Soft-Roboter "erinnert" sich an seine Form

Soft-Roboter: Innovation aus den USA kann eine Vielzahl von Formen bilden (Illustration: ncsu.edu)

Nur 0,8 Millimeter dick ist ein neuer Soft-Roboter von Forschern der North Carolina State University, der sich beispielsweise als Greifer für winzige empfindliche Objekte oder zur Steuerung grösserer Soft-Roboter einsetzen lässt. Zur Bewegung setzen Jie Yin und sein Team auf zwei Techniken: Mikrofluidik und Formgedächtnismaterialien. Beide wirken sowohl mit- als auch gegeneinander, sodass das kleine Gebilde die raffiniertesten Bewegungen ausführen kann.

Robo-Hund sammelt Luftproben nach Unfällen

Robo-Hunde beim Sammeln von Luftproben: für Menschen eine Erleichterung (Illustration: acs.org)

Ob Feuer, Chemieunfall, bei dem giftige Gase freigesetzt werden, oder Vulkanausbruch: Der neuartige vierbeinige hundeähnliche Roboter von Forschern der Jinan-Universität und der Technischen Universität Guangdong lässt sich von nichts abschrecken. Er sammelt Luftproben und bringt sie seinem "Herrchen" zur Analyse. Damit erspart er Menschen in Katastrophenfällen das gefährliche Vordringen in unwirkliche Umgebungen. Details sind in "Analytical Chemistry" der American Chemical Society nachzulesen.

Smarter Krankenhaus-Roboter fährt gerne mit dem Lift

Medbot von Richtech Robotics: Maschine soll Personal entlasten (Foto: richtechrobotics.com)

Flexibel wie ein Mensch, aber rund um die Uhr im Einsatz ist der neue Service-Roboter "Medbot" von Richtech Robotics. Er ist für die Medikamentenversorgung in Krankenhäusern gedacht und soll dem Personal fast alle damit zusammenhängenden Wege abnehmen. Dazu scheut er sich auch nicht, Aufzüge zu benutzen, um zwischen den Stockwerken zu wechseln. Auf den Gängen rollt er so, dass er weder mit Menschen noch mit Hindernissen zusammenprallt. Dazu befähigen ihn zwei Kameras und acht Ultraschallsensoren, die Hindernisse mit der gleichen Technik erkennen, die Fledermäuse benutzen.

Autonomer KI-Roboter kreiert Schockabsorber

Schockabsorber vor dem alles entscheidenden Drucktest (Foto: Devin Hahn, bu.edu)

Der autonome Roboter "Mama Bear" von Forschern des College of Engineering der Boston University um Keith Brown entwickelt im Versuch-und-Irrtum-Verfahren Module zur Absorption von Stössen, die so effektiv sind, dass Menschen sie nicht so hinbekommen würden. Im Labor der Ingenieure formt er unermüdlich Strukturen aus unterschiedlichen Materialien, von denen er annimmt, dass sie Schocks gut wegstecken, beispielsweise kleine Gebilde, die empfindliche Güter auf dem Transport vor Schäden schützen.

Roboter gleitet auf "Schleimersatz" nach oben

Innovation: Neuer Roboter gleitet wie eine Schnecke (Foto: Tianqi Yue, bristol.ac.uk)

Für den neuen "Schneckenroboter" von Forschern der University of Bristol sind senkrechte Wände kein Hindernis. Er gleitet dabei genauso wie das Weichtier, nachdem er benannt ist. "Schnecken haben ein stabiles adhäsives Gleitverhalten, auch wenn sie eine schwere Nutzlast tragen, in diesem Fall ein Gehäuse. Inspiriert davon haben wir einen gleitenden Saugmechanismus gebaut, der unseren Roboter wie eine Schnecke gleiten lässt", so Forschungsleiter Tianqi Yue.

Biohybrid-Roboter sät selbstständig Bäume aus

So sieht der säende Biohybrid-Roboter auf einer Hand im Labor aus (Foto: opentalk.iit.it)

Der im Rahmen des europäischen Projekts "i-Seed" von einem Team um Barbara Mazzolai vom Istituto Italiano di Tecnologia (IIT) entwickelte biohybride Roboter "Hybribot" erleichtert künftig das Aufforsten. Der Biohybrid-Roboter trägt die Samen von Bäumen in sich, die über der Fläche weiträumig abgeworfen werden, die es zu bewalden gilt. Jeder Hybribot kann sich, angetrieben von Feuchtigkeit in Form von Regen oder feuchter Luft, ein wenig bewegen, braucht also keine zusätzliche Energiequelle.

Neuer Roboter "W1" richtet sich bei Bedarf auf

W1 beim sicheren Slalom in einer Lagerhalle (Foto: limxdynamics.com)

"W1" heisst der neueste Multirad-Roboter des chinesischen Unternehmens LimX Dynamics. Dieser richtet sich bei Bedarf zu seiner vollen Grösse von 152 Zentimetern auf und rollt auf nur noch zwei Rädern davon. Er stabilisiert sich selbst, so wie ein Zweirad, auf dem man steht und vorwärts rollt, sobald man sich leicht nach vorn beugt. Das bekannteste Fahrzeug dieser Art ist der in den USA entwickelte Segway PT des gleichnamigen Unternehmens, das mittlerweile zum Pekinger Unternehmen Ninebot gehört, den Segway PT aber nicht mehr baut.

Wärme treibt synthetische Roboraupe voran

Synthetische Raupe auf Wanderschaft (Foto: engineering.princeton.edu, Frank Wojciechowski)

Ingenieure der Princeton University und der North Carolina State University haben die uralte japanische Papierfaltkunst Origami mit modernen Thermo-Werkstoffen kombiniert, um einen weichen Roboter zu entwickeln, der sich mit Leichtigkeit durch Labyrinthe schlängelt. Diese Art von Robotern ist schwer zu steuern, da Lenkvorrichtungen oft deren Steifigkeit erhöhen, sodass die Flexibilität darunter leidet. Das neue Design überwindet dieses Problem, weil das Lenksystem direkt in den Körper des Roboters eingebaut ist, sagt Princeton-Postdoc Tuo Zhao.

Neue Roboschnecken können Brücken bauen

Roboschnecken überwinden ein hohes Hindernis (Foto: cuhk.edu.hk/english)

Ausgerechnet an Schnecken, die zu den langsamsten Lebewesen der Welt gehören, haben sich Forscher um Da Zhao, Doktorand der Elektrotechnik an der Chinesischen Universität von Hongkong, orientiert, um eine neue Roboterklasse zu entwickeln. Auch die künstlichen Schnecken stehen, was ihre Fortbewegung angeht, den Vorbildern in nichts nach. Im Schwarm können sie zu 3D-Gebilden werden, die Brücken bauen, um Spalten zu überwinden, und sich übereinandertürmen, um hohe Stufen zu bewältigen.

Ein Roboter, der auch Wände hoch klettern kann

Kletter-Roboter mit ausgefahrener Aufstiegshilfe (Foto: romela.org, ucla.edu)

Forscher des Robotics & Mechanisms Laboratory und der University of California Los Angeles haben einen Roboter entwickelt, der sowohl auf ebenen Flächen ausbalanciert auf zwei Rädern rollt ("EEWOC") als auch bei Bedarf die kleine Vorrichtung "EEMMMa" zum Wandklettern ausfährt. Das verleiht ihm Einmaligkeit, denn die Zusatzeinrichtung macht ihn zum schnellsten Kletterroboter der Welt. Er schafft 0,24 Meter pro Sekunde.

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