Nasa-Robo-Arm trotzt minus 173 Grad Celsius

'Coldarm' im eiskalten Einsatz in einer animierten Mondnacht (Bild: jpl.nasa.gov)

"Coldarm" heisst der neue Roboterarm des Jet Propulsion Laboratory der US-Weltraumorganisation Nasa für den Einsatz auf dem Mond. Den Entwicklern nach ist dieser auch bei einer Temperatur von minus 173 Grad Celsius funktionsfähig. Der "Cold Operable Lunar Deployable Arm" soll bisher unerforschte Regionen auf der Mondoberfläche rund um den Südpol des Erdtrabanten untersuchen. "Wenn wir zum Mond fliegen, müssen wir in der Lage sein, bei extrem kalten Temperaturen, insbesondere in der Mondnacht, ohne Heizungen zu arbeiten", sagt Projektleiter Ryan McCormick.

Roboter folgt "Herrchen" bei jeder Wetterlage auf Schritt und Tritt

Absolut gehorsames Folgen: Funktionsweise des neuen 'Leader-Follow' (Illustration: Zhang et al)

Wie Sherpas, die Bergsteigern im Himalaya das Gepäck schleppen, folgt ein vierbeiniger Roboter seinem Herrchen. Er ist mit einer spezielle Erkennungstechnik ausgestattet, die es ihm ermöglicht, seiner Leitfigur, die auch ein Fahrzeug sein kann, unter allen Umständen zu folgen, wie die Entwickler der Shandong University versprechen. Ziel war es, einen Transportroboter zu bauen, der vor allem Menschen entlastet, die etwa in unwegsamem Gelände Menschen nach einer Naturkatastrophe mit Erster Hilfe versorgen müssen.

Batterien und Akkus mit Rostentferner halten länger

Smartphone: Akkus könnten künftig deutlich länger halten (Foto: Jaewon Lyoo, pixabay.com)

Forscher der RMIT University halten MXene, hochleitfähige Materialien, die als Kandidaten zur Herstellung von Batterien gehandelt werden und Lithium ablösen könnten, rostfrei. "Wir haben entdeckt, dass Schallwellen einer bestimmten Frequenz Rost von MXenen entfernen und sie wieder in den ursprünglichen Zustand versetzen", sagt Forschungsleiter Leslie Yeo.

Autonome Frachtdrohne "Cento" darf starten

Frachtdrohne 'Cento' beim Jungfernflug: Genehmigung in den USA erteilt (Foto: mightyfly.com)

Mit der Zulassung der US-Luftaufsichtsbehörde FAA ist der Weg frei für Mightyfly und seine autonome Frachtdrohne "Cento", früher als "MF-100" bekannt. Damit kann Fracht über Entfernungen bis zu 965 Kilometer mit einer Spitzengeschwindigkeit von 240 Kilometer pro Stunde befördert werden. Die Drohne ist vier Meter breit und fünf Meter lang. Die Ladebucht misst 1,8 mal 0,3 mal 0,3 Meter. Das reicht für maximal 96 kleine Pakete. Hauptfracht sind vor allem wertvolle kleine Produkte wie Medikamente, zumal das maximale Zuladegewicht bei 45 Kilogramm liegt.

"Goodones" bringt Ordnung ins Bilder-Chaos

Goodones: Neue App bringt Ordnung ins mobile Bilder-Chaos (Bild: goodones.app)

Die noch im "Early-Access-Modus" befindliche App "Goodones" schafft mittels Künstlicher Intelligenz Ordnung im Bilder-Chaos von Smartphones-Nutzern. Die App lernt die Vorlieben der Anwender mittels "Swipen". Über diesen aus Dating-Apps bekannten Mechanismus werden dann Galerien mit besonders beliebten Fotos erstellt. Der in San Francisco angesiedelte Entwickler hat nun vom israelischen Risikokapitalgeber TLV Partners eine Kapitalspritze über 3,5 Mio. Dollar erhalten.

Rennfahrersitz mit digitalem Zwilling erstellt

Fahrer und Sitz als digitale Modelle am Computer modelliert (Bild: port.ac.uk)

Der kanadisch-iranische Formel-1-Rennfahrer Nicholas Daniel Latifi startet mit dem bestangepassten Sitz in die neue Saison. Um ihn zu entwickeln, haben sich die Renningenieure des Williams-Rennstalls, für den Latifi fährt, mit Forschern der University of Portsmouth zusammengetan. Entstanden ist ein detaillierteres Verständnis darüber, wie ein solcher Sitz am besten in einen Rennwagen passt. Ziel war es, die Konstruktion von Sitzen zu unterstützen und die Passformergonomie zu verbessern.

Kleiner Hightech-Roboter macht grosse Sprünge

Roboterkäfer mit vorgespanntem mechanischem Muskel (Foto: Yuzhe Wang)

Auf Knopfdruck schiesst ein insektengrosser Roboter weit höher in die Luft, als er selbst misst, und fällt wieder zu Boden. Letzteres muss er wohl noch üben, um nützliche Arbeit leisten zu können. Doch Sameh Tawfick von der University of Illinois, der den Winzling mit seinem Team und Kollegen der Princeton University entwickelt hat, ist vorerst zufrieden. Denn der Roboter habe gezeigt, dass er selbst grosse Hindernisse überwinden kann. Er muss es nur noch zielgerichteter tun.

"Hippocamera": Neue App stärkt Gedächtnis

Gehirn: App 'HippoCamera' holt verschwommene Erinnerungen zurück (Bild: hainguyenrp, pixabay.com)

Die neue Smartphone-App "Hippocamera" von Forschern der University of Toronto soll das Erinnerungsvermögen signifikant verbessern, was für Personen in frühen Stadien der Alzheimer-Krankheit oder anderer Formen von Gedächtnisstörungen vorteilhaft sein könnte. Die Anwendung verbessert laut den Fachleuten die Kodierung von im Gehirn gespeicherten Erinnerungen. Das klappt, indem sie die Aufmerksamkeit auf tägliche Ereignisse lenkt, die dadurch verstärkt gespeichert werden. Das erleichtert dem Nutzer, sich später daran zu erinnern.

Gehstock 2.0 für Sehbehinderte findet Müsli

Test des intelligenten Gehstocks im nachgebauten Supermarkt (Foto: colorado.edu)

Ein intelligenter Gehstock von Forschern der University of Colorado Boulder soll Blinden und Sehbehinderten das Leben leichter machen. Er ist mit einer Kamera und einer Software ausgestattet, die Bilder auswerten kann. Zudem kann der Nutzer seinem Stock sagen, was er will. Die Entwickler haben dem Stock zunächst zwei Funktionen antrainiert. Er kann in einem Restaurant einen freien Platz und im Lebensmittelladen ein gewünschtes Produkt finden.

Hybride Roboter laufen mit Muskeln von Mäusen

Blick auf die Elektronik des zukunftsweisenden eBiobots (Foto: Yongdeok Kim)

Die "eBiobots" sind die ersten hybriden Roboter, die präzise fernsteuerbar sind. Hybrid heisst in diesem Fall, dass biologische Elemente - Gewebe von Mausmuskeln für den Vortrieb - und Elektronik miteinander verknüpft sind. Die lenkbaren Biobots haben Forscher der University of Illinois Urbana-Champaign und der Northwestern University entwickelt. "Diese elektronischen Biobots und Maschinen können künftig für viele medizinische, sensorische und Umweltanwendungen nützlich sein", sagt Rashid Bashir von der Hochschule in Urbana-Champaign.

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