Mikroroboter verabreichen Medizin und erledigen Biopsien

Darm: Mikroroboter dringen in die Schleimschicht ein (Foto: pixabay.com, Lakshmiraman Oza)

Ein Schwarm winziger, formverändernder Roboter aus Ganzmetall könnte eines Tages Medikamente abgeben und schmerzlos Biopsieproben sammeln. Danach würden sie sich sicher und ohne die Notwendigkeit einer Entfernung auflösen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Johns Hopkins University School of Medicine mit Sitz in Baltimore im US-Bundesstaat Maryland. Laut Forschungsleiterin Ling Li hat sich bei Tests mit Mäusen die Strapazierfähigkeit und die Sicherheit der ersten derartigen Mikroroboter bestätigt.

Rohstoffe für Drohnen und Roboter werden knapp

Drohne: Rohstoff-Engpässe durch den Boom bei Fluggeräten (Foto: liu xiaozhong, pixabay.com)

Der Bedarf an zivilen Drohnen und autonomen Robotern wird in den nächsten zehn bis 15 Jahren explosionsartig ansteigen, prognostizieren Forscher der Princeton University. Bei Drohnen könnten es pro Jahr zehnmal so viele sein wie heute, bei humanoiden und vierbeinigen Robotern sogar 100 Mal so viele. Dass sich der Bedarf decken lässt, bezweifeln die Wissenschaftler, zumal auch noch unzählige Drohnen hinzukommen, die kriegerischen Zwecken dienen.

Smarter Robo-Greifer "sieht" wie ein Mensch

'Sehender' Robo-Greifer beim Aufstellen einer Münze (Foto: nus-lins-lab.github.io/FingerEyeWeb)

Zhixuan Xu und Yuchen Li von der Cornell University haben mit "Fingereye" ein neues robotisches Feedback-System entwickelt. Damit kann ein Roboter seine Handlungen während der gesamten Interaktion mit Gegenständen oder Personen anpassen. Die beiden Wissenschaftler arbeiten für die National University of Singapore und den chinesischen Roboterhersteller Roboscience.

Exoskelett bringt Gelähmten das Gehen bei

Gelähmter: Betroffene könnten bald nicht mehr auf den Rollstuhl angewiesen sein (Foto: pixabay.com)

Mit einem von Gehirnströmen gesteuerten Exoskelett und einer sensorischen Rückmeldung der tatsächlich ausgeführten Bewegungen wollen Experten des California Institute of Technology und der Keck School of Medicine sowie der University of California Irvine Menschen mit Rückenmarksverletzungen oder anderen Krankheiten wieder gehen lassen. Als Testperson diente eine gelähmte 50-Jährige. Sie benötigte zehn Übungseinheiten, und mit dem Exoskelett sicher gehen zu können.

Beim Peking-Halbmarathon laufen erstmals Roboter klar vor den Menschen durchs Ziel

Roboter beim Peking-Halbmarathon (Bild:AFP/P.Pardo)

Beim Peking-Halbmarathon am 19. April waren humanoide Roboter erstmals deutlich schneller als die menschliche Konkurrenz. Der siegreiche Roboter der chinesischen Smarphone-Marke Honor (Modell "Blitz“) legte die 21,1 Kilometer lange Strecke in einer Zeit von 50 Minuten und 26 Sekunden zurück. Damit unterbot die Maschine nicht nur die menschlichen Profisportler des Rennens, sondern auch den offiziellen menschlichen Weltrekord, den der ugandische Läufer ‌Jacob Kiplimo im März ​in Lissabon aufgestellt hatte (57:31 Minuten), um mehrere Minuten.

Neuer Robo-Fisch ist wendig wie ein Hase

Ein Messerfisch (links) und der Robo-Nachbau (Illustration: Ze-Jun Liang et al., Ocean, 2026)

So wendig wie der Weissstirn-Messerfisch ist ein Unterwasserroboter von Forschern der Northwestern Polytechnischen Universität mit Sitz in Xi’an, der Hauptstadt der Provinz Shaanxi in China. Obwohl er blitzschnell scharfe Kurven nehmen und ebenso flott die Richtung wechseln kann, ist der Körper des Fisches relativ starr. Für den Nachbau bedeutet das eine höchst einfache Konstruktion, denn sowohl das Original als auch der Nachbau bewegen sich durch die ungewöhnlichen Bewegungen einer einzigen, bandartigen Flosse an der Unterseite.

Roboter arbeiten bald für zwei Dollar je Stunde

Automatisierung in der Industrie: KI-Trend ist nicht mehr aufzuhalten (Bild: ChatGPT/Dall-E)

Laut Consultant Roland Berger könnten humanoide Systeme durch Fortschritte bei KI und Robotik-Hardware zu Betriebskosten von rund zwei Dollar pro Stunde arbeiten. Damit wären sie in Hochlohnländern wie dem DACH-Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz) ein entscheidender Hebel, um Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, neue Industrien entstehen zu lassen und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Robohund mit KI als idealer Blindenführer

Robo-Blindenhund: Gerät plant, spricht und führt (Foto: Jonathan Cohen, binghamton.edu)

Forscher der Binghamton University haben einen Roboterhund entwickelt, der gesprochene Befehle versteht und mit seinem Besitzer kommuniziert, während beide gemeinsam ein Ziel ansteuern. "Wir kommen jetzt an eine Treppe, die abwärts führt", sagt der Robohund zum Beispiel. Und wenn sein Besitzer sagt, er habe einen Termin beim Hausarzt, ermittelt der Roboter den Weg, auf dem die wenigsten Hürden zu überwinden sind.

Seiten

Robotik abonnieren