Schwedischer Quantenrechner wird frei verfügbar

Ansicht vom schwedischen Quantencoputer (Foto: Anna-Lena Lundqvist, chalmers.se)

Computerwissenschaftler an der Technischen Hochschule Chalmers sind dem Quantencomputer auf der Spur und öffnen das Leistungsspektrum nun einem breiteren Publikum. Die Ingenieure wollen einen Zwilling ihres Quantencomputers bauen, der auf dem Stand des Rechners ist, der bisher erreicht worden ist. Der aktuelle Chalmers-Quantencomputer hat 25 Quantenbits oder Qubits. Das Ziel liegt bei 100 Qubits, die 2029 erreicht werden sollen. Doch reicht diese Rechen-Power bereits für eine Vielzahl an Anwendungen aus.

Turbo für Quantenrechnungen

llustration von definierten und undefinierten zeitlichen Abfolgen von Rechenschritten (IQOQI Wien/ÖAW)

Forscher der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) und der Universität Wien haben einen Weg gefunden, mit dem sich bestimmte Berechnungen in Quantencomputern erheblich beschleunigen lassen könnten: Wenn undefiniert bleibt, in welcher Reihenfolge einzelne Rechenschritte durchgeführt werden, kann das ihre Effizienz deutlich erhöhen. Das zeigten die Forscher in einer neuen Publikation in der Fachzeitschrift "Physical Review Letters".

Quantencomputer lernt fehlerfrei zu rechnen

Manipulation logischer Quantenbits, die von Quantenfehlerkorrektur profitiert (Bild: uibk.ac.at)

Forscher der Universität Innsbruck haben erstmals ein universelles Set von Rechenoperationen auf fehlertoleranten Quantenbits umgesetzt. Was kryptisch klingt, ist durchaus praxistauglich. Denn die Experimantalphysiker zeigen, wie sich ein Algorithmus auf einem Quantencomputer programmieren lässt, damit Fehler das Ergebnis nicht verfälschen.

Echtzeit-KI für Transaktionsverarbeitung im grossen Massstab

Das neue IBM z16 System (Bild: zVg)

IBM hat mit dem z16 einen neuen Mainframe mit integriertem On-Chip-KI-Beschleuniger für latenzoptimierte Inferenz vorgestellt. Anwenderunternehmen soll damit die Analyse von Echtzeit-Transaktionen in grossem Umfang ermöglicht werden, beispielsweise für geschäftskritische Workloads wie Kreditkarten-, Gesundheits- und Finanztransaktionen. Der IBM z16 sei auch speziell zum Schutz vor zukünftigen Bedrohungen entwickelt worden, die dazu genutzt werden könnten, die heutigen Verschlüsselungstechnologien zu knacken, so Big Blue in einer Aussendung dazu.

Programmierbarer Quantensensor umgesetzt

Idee Quantencomputer: programmierbarer Quantensensor umgesetzt (Bild: TheDigitalArtist, pixabay.com)

Forscher der Universität Innsbruck haben eigenen Angaben nach den ersten programmierbaren Quantensensor entwickelt und im Labor getestet. Dazu haben sie eine Methode aus der Quanteninformationsverarbeitung auf ein Messproblem angewendet. Das Verfahren eröffnet die Perspektive für Quantensensoren, deren Präzision bis dicht an die durch die Naturgesetze vorgegebene Grenze reicht, heisst es.

Europium-Molekül für den Quantencomputer

Photon-Spin-Schnittstelle mit dem Europium-Molekülkristall (Bild: Christian Grupe, kit.edu)

Ein zu den Metallen der Seltenen Erden gehörendes kernspinhaltiges Europium-Molekül ermöglicht eine effektive Photon-Spin-Schnittstelle. Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), der Universität Strassburg, der Chimie Paristech und der nationalen französischen Forschungsorganisation CNRS ebnen damit den Weg für den Quantencomputer der Zukunft. Details wurden in "Nature" publiziert.

Integrationstechnologien für Kryo-Elektronik

Chips aus dem Eisfach: Ob Elektronik fit genug ist, verrät die Kryomessung (Foto: izm.fraunhofer.de)

Forscher des Fraunhofer-Instituts für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM sind dem Quantencomputer einen Schritt näher gekommen. Bisher sind die Strukturen, mit denen etwa Qubits auf Chips angesteuert und in Echtzeit ausgelesen werden können, noch grösser als die Qubits selbst. Ein neu entwickelter Prozess soll dies nun ändern.

QMware startet Hybrid-Quantencomputing-Cloud

QMware-Racks: Hardware-Basis für die Quanten-Cloud (Foto: qm-ware.com)

Der Quanteninformatik-Spezialist QMware, ein Joint Venture von Terra Quantum und Novarion Systems, hat die Eröffnung seines ersten Hybrid Cloud Data Center Alpha bekannt gegeben. Damit steht erstmals ein industriell produktiv nutzbarer hybrider Quantencomputing Cloud Service zur Verfügung. Der Standort Wien sollte von den damit bereitstehenden Computing-Möglichkeiten profitieren. "Daten sind das Öl der Gegenwart", betont die österreichische Bundesministerin für Digitalisierung & Wirtschaftsstandort, Margarete Schramböck, anlässlich des offiziellen Starts.

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