Roboter "Auf Montage" im Weltall

Ein autonomer Roboter montiert Spiegelelemente für ein Teleskop. (© DLR)

Weltraumteleskope der nächsten Generation sind riesige Präzisionsinstrumente. In einem Stück lassen sie sich aber nicht mehr in den Orbit bringen. Die Lösung könnte die Endmontage von Modulen im Weltraum sein. Da der Einsatz von "menschlichen Monteuren" kostspielig und gefährlich ist, sollen vollautonome Roboter diese Aufgabe übernehmen. Ein internationales Team arbeitet an dieser Zukunftsvision: Im europäischen Millionenprojekt "Pulsar" zeigt CSEM, wie ein grosser Teleskopspiegel auf diese Weise gebaut werden könnte.

Nanotürmchen machen Computer schneller

Viele Nanotürmchen bilden eine Einheit (Foto: lunduniversity.lu.se)

Mit einer neuen Chip-Architektur wollen Forscher der Universität Lund Computern zu bisher nicht gekannten Geschwindigkeiten bei der Datenverarbeitung verhelfen. Bisher sind Mikroprozessoren und Speicherchips flächig angeordnet. Künftig wird es Türmchen in Nanometergrösse geben, die im Sockel einen rechnenden Transistor beherbergen und an der Spitze einen Datenspeicher.

Grosser Schritt in Richtung bionisches Auge gelungen

Künstlerische Darstellung von bionischen Augen (Bild: northumbria.ac.uk)

Forscher des Harbin Institute of Technology und der University of Northumbria haben einen Sensor entwickelt, der Licht in elektrische Energie verwandelt. Dies wird genutzt, um Signale ans Gehirn zu schicken, in dem daraus ein Bild gezeichnet wird. Dieser besonders energieeffektive Sensor könnte in bionischen Netzhäuten, Robotern und Sehprothesen verwendet werden.

Weltdünnster optischer Diffusor entwickelt

treuzentren auf dem Substrat streuen Farben (Bild: Dennis Arslan, uni-jena.de)

Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und der Friedrich-Schiller-Universität Jena haben einen Diffusor auf der Basis von Silizium-Nanopartikeln entwickelt. Damit lassen sich Richtung, Farbe und Polarisation von Licht gezielt steuern. Mögliche Anwendungsbereiche sind den Experten nach transparente Bildschirme oder Augmented Reality. Details wurden in "Advanced Materials" publiziert.

Längste Batterie der Welt ist 140 Meter lang

Mit einer Faserbatterie umwickeltes Spielzeug-U-Boot (Foto: mit.edu)

Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben eine neue Lithium-Ionen-Batterie mit 140 Metern Länge entwickelt. Damit ist sie mit Abstand die längste der Welt. Zudem ist sie mit weniger als einem Millimeter sehr dünn und so elastisch, dass sie in Stoffe eingewebt oder um ein Spielzeug-U-Boot gewickelt werden kann, sodass dessen Elektromotor mit Energie versorgt wird.

Hightech-Stift hilft beim Schreibenlernen

Test: Neuer Stift verbindet Handschrift mit digitalen Medien (Foto: stabilo.de)

Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) entwickeln im deutsch-französischen Projekt "Kaligo-based Intelligent Handwriting Teacher" (KIHT) einen intelligenten digitalen Stift, der beim Erlernen der Handschrift hilft. Konkret geht es um die Programmierung smarter Algorithmen auf der Basis Künstlicher Intelligenz (KI). Diese soll es ermöglichen, eine Schriftspur zu rekonstruieren und die Handschrift zu interpretieren. Das intelligente Lerngerät soll möglichst vielen Schülern zugutekommen.

Kabellose Stromversorgung für Flügel-Drohne

Wandler an Bord: Toyota-Drohne benötigt keine Batterie (Foto: Ozaki et al.)

Forscher des zentralen Forschungs- und Entwicklungslabors des japanischen Autoherstellers Toyota haben eine Drohne entwickelt, die wie ein Insekt mit den Flügeln schlägt, um sich in der Luft zu halten und fortzubewegen. Geräte dieser Grösse kommen normalerweise nicht allzu weit, weil sie keine schweren Batterien tragen können und die Stromversorgung somit schnell zusammenbricht.

Weicher Roboter-Greifer packt blitzschnell zu

Greifer: Schliesszeit liegt bei gut zwei Sekunden (Fotos: Yong Zhu, ncsu.edu)

Nicht viel langsamer als eine Mausefalle schliesst, packt ein neuartiger weicher Greifer von Forschern der North Carolina State University zu, der durch Wärme gesteuert wird. Gedacht ist er für den Einsatz an Robotern. "Wir haben eine bistabile Struktur entwickelt", sagt Doktorand Shuang Wu. Der Greifer springt somit zwischen zwei Positionen hin und her. Er öffnet sich, verbleibt in dieser Stellung und schliesst sich erst dann wieder, wenn die Energiezufuhr gestoppt wird.

Seiten

Forschung & Entwicklung abonnieren