Kritik: Schweizer Politik zu lasch punkto Cybersecurity

IT-Sicherheit: Schweizer Politik zu passiv (Symbolbild: Pixabay/Pixelcreatures)

Sicherheitsexperten werfen der Schweizer Politik vor, hinsichtlich der Cybersecurity zu wenig zu unternehmen, obwohl sich Cyberangriffe massiv gehäuft hätten. Ihrer Ansicht nach verschliesse sich die Politik gegenüber verschäften Massnahmen, um ja den Unternehmen das Leben nicht zu erschweren. Letztlich werde diese Zurückhaltung aber der Wirtschaft mehr schaden und mehr kosten, wie Stéphane Koch, Spezialist für Cybersicherheit und Vizepräsident der Sicherheitsfirma Immuniweb, in einem Interview mit den Zeitungen "24 heures" und "Tribune de Genève" betont.

Cyber-Gangster zapfen soziale Medien an

Soziale Medien: Sie können schnell zur Sicherheitsgefahr werden (Foto: Photo Mix, pixabay.com)

Im Jahr 2022 stammen bisher rund 41 Prozent der Datensätze, die sich Unbefugte erschlichen haben, von Social-Media-Seiten wie Facebook und Twitter. Zum Vergleich: Im Jahr 2000 lag dieser Anteil noch bei 25 Prozent. Dieses Jahr dagegen stammen bislang "nur" 24 Prozent der durchgesickerten Daten von Einzelhandels-Websites, wie der jüngste Betricht des US-Software-Spezialisten Forgerock zeigt. Die hinter den Social-Media-Angeboten stehenden Konzerne scheinen nicht viel zu tun, um Server und Datenbanken zu sichern, vermuten die Experten.

IT-Security-Strategie: IT-Manager kapitulieren vor Unwillen und Budget

IT-Security: Verantwortliche scheitern oft am Willen der Chefs (Bild: pixabay.com, madartzgraphics)

60 Prozent der IT-Entscheider können eine adäquate IT-Security-Strategie wegen knapper Budgets und mangelnder Unterstützung durch die Geschäftsführung nicht umsetzen. Das zeigt eine Umfrage des Spezialisten für Privileged-Access-Management-Lösungen, Delinea, unter knapp 2.100 Sicherheitsentscheidern.

Netcetera migriert 3D-Security-Services von On-Premise-Datenzentern auf Cloud-Plattform

Bild: Netcetera

Die auf Software und Digitalisierungslösungen in den Bereichen Payment, Banking, Gesundheitswesen, Publishing und Transport fokussierte Netcetera mit Hauptsitz in Zürich geht in die Cloud und migriert ihre 3D-Security-Services von On-Premise-Datenzentern auf eine Cloud-Plattform. Damit wolle das Unternehmen seine Position als globaler Payment Player stärken, heisst es in einer Aussendung dazu.

Touchscreens: Angriff aus der Ladebuchse

Mobile Geräte lassen sich über Ladekabel angreifen (Symbolbild: EU)

Touchscreens von Mobilgeräten lassen sich über Ladekabel und Netzteile angreifen und manipulieren. Das haben Forscher am System Security Lab der TU Darmstadt gemeinsam mit einem chinesischen Forscherteam herausgefunden. Mehrere Smartphones und eigenständige Touchscreen-Panels konnten im Praxistest durch simulierte Berührungen, die "Ghost Touchs", kompromittiert werden. Die Ergebnisse wurden auf dem diesjährigen "IEEE Symposium on Security and Privacy" vorgestellt.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde Opfer einer Cyberattacke

EZB-Chefin Christine Lagarde (Bild: EU)

Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, ist laut einer Mitteilung der Notenbank ins Visier von Cyberangreifern gerückt. "Wir können bestätigen, dass es kürzlich einen versuchten Cyberangriff auf die Präsidentin gab", teilte eine Sprecherin der Europäischen Zentralbank (EZB) dazu in Frankfurt mit. "Er wurde schnell erkannt und gestoppt. Es wurden keine Informationen kompromittiert. Mehr können wir nicht sagen, da die Ermittlungen noch laufen," heisst es in der Aussendung wörtlich.

Die Cloud als Voraussetzung für die IT-Sicherheit

Symbolbild:iStock

Moderne Unternehmen sind durch die Einführung der Cloud-Technologie effizienter geworden. Die Abläufe sind besser skalierbar, und die Mitarbeiter können von jedem Ort aus und auf jedem Gerät produktiv sein. Doch während verschiedene Geschäftsbereiche durch die digitale Transformation Impulse erhalten, stagniert die Sicherheit und bleibt oft an die Hardware gebunden. Dies ist nicht unbedingt die beste Option. Wie andere Bereiche des Unternehmens kann auch die Sicherheit von der Cloud profitieren.

Managed Security Dienste als Schlüssel zum IT-Versicherungsschutz

Symbolbild: Pixabay/ Christoph Meinersmann

Cyber-Versicherungen können angesichts der wirtschaftlichen Dimensionen von IT-Sicherheitsvorfällen in vielen Fällen zum Rettungsanker für Unternehmen werden. Die Wichtigkeit von Cyber-Policen nimmt daher zu. Gleichzeitig verschärfen sich die Kriterien für deren Vergabe. Wer vom Schutz profitieren will, muss nicht nur seine IT-Sicherheit auf Stand bringen, sondern zunehmend externen Schutz nachweisen, beispielsweise durch Managed Security Service Provider.

Den Arbeitsplatz während der Sommerferien richtig absichern

IT-Sicherheit muss bis zum Strand gewährt sein (Symbolbild: Thinstock)

Die langen Sommerferien werden von den meisten Mitarbeitenden ungeduldig erwartet. Für die IT-Sicherheitsverantwortliche allerdings sind sie eine anstrengende Zeit, müssen sie sich doch ständig in Bereitschaft halten. Und kommt es zu einer Cyberattacke oder zu einem Betrugsfall, so sind die Ferien ruiniert.

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