Vereinigte Staaten subventionieren Chipindustrie mit Milliardenbeträgen

Symbolbild: Pixabay/Colin

Die Vereinigten Staaten greifen zur Unterstützung ihrer heimischen Chipindustrie im Wettrennen mit China und Europa tief in den Subventionstopf. So hat US-Präsident Joe Biden am Dienstag nun den fast 53 Milliarden Dollar schweren "US Chips and Science Act" unterzeichnet. Die Konzernbosse von Micron, Intel, Lockheed Martin, HP und AMD sowie weitere Industrie- und Gewerkschaftvertreter, Abgeordnete und Gouverneure waren bei der Unterzeichnung des Papiers anwesend. Details der Förderungen müssten allerdings noch ausgearbeitet werden, heisst es.

Berliner Digitalbank Nuri meldet Insolvenz an

Bild: Nuri

Das Berliner Fintechunternehmen Nuri, das eigenen Angaben zufolge zuletzt auf rund 500'000 Kunden und auf verwaltete Assets von 325 Millionen Euro kam, hat beim Amtsgericht in Berlin einen Insolvenzantrag eingereicht. Dieser Schritt sei notwendig geworden, um den "Weiterbetrieb der App und die Erfüllung der Verbindlichkeiten von Nuri sicherzustellen", lässt die Digitalbank verlauten. Auch während des Insolvenzverfahrens hätten Kunden Zugang zu ihren Einlagen und sie könnten jederzeit in vollem Umfang abheben, heisst es weiters dazu.

Micron will Milliarden in Speicherchipfertigung investieren

Buttert Milliarden in die Speicherchipherstellung: Micron (Bild: Micron)

Offenbar zeigt das neue US-Gesetz zur Förderung der Halbleiterproduktion Wirkung, will doch das Branchenschwergewicht Micron mit Zentrale in Boise im Bundesstaat Idaho Milliarden in die Speicherchipfertigung in den USA buttern. Bis Ende dieses Jahrzehnts sollen in mehreren Stufen 40 Mrd. Dollar (39 Mrd. Euro) dafür ausgegeben werden, lässt Micron verlauten. Das Unternehmen verwies dabei explizit auf die Subventionen aus dem "Chips and Science Act". Bei Micron sollen dabei 5.000 Jobs entstehen.

Scout24 mit Umsatzsprung

Sitz von Scout24 in München (Bild: Vangore/CC BY-SA 3.0)

Der Online-Immobilienmarktplatz Scout24 (Immoscout24) meldet für das zweite Quartal des laufenden Fiskaljahres erneut einen Umsatzsprung. Konkret stiegen die Einnahmen im Vorjahresvergleich um 14,4 Prozent auf nunmehr knapp 110 Millionen Euro, wie das im Frankfurter MDax notierte Unternehmen in München und Berlin bekannt gibt und damit die in der vergangenen Woche vorgelegten Eckdaten zur Umsatz- und Gewinnentwicklung bestätigt.

Also Holding kündigt Aktien-Rückkaufprogramm an

Also-Zentrale in Emmen (Bild: zVg)

Der auf Informations- und Telekommunikationstechniken fokussierte international tätige Technologieanbieter Also mit Holding-Sitz im innerschweizerischen Emmen hat ein Aktien-Rückkaufprogramm angekündigt. Es soll ab dem 10. August zu Marktpreisen auf der ersten Handelslinie durchgeführt werden und hat gemäss Mitteilung ein Volumen von bis zu 100 Millionen Euro (nach heutigem Kurs zirka 5 Prozent der Marktkapitalisierung).

Softbank schreibt Megaverlust in Höhe von über 23 Milliarden Euro

Logobild: Softbank

Der japanische Telekommunikations- und Medienkonzern Softbank mit Unternehmensbereichen im Breitbandfernsehen, Festnetz-Telekommunikation, E-Commerce, Internet, Robotik, Technologie Service, Finanzen, Medien und Vermarktung muss der Krise bei den Tech-Aktien Tribut zahlen schreibt im Quartal von April bis Juni 2022 einen horrenden Verlust in Höhe von 3,16 Billionen Yen (fast 23,5 Milliarden Euro). Zum Vergleich: Im selben Vorjahreszeitraum stand noch ein Gewinn von rund 5,5 Milliarden Euro zu Buche.

Amazon will sich iRobot schnappen

Greift nach iRobot: Amazon (Bild: Amazon)

Der US-amerikanische Online-Versandhandels- und Cloud-Riese Amazon will sich die für ihre selbstfahrenden Roomba-Staubsauger bekannte US-Firma iRobot einverleiben. Als Kaufpreis seien 61 Dollar pro Aktie vereinbart worden, lassen die beiden Unternehmen wissen. Damit werde iRobot inklusive seiner ausstehenden Schulden insgesamt mit rund 1,7 Mrd. Dollar (1,67 Mrd. Euro) bewertet. Amazon will die Summe in bar zahlen. Damit es so weit kommt, braucht es noch die Zustimmung der Aktionäre sowie Aufsichtsbehörden.

Mit Freevee lanciert Amazon in Deutschland einen neuen Gratis-Streamingdienst

Symbolbild: Pixabay/Stocksnap

Der Online-Versandhandels- und Cloudriese Amazon hat mit Freevee in Deutschland einen neuen Streamingdienst lanciert, der sich rein durch Werbung finanzieren soll. Filme und Serien sollen ohne zusätzliche Kosten für die Nutzer, dafür aber mit Werbeunterbrechungen gezeigt werden, heisst es. Nach den USA und Grossbritannien ist Deutschland damit das dritte Land, in dem dieses Angebot offeriert wird.

Paypal mit Gewinneinbruch

Paypal Headquarters in San Jose (Bild: Sagar Savia/ CC BY-SA 3.0)

Der Online-Bezahldienst Paypal muss für das zweite Quartal des laufenden Jahres gegenüber dem Vorjahreswert einen Rückgang beim Betriebsgewinn um 32 Prozent auf 764 Millionen Dollar zur Kenntnis nehmen. Das Nettoergebnis schlitterte sogar mit 341 Millionen Dollar ins Minus. Grund waren aber vor allem Sonderfaktoren wie höhere Steuern. Das Tagesgeschäft lief relativ rund. So konnte Paypal den Umsatz im Jahresvergleich um 9 Prozent auf 6,8 Milliarden Dollar steigern.

US-Kongress verabschiedet Milliardenpaket zur Förderung des US-Chipgeschäftes

Symbolbild: Pixabay/Colin

Nach mehr als einem Jahr Verhandlungen hat der US-Kongress nun ein milliardenschweres Paket zur Förderung der einheimischen Chipbranche verabschiedet. Nach dem Senat votierte auch das Repräsentantenhaus mit Stimmen sowohl der Demokraten als auch Republikaner für die Vorlage, die staatliche Förderung in Höhe von etwa 52 Milliarden Dollar (51,2 Mrd. Euro) vorsieht.

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