sich für Qualcomm als Technologiepartner entschieden, da das Unternehmen über ein breites und tiefes Portfolio sowie über bewährtes Know-how bei Computern, Konnektivität, Computer Vision, fortschrittlichen Halbleitern und Fahrerassistenztechnologien verfügt", konstatierte Nicolai Martin, Vizepräsident des Bereichs Driving Experience bei BMW.

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