"Guter Roboter": Maschine wie Hund trainiert

Bauklötze exakt stapeln: effektiv wie ein Hund gelernt (Foto: Will Kirk/jhu.edu)

Ein Training nur durch positive Bestärkung, wie bei Hunden üblich, ist auch für Roboter gut geeignet. Das zeigen Forscher der Johns Hopkins University (JHU). Mit einem Algorithmus, der den Roboter "Spot" ausschliesslich für richtiges Verhalten belohnte, hat dieser laut dem in "IEEE Robotics and Automation Letters" erschienen Paper "Good Robot" wesentlich schneller gelernt, Bauklötze zu stapeln als mit bisherigen Methoden. Das macht den Ansatz für praktische Anwendungen von Robotern interessant, bei denen diese möglichst zügig lernen sollen, komplexe Aufgaben korrekt auszuführen.

Smart Living Lab - Uni Fribourg gibt Forschungseinblicke für smartes Bauen und Leben

Bild: zVg

Die Universität Freiburg hat einen Aktivitätsbericht zum Smart Living Lab veröffentlicht. Dieser liefert Einblicke und Highlights sowie neue Forschungsaktivitäten, welche die drei Forschungsgruppen der Uni im Jahr 2019 durchgeführt haben. Wobei es sich beim Smart Living Lab um ein interdisziplinäres und interinstitutionelles Forschungs- und Entwicklungszentrum in Freiburg handelt.

Optische Verdrahtung für grosse Quantencomputer

Der Ionenfallen-​Chip mit integrierten Wellenleitern. Das Laserlicht wird von den Glasfasern (rechts im Bild) in den Chip eingespeist. (Bild: K. Metha / ETH Zürich)

Forschende der ETH Zürich haben eine neue Technik zur Ausführung empfindlicher Quantenoperationen mit Atomen demonstriert. Dabei wird das Kontroll-​Laserlicht direkt in einem Chip transportiert. So sollte es möglich werden, grössere Quantencomputer zu bauen, die mit eingefangenen Atomen arbeiten.

Wenn die Jacke Solarstrom für die Alltagselektronik liefert

Der neu entwickelte Solarkollektor bei Bestrahlung mit blauem LED-Licht: Das Polymer-Material ist so flexibel, dass es sich mit einer Pinzette biegen lässt. Bild: Empa

Einem Forscherteam der Empa ist es gelungen, ein Material herzustellen, das wie ein leuchtender Solarkollektor funktioniert und gleichzeitig auf Textilien aufgebracht werden kann. Dies eröffnet zahlreiche Möglichkeiten, Energie direkt dort zu produzieren, wo sie benötigt wird, nämlich bei der Nutzung von Alltagselektronik.

Erster Schaltkreis mit Magnonen realisiert

So bewegen sich Magnonen (Grafik: Niels Paul Bethe, SYNC audiovisual design)

Forscher der TU Kaiserslautern und der Universität Wien wollen statt Elektronen in der Datenverarbeitung und -übertragung künftig Magnonen nutzen. Das sind energetische Anregungen in einem magnetischen Festkörper, die sich wellenartig ausbreiten. Den Experten ist es nun gelungen, einen integrierten Schaltkreis aus einem magnetischen Material und Magnonen zu entwickeln.

ETH Zürich erhält neues Zentrum für KI-Forschung

ETH Zürich baut neues Kompetenzzentrum für KI (Symbolbild: Pixabay/ Geralt)

Mit dem "ETH AI Center" errichtet die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETHZ) ein neues Kompetenzzentrum für künstliche Intelligenz. Ein Kernteam aus rund 29 Professuren, ein neuer Geschäftsführer und ein Fellowship-​Programm sollen die interdisziplinäre Erforschung dieser Schlüsseltechnologie weiter voranbringen, wie es in einem Communiqué dazu heisst.

Muscheln als 3D-Tinte für Haarspange und Vase

3D-gedruckte Haarspange aus Schalen, Algen und Zucker (Foto: tudelft.nl/en)

Die wohl ungewöhnlichste Haarspange der Welt hat Marita Sauerwein von der Technischen Universität Delft hergestellt. Die Industriedesignerin nutzte ausschliesslich lokal vorhandene natürliche Rohstoffe: Muschelschalen, die sie zermahlte, Alginat, das sich in Braunalgen findet, und Zucker. Daraus rührte sie eine Tinte an, die sie in einen 3D-Drucker füllte. Nach Haarspange und Vase folgte eine Tischlampe.

Fujitsu und Dataport schaffen Lehrstuhl für "Kombinatorische Optimierung in der Industrie"

Fujitsu-CTO Joseph Reger an der Activate Now (Bild: Screenshot)

Fujitsu und Dataport errichteten an der Technischen Universität Hamburg (TU Hamburg) einen neuen Lehrstuhl für Kombinatorische Optimierung in der Industrie. Im Zentrum der Stiftungsprofessur stehe die Entwicklung innovativer Lösungen für Anforderungen in Wirtschaft, Handel und Verwaltung, die besonders komplex seien oder bei denen es um sehr grosse Datenmengen gehe.

Robo-Rover für nachhaltigere Landwirtschaft

Robo-Rover im Feldeinsatz: Gerät liefert genaue Pflanzendaten (Foto: X)

Der mit "X" bezeichnete Forschungsarm der Google-Mutter Alphabet, hat mit "Mineral" ein Projekt enthüllt, das eine nachhaltigere Landwirtschaft ermöglichen soll. Dazu setzt man auf moderne Entwicklungen in Bereichen wie Künstlicher Intelligenz (KI), Sensorik und Robotik. Der "Plant Buggy" ist dabei ein solarbetriebener Robo-Rover, der auf Feldern Daten zu einzelnen Pflanzen sammelt. Das könnte helfen, beispielsweise Dünger oder Schädlingsbekämpfungsmittel gezielter, sparsamer und somit nachhaltiger einzusetzen.

Von EPFL-Spin-off entwickelte Mini-Drohne bleibt halbe Stunde in der Luft

Flybotix: Drohne jetzt marktreif und bereit für Vertrieb (Foto: flybotix.com)

Flybotix, eine Ausgründung der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL), hat eine Mini-Drohne entwickelt, die für Inspektionen und Überwachungsaufgaben in engen Umgebungen geeignet ist. Das eigenwillig konstruierte Fluggerät kann mit bis zu 24 Minuten doppelt so lange in der Luft bleiben wie bisherige Modelle. Konkurrierende Produkte müssen schon nach maximal zehn Minuten wieder landen.

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