Affe spielt "Pong" via Gedankensteuerung

Affe spielt 'Pong' mit Gedanken dank Implantat (Grafik: youtube.com, Neuralink)

Das von Elon Musk in San Francisco gegründete Unternehmen Neuralink lässt einen Affen "Pong" spielen. Das ist ein von Atari 1972 vorgestelltes Compuerspiel. Es ähnelt dem Tischtennis. Das Besondere an der auf Youtube hochgeladenen Videopräsentation: Das Tier steuert seinen "Schläger" allein mit seinen Gehirnströmen. Der Zuschauer muss allerdings ein wenig Geduld haben, denn Pager, der neunjährige Makake, spielt zunächst ein anderes Spiel, bei dem er den Cursor ganz konventionell mit einem Joystick bedient.

KI-Roboter der nächsten Generation brauchen intelligente Materialien

Skills for Physical Artificial Intelligence, Nature Machine Intelligence (2020). Illustration: Empa / Imperial College London

Künstliche Intelligenz (KI) gilt heute branchenübergreifend als grundlegend für die Entwicklung neuartiger Produkte und Technologien und verschafft Unternehmen, die sie beherrschen, einen Wettbewerbsvorteil. Was jedoch noch fehlt, ist eine vertiefte Diskussion über die Auswirkungen auf die Gesellschaft, um Chancen, aber auch mögliche Risiken besser zu verstehen. Im Interview skizzieren die beiden Empa-Forscher Mirko Kovac und Aslan Miriyev vom Zentrum für Robotik, wohin sich die KI- und Robotikforschung entwickelt.

Zellulose hält biegsame Elektronik trocken

Schutzschicht: So wirken die Cellulose-Nanofasern (Grafik: Osaka University)

Flexible Elektronik, wie biegsame Displays, die in Kleidungsstücke integriert sind, lässt sich schlecht gegen eindringende Feuchtigkeit schützen. Dem schieben Forscher der Osaka University jetzt einen Riegel vor. Sie beschichten die Geräte mit Cellulose-Nanofasern, die ähnliche Eigenschaften haben wie eine Kunststoffhülle und die Elektronik vor Wasser schützen. Wie Papier werden diese Fasern aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt.

"Xenobots": Roboter aus Froschhautzellen

Robo-Sphäre: Ist ein flotter Schwimmer (Foto: Doug Blackiston/Tufts)

Weniger als ein Millimeter gross sind lebende Roboter, die Forscher der Tufts University und der University of Vermont (UVM) entwickelt haben. Die gegenüber ersten Versuchen im Vorjahr verbesserten "Xenobots" können Verletzungen selbstständig heilen und sich besser aus eigener Kraft fortbewegen. Benannt sind sie nach der Froschart Xenopus Laevis, aus deren Hautzellen die Roboter aufgebaut sind.

Künstliche Intelligenz hilft Blinden und Sehbehinderten bei der Orientierung

Innovatives KI-System hilft Blinden bei der Orientierung (Fotos: intel.com)

Blinde und Sehbehinderte brauchen künftig weder Führhund noch Stock, wenn sie sich allein in der Öffentlichkeit bewegen wollen. Die Aufgabe, ihnen den richtigen Weg zu weisen, übernimmt ein System, das Forscher der University of Georgia entwickelt haben. Die Software basiert auf Künstlicher Intelligenz und läuft auf einem Laptop. Dieser steckt in einem Rucksack, den der Blinde trägt.

Funkwellen führen Smartwatches Strom zu

Neuer Stromerzeuger wird direkt auf die Haut geklebt (Foto: Larry Cheng/psu.edu)

Forscher der Pennsylvania State University (Penn State) nutzen elektromagnetische Wellen zur Stromversorgung tragbarer Geräte. Forschungsleiterin Huanyu "Larry" Cheng hat mit ihrem Team hierzu eine Schaltung entwickelt. Es handelt sich um eine Rectenna, eine Schaltungsanordnung, die hochfrequente elektromagnetische Wellen, wie sie der Mobilfunk nutzt, empfängt und in Gleichstrom umwandelt. Das System ist so ausgelegt, dass es auch funktioniert, wenn es verbogen oder gedehnt wird. Aus diesem Grund kann es direkt auf die Haut des Unterarms geklebt werden.

FH St. Pölten kooperiert mit Lern-App Quickspeech

Das Quickspeech-Team: COO Christian Woltran, Gründer und CEO Lukas Snizek und CTO Patrick Riemer (Bild: zVg)

Die FH St. Pölten forscht künftig gemeinsam mit Quickspeech zum Einsatz von Machine Learning und Natural Language Processing für die automatische Erstellung und Personalisierung von Lerninhalten. Ziel der Zusammenarbeit sei es, Unternehmen die Möglichkeit einzuräumen, Mitarbeitende spielerisch aus- und weiterzubilden.

Thermometer für Quantencomputer entwickelt

Neues Thermometer und altes Fieberthermometer (Foto: chalmers.se/en)

Forscher der Technischen Universität Chalmers haben ein Thermometer mit einer Messgenauigkeit von einem Tausendstel Kelvin entwickelt - und das nahe dem absoluten Nullpunkt (minus 273 Grad Celsius). Bei dieser kaum vorstellbaren Temperatur arbeiten die Schaltkreise eines Quantencomputers, der im Unterschied zum klassischen PC nicht auf Basis der Gesetze der Physik arbeitet.

Soft-Roboter-Bau: Software schlägt Experten

Weiche Roboter können beliebige Formen annehmen (Grafik: mit.edu)

Forscher am Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben einen neuen, auf Deep Learning basierenden Algorithmus zur Konstruktion von Soft-Robotern entwickelt, der die optimale Platzierung von Sensoren festlegt. "Das System lernt nicht nur, wie sich eine bestimmte Aufgabe lösen lässt, sondern auch, wie der Roboter zu konstruieren ist, damit ihm das optimal gelingt", sagt MIT-Entwickler Alexander Amini.

Notizen: Papier schlägt Tablet und Handy

Schreiben: viele Vorteile gegenüber Apps (Foto: Chivalry Creative, unsplash.com)

Manchmal sind digitale Hilfsmittel gar nicht so nützlich: Notizen anzufertigen, geht auf altmodischem Paper schneller als mit einer App auf Tablet oder Smartphone. Das hat eine Studie der University of Tokyo und des NTT Data Institute of Management Consulting ergeben. Freiwillige waren demnach im Experiment um 25 Prozent schneller, wenn sie Notizen über Termine mit Stift auf Papier gebracht haben. Zudem konnten sie sich besser merken, was sie sich notiert hatten.

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