Papier-Drucksensor nach Origami-Art gebaut

Die Innereien des neuartigen Drucksensors aus Papier (Bild: Neha Sakhuja, cense.iisc.ac.in)

Drucksensoren zur optimalen Steuerung vieler Prozesse lassen sich statt aus Metallen und Kunststoffen auch aus Papier herstellen, wie ein Team um Navakanta Bhat vom Centre for Nano Science and Engineering (CeNSE) in zeigt. Der Sensor besteht aus gewellten Papierstreifen, die mit Zinnmonosulfid (SnS) beschichtet und zu einer mehrschichtigen Architektur aufgestapelt sind. SnS ist ein Halbleiter, der unter bestimmten Bedingungen Strom leitet.

Ein Drohnenschwarm für Bauarbeiten und Reparaturen

Bild: Empa

Ein internationales Forschungsteam um den Drohnenexperten Mirko Kovac von der Empa (Schweiz) und vom "Imperial College London" hat sich Bienen zum Vorbild genommen, um einen Schwarm kooperativer Drohnen zu entwickeln. Unter menschlicher Kontrolle drucken die Flugroboter in Teamarbeit 3D-Materialien für den Bau oder die Reparatur von Strukturen, wie die Wissenschaftler in der Titelgeschichte der jüngsten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins "Nature" berichten.

CSEM an Entwicklung 3D-gedruckter Rohre für Detektoren des Cern und Internationale Raumstation beteiligt

© CSEM

Das Schweizer Forschungs- und Entwicklungszentrum CSEM (Centre Suisse d’Electronique et de Microtechnique) koordiniert ein prestigeträchtiges EU-Projekt zur Optimierung von Temperaturregelungssystemen mithilfe intelligenter, per 3D-Druck hergestellter Rohre. Diese instrumentierten Rohre sollen neue Möglichkeiten für die Grundlagenforschung am Cern und für die europäische Raumfahrtindustrie eröffnen, aber auch für eine ganze Reihe von Anwendungen genutzt werden, die von industriellen Heiz- und Kühlanlagen bis hin zu Bewässerungssystemen 4.0 reichen.

Kipp-Rotoren verlängern Flugzeit von Drohnen

Drohne mit unterschiedlichen Rotorstellungen (Foto: berkeley.edu)

Ingenieure der University of California, Berkeley, haben mit "QuaRTM" eine neue Drohne entwickelt, die lediglich die Rotoren schräg stellt, wenn sie vorankommen will. Sie hat einen rechteckigen Körper mit vier Armen, an deren Enden sich Rotor-/Motormodule befinden. Diese sind flexibel mit dem Korpus verbunden. Federn halten sie zunächst so fest, dass sie senkrecht stehen.

Neue Quantenmaterialien am PC entworfen

Wundermaterial: Computer findet Stoff mit optimalen Eigenschaften (Bild: 9049717, pixabay.com)

Forscher der Rice University haben in Kooperation mit der Technischen Universität Wien (TU Wien) ein neues Design-Prinzip zur Vorhersage der Eigenschaften von bisher kaum erforschbaren Quantenmaterialien entworfen. So wurde erstmals mit dem Computer ein hochkorreliertes topologisches Halbmetall entdeckt. Details sind im Fachjournal "Nature Physics" nachzulesen.

Neuer Algorithmus verbessert klinische MRTs

Medizinerin Eva Maria Fallenberg mit Wissenschaftler im Austausch (Foto: tum.de, Andreas Heddergott)

Forscher der Technischen Universität München (TUM) haben einen neuen Algorithmus zur Verbesserung der Qualität von MRT-Bildern entwickelt. Dieser stellt gemäss den Experten vollautomatisch und zuverlässig Wasser, Fett und Silikon gleichzeitig dar. Die Lösung lasse sich einfach in gängige klinische MRT-Geräte implementieren und in den klinischen Arbeitsablauf integrieren.

KI-basierter Hightech-Spiegel wird zum Fitnesstrainer

Korrekturen aus dem Projektor: Neuer Hightech-Spiegel für Fitness-Fans (Foto: Lanza et al)

Forscher der Universität Brescia haben gemeinsam mit ABHorizon auf Basis Künstlicher Intelligenz (KI) eine Art Hightech-Spiegel entwickelt, der darauf trainiert ist, menschliche Bewegungen in Videoaufnahmen zu erkennen. "Dieses Gerät kann Ihnen den besten Weg zeigen, um basierend auf Ihren spezifischen Bedürfnissen zu trainieren", sagt Bernardo Lanza, Entwickler der Hochschule.

Digitaler Verkehrs-Zwilling ins Auto transferiert

TUM-Wissenschaftlerin Leah Strand überprüft Technik an einer Schilderbrücke (Foto: tum.de)

Forscher der Technischen Universität München (TUM) haben zusammen mit Industriepartner Valeo im Projekt "Providentia++" eine neue Technologie entwickelt, welche die Fahrzeugperspektive auch autonomer Autos auf Basis von Bordsensoren durch eine Sicht aus der Vogelperspektive ergänzt. Das erhöhe laut den Ingenieuren die Sicherheit im Verkehr.

3D-Drucker erzeugen aus Marsstaub Ersatzteile

Marsoberfläche: Aus dem Staub lassen sich Ersatzteile herstellen (Foto: Wikilimages, pixabay.com)

Forscher der Washington State University setzen bei Ersatzteilbedarf für Raketen und Werkzeuge auf dem Mars auf additive Fertigung. Sie nutzen eine Mischung aus Regolith, ein Material, das auch auf dem Mars in grossen Mengen vorhanden ist, und einer Titanlegierung. Die Regolith-Anteile schwanken zwischen fünf und 100 Prozent.

Hightech-Hörgeräte lesen von den Lippen ab

unktionsskizze: Künftige Högeräte können von den Lippen ablesen (Bild: gla.ac.uk)

Forscher der University of Glasgow haben ein präzises Lippenlese-System für Träger von Schutzmasken entwickelt, das einer neuen Generation von Hörgeräten den Weg ebnet. Der Ansatz kombiniert erstmals Radiofrequenzsensorik mit Künstlicher Intelligenz, um Lippenbewegungen zu identifizieren. Es könnte, wenn es in herkömmliche Hörgerätetechnologie integriert ist, dazu beitragen, den "Cocktail-Party-Effekt" zu bekämpfen. Hörgeräte-Träger verstehen in einem Stimmengewirr häufig nur "Bahnhof", weil sie die Richtungen, aus denen die einzelnen Stimmen kommen, nicht zuordnen können.

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