Bei Nokia läuft es nicht rund

Nokia verpasst Jahresziele (Bild: Pixabay/ Hermann)

Der finnische Netzwerkausrüster Nokia kappt nach einem Auftragsverlust in den USA seine Jahresziele und richtet sich strategisch neu aus. Im Gesamtjahr erwartet Nokia im Schnitt nun einen um 0,02 Euro je Aktie geringeren Gewinn. Am Aktienmarkt kam diese Ankündigung gar nicht gut an. Der Anteilsschein brach mehr als zehn Prozent ein. Ins Konto schlug bei den Finnen im dritten Quartal vor allem, dass Konkurrent Samsung Electronics das Rennen um einen wichtigen 5G-Teilauftrag von Verizon machte und Nokia leer ausging.

AMD schnappt sich Xilinx um 35 Milliarden Dollar

AMD-Zentrale im kalifornischen Sunnyvale (Foto: Wikipedia/ Coolcaesar/ COO)

Der US-Chipentwickler AMD und der bisherige Rivale Xilinx machen künftig gemeinsam Intel Konkurrenz. Am gestrigen Dienstag gab AMD bekannt, Xilinx um 35 Milliarden Dollar zu übernehmen. Dadurch entsteht ein Unternehmen mit rund 13.000 Ingenieuren, das im Gegensatz zu Intel komplett auf eine externe Produktion setzt und dabei eng mit dem Auftragsfertiger Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC) zusammenarbeitet.

Bytedance will Tiktok-Pendant Douyin an die Börse bringen

Logo: Bytedance

Der chinesische Technologiekonzern Bytedance mit Zentrale in Peking will Insidern zufolge das Tiktok-Pendant Douyin an die Hongkonger Börse bringen. Entsprechende Gespräche würden mit Investmentbanken geführt, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Douyin ist das chinesische Äquivalent zur Kurzvideo-App Tiktok, die von Bytedance in den USA und Europa angeboten wird und der US-Präsident Donald Trump wegen Sicherheitsbedenken mit einem Verbot droht.

SAP-Management buchstabiert Jahresprognose und mittelfristige Ziele zurück

Sitz von SAP in Walldorf (Bild: SAP)

Die Corona-Pandemie bringt Europas grössten Softwarehersteller SAP stärker in Bedrängnis als gedacht. Die Belebung der Nachfrage fiel auch wegen neuer Beschränkungen verhaltener aus als erwartet, wie der Dax-Konzern an seinem Hauptsitz in Walldorf mitteilte. So rechnet das Management um Vorstandschef Christian Klein nun mit weniger Umsatz und Betriebsergebnis als bisher.

Mitarbeiter in Amazons Lagerhallen werden massiv überwacht

Bei Amazon werden Mitarbeitende auf bedenkliche Weise kontrolliert (Symbilbild: Pixabay/Aixklusiv)

Kaum ein Unternehmen hat von der Coronakrise so viel profitiert wie Amazon. Seit März ist die Aktie des US-Konzerns auf dem Höhenflug, gerade im Online-Versand punktet der Händler im Vergleich zur Konkurrenz massiv. Doch wie in der Vergangenheit immer wieder berichtet, geht das häufig auf Kosten der Belegschaft. Einem Bericht des Norddeutschen Rundfunk (NDR) zufolge werden Mitarbeiter in Echtzeit kontrolliert, um die Leistung zu messen und auf diese Weise zu kontrollieren, ob sie produktiv genug sind.

Quibi wirft nach einem halben Jahr das Handtuch

Bei Quibi wird der Stecker gezogen (Logo: Quibi)

Der mit Milliarden-Investitionen gestartete Videodienst Quibi gibt nach nur einem halben Jahr auf. Man habe beschlossen, den Betrieb einzustellen und das verbliebene Geld den Investoren zurückzuzahlen, teilten die Gründer Jeffrey Katzenberg und Meg Whitman mit. Quibi war mit dem Versprechen angetreten, Hollywood und neue Techniken aus dem Silicon Valley zusammenzubringen. Katzenberg war einst unter anderem Chef der Disney-Studios, Whitman machte die Handelsplattform Ebay erfolgreich.

Uber möchte sich Mobilitätsplattform Free Now einverleiben

Greift nach Free Now: Uber (Logo: Uber)

Der amerikanische Taxi- und Mobilitätsdienst Uber bietet weit mehr als eine Milliarde Euro für das Joint-Venture Free Now der Autohersteller BMW und Daimler. Uber wolle den Partnern jeweils einen hoch dreistelligen Millionenbetrag zahlen, berichtet das Manager Magazin und beruft sich auf Branchenkreise. Die Entscheidung über einen Verkauf sei aber noch nicht gefallen. Daimler-Chef Ola Källenius wolle das unprofitable Gemeinschaftsunternehmen verkaufen, heisst es. BMW zögere aber noch.

Zoom forciert Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

Zoom will Videoconferencing besser absichern (Bild: Allie Smith auf Unsplash.com)

Zoom will sich nicht länger auf die Rolle des Anbieters einer Videokonferenz-App beschränken. Auf der virtuellen Anwender-Konferenz Zoomtopia 2020 kündigte das kalifornische Start-up unter anderem den Aufbau einer Event-Plattform an, auf der Nutzer ihre Inhalte auch vermarkten können. Zudem will Zoom in die Videokonferenz-App Anwendungen von Drittanbietern ("Zapps") wie Dropbox integrieren, um so zu einer vollwertigen Kollaborations-Plattform aufzusteigen.

Celonis übernimmt tschechische Automatisierungsplattform

Logo: Celonis

Der deutsche Software-Startup Celonis übernimmt die tschechische Automatisierungsplattform Integromat und stemmt damit ihren bisher grössten Zukauf: Integromat sei darauf spezialisiert, Prozesse, die sonst manuell ablaufen, zu automatisieren. Das sei für Celonis eine tolle Ergänzung, weil das Startup schauen kann, was passiert und es umgehend optimieren könne, sagte Co-Chef Alexander Rinke, der Celonis 2011 mit Mitstudenten der Technischen Universität München gründete. Den genauen Kaufpreis wollte Rinke nicht nennen, sprach aber von einem dreistelligen Millionen-Dollar-Betrag.

Keine Büroöffnung vor Januar bei Microsoft

Microsoft hält weiter am Home Office fest (Foto: Kapi)

Der US-Softwareriese Microsoft will seinen Angestellten laut Medienberichten auch nach dem Ende der Corona-Pandemie die Möglichkeit geben, von zu Hause aus zu arbeiten. Das Magazin "The Verge" berichtete, Microsoft wolle es seinen Angestellten dauerhaft freistellen, ob sie im Büro oder im Homeoffice arbeiten wollen. Sollten sie sich für Letzteres entscheiden, müssten sie ihren Büroplatz jedoch aufgeben.

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