Bossware: Arbeitgeber spionieren eigene Mitarbeiter aus

Mitarbeiter am Laptop: Daten systematisch abgegriffen (Bild: Matthew Modoono, northeastern.edu)

Die Daten von Mitarbeitern vieler US-Unternehmen sind nur unzureichend geschützt. Das beklagt David Choffnes von der Northeastern University. Viele Unternehmen gäben identifizierbare Infos und Online-Aktivitäten ihrer Mitarbeiter an Dritte wie Microsoft, Google und Facebook weiter, wobei sie eine als "Bossware" bekannte Mitarbeiterüberwachungs-Software verwendeten. Diese nutzen auch europäische Unternehmen, wenn auch nicht im gleichen Umfang wie in den USA, weil die Datenschutzbestimmungen strenger sind.

Italienische Post wegen Datenschutzverletzungen zu Millionenstrafe verdonnert

Logobild: Mattes/CC BY-SA 3.0

Die italienische Datenschutzbehörde (Garante per la protezione dei dati personali) verdonnerte die italienische Post zu einer Bussgeldzahlung in einer Gesamthöhe von mehr als 12,5 Millionen Euro. Grund für die Sanktionen waren schwerwiegende Verstösse gegen die Datenschutzbestimmungen, insbesondere im Umgang mit Kundendaten und Marketingpraktiken.

Facebooks Freunde-Finder-Funktion rechtswidrig

Facebook im Blick: Meta kassiert Niederlage vor Gericht (Bild: pixabay.com, geralt)

Dem Facebook-Mutter Meta ist es in Deutschland untersagt, persönliche Daten von Personen, die nicht bei dem Netzwerk registriert sind, auf eigene Server hochzuladen und entsprechend zu verarbeiten, wie es die "Freunde-Finder-Funktion" ermöglicht. Das hat das Landgericht Berlin nach einer Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV) entschieden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Irische Datenschutzkommission leitet Untersuchung von KI-Chatbot Grok ein

Logobild: Grok

Aufgrund der Verarbeitung personenbezogener Daten und wegen sexualisierter KI-Bilder und Videos, darunter auch von Kindern, hat die irische Datenschutzkommission (DPC) nun mit einer formellen Untersuchung des KI-Chatbots Grok von Elon Musks Kurznachrichtendienst X begonnen.

Datenmissbrauch bei Videospielen aufgedeckt

Kinder beim Zocken: Datenmissbrauch bei Games weitverbreitet (KI-Bild: Ribhav Agrawal, pixabay.com)

Videospiel-Anbieter in Nordamerika missachten ungehindert gesetzliche Rahmenbedingungen und nutzen die Privatsphäre und Daten spielender Kindern aus. Diesen Vorwurf erhebt Thomas Burelli von der University of Ottawa. Gemeinsam mit Kollegen der Université du Québec à Montréal (UQAM) und der McGill University hat er die Datenschutzrichtlinien von Videospielen für Kinder unter 13 Jahren (unter 14 Jahren in Quebec) in Hinblick auf die gesetzlichen Verpflichtungen in den USA, Kanada und Quebec untersucht.

EU lässt gegen Tiktok wegen Datenspeicherung in China ermitteln

Logobild: Pixabay, Konkar Ampelas

Im Auftrag der Europäischen Union (EU) hat die irische Datenschutzbehörde Data Protection Commission (DPC) eine Untersuchung gegen den Kurzvideodienst Tiktok eingeleitet. Dabei geht es um die Speicherung persönlicher Daten europäischer Nutzer:innen auf der vom chinesischen Konzern Bytedance betriebenen Videoplattform auf Servern in China.

CSEM bringt KI-basierte Überwachung und Schutz der Privatsphäre unter einen Hut

Die Rekonstruktion unter Verwendung eines adversarialen Netzwerks zeigt im Vergleich zum Basisnetzwerk beeindruckende Ergebnisse hinsichtlich der Wahrung der Privatsphäre (Bild: CSEM)

Gesichtserkennung und KI-Überwachung breiten sich rasant aus, von Flughäfen über Spitäler bis hin zu Smart Citys und persönlichen Geräten. Während diese Hilfsmittel mehr Sicherheit und Effizienz versprechen, führen sie auch zu grossen Bedenken in Bezug auf Datenschutz, Zustimmung und algorithmischen Bias. CSEM-Forschende haben nun eine leistungsstarke neue KI-Trainingsmethode entwickelt, die eine Überwachung der Bevölkerung (z.B. in öffentlichen Räumen oder Spitälern) ermöglicht und gleichzeitig die persönliche Privatsphäre schützt und einem Bias vorbeugt.

Tracking von Internet-Anwendern per Browser-Fingerprinting

Browser: Tarnen schützt nicht vor Verfolgung im Internet (Bild: pixabay.com, Mohamed_hassan)

Betreiber von Websites nutzen heimlich Browser-Fingerprinting, eine Methode zur eindeutigen Identifizierung eines Browsers, um Personen über Browser-Sitzungen und Websites hinweg zu verfolgen. Das haben Forscher der Texas A&M University herausgefunden. "Fingerprinting war schon immer ein Thema in der Datenschutz-Community, aber bis jetzt hatten wir keine eindeutigen Beweise dafür, dass es tatsächlich zur Verfolgung von Nutzern eingesetzt wird", sagt Experte Nitesh Saxena.

Kritik: Apple sieht in EU-Forderungen ein Datenschutz-Risiko

Bild: N.Lange/CC BY-SA 3.0

Die iPhone-Erfinderin Apple übt an den Vorgaben der EU-Kommission für ein besseres Zusammenspiel von iPhones und iPad-Tablets mit Geräten der Konkurrenz harsche Kritik. Sie gefährdeten den Datenschutz für Nutzer, warnte Apple während der hauseigenen Entwicklerkonferenz WWDC. Dadurch könnten sich neue Funktionen für die europäischen Nutzer verzögern oder in verwässerter Qualität zu den Anwendern kommen.

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