Europäische Netzausbausteuer für Streaming-Anbieter könnte Nutzer teuer zu stehen kommen

Streaming: Netzausbausteuer könnte Anwender teuer zu stehen kommen (Symbolbild: Picjumbo/Viktor Hanacek)

Die massive Popularität von Google, Facebook und Streaming-Anbietern wie Netflix hat in den letzten Jahren zu einem massiven Anstieg des Datenverkehrs im Netz gesorgt. Die Kosten, die dafür nötige Infrastruktur zu erhalten und auszubauen, stemmen derzeit allein die jeweiligen Netzbetreiber. Diese wollen allerdings jetzt europaweit die US-Konzerne für vermittelte Daten zur Kasse bitten.

Streaminganbieter Discovery+ vor dem Markteintritt in Deutschland

Bild: Warner Brother Discovery

Mit Discovery+ startet am 28. Juni ein weiterer Streaminganbieter im deutschen Markt, wie der Mutterkonzern Warner Bros. Discovery bekannt gibt. Den Angaben zufolge ist discovery+ die globale Nummer Eins wenn es um das Streaming von Non-Fiction- und Real-Life-Entertainment-Inhalten geht. Bereits zum Start in Deutschland und Österreich warte Discovery+ mit einem umfangreichen Angebot an exklusiven Inhalten und Eigenproduktionen auf, so das Unternehmen. Dabei gehe es zum Beispiel um "Lifestyle, Wohnen und Essen, True Crime, Paranormales, Abenteuer, Wissenschaft, Technik oder Umwelt".

Twitch-Streamer werden am Umsatz beteiligt

Twitch: Streamer verdienen künftig mit Werbung (Bild: Caspar Camille Rubin auf Unsplash.com)

Das Live-Streaming-Videoportal Twitch will die Einstiegshürden für Content-Produzenten ins boomende Werbegeschäft reduzieren. Um dieses Ziel zu erreichen, hat das Online-Portal sein hauseigenes "Ads Incentive Program" (AIP) nun für mehr Streamer geöffnet und gleichzeitig das Auszahlungsschema für Werbegelder geändert. Statt eines fixen Pauschalbetrags sollen Produzenten ab sofort prozentual am Umsatz beteiligt werden und dadurch deutlich mehr verdienen, so das kalifornische Unternehmen.

Streaming: Apple sichert sich Exklusivvertrag mit Major League Soccer

Streaming: Apple schliesst Exklusivvertrag mit Major League Soccer (Symbolbild: iStock/Damircudic)

Die iPhone-Erfinderin Apple baut im Streaming-Wettbewerb mit Netflix und Amazon seine Sport-Übertragungsrechte weiter aus. So wird der IT-Riese mit Zentrale im kalifornischen Cupertino ab 2023 exklusiv weltweit die Streamingrechte für die Major League Soccer (MLS) haben, heisst es. Die MLS ist die höchste Spielklasse im US-amerikanischen und kanadischen Fussball. Jedes einzelne MLS-Spiel könne man über die Apple-TV-App streamen, ohne regionale Sperren oder Einschränkungen. Dazu muss man allerdings ein MLS-Abo abschliessen.

Netflix forciert Livestream-Funktion für Comedy-Shows

Bild: Souvik Banerjee auf Unsplash

Neben zahlreichen selbst produzierten Serien und Filmen ist Netflix auch für seine Comedy Specials, also Live-Shows bekannter Komikerinnen und Komiker, bekannt. Derzeit kann man diese bloss als Aufzeichnung ansehen, eine Tatsache, die sich nun ändern könnte. Der Streaming-Riese arbeitet offenbar an einem Livestream-Feature zur Übertragung von Stand-Up-Shows und weiteren Live-Inhalten.

Schweizer Stimmvolk für Filmförderung durch Streamingdienste wie Netflix

Schweiz für Filmförderung durch Streaminganbieter (Bild: Pixabay/ Geralt)

In der Schweiz sprach sich das Stimmvolk mit 58,4 Prozent Jastimmen klarer als allgemein erwartet für eine Anname der "Lex Netflix" aus. Damit müssen sich Streaming-Anbieter wie Netflix oder Disney+ ab Anfang 2024 mit vier Prozent ihres in der Schweiz erwirtschafteten Umsatzes an Schweizer Film- und Serienproduktionen beteiligen.

Netflix: 84 von 100 Kunden sind Stream-Schnorrer

Netflix: Viele Account-Besitzer teilen ihre Zugangsdaten leichtfertig (Foto: Souvik Banerjee auf Unsplash.com)

Pro Streaming-Account gibt es mindestens zwei Profiteure, die ein Konto nutzen, ohne dafür zu bezahlen. Das zeigt eine Umfrage des Multi-Faktor-Authentifizierungs-Spezialisten Beyond Identity unter 1.015 Personen. Netflix bleibt dabei die beliebteste Plattform für die Weitergabe von Passwörtern, aber auch Disney+ und Amazon Prime Video sind davon betroffen.

Spotify weiter auf Wachtumskurs

Spotify-Sitz in Stockholm (Bild: Erik Stattin/CC BY-SA 3.0)

Die schwedische Musikstreaming-Anbieterin Spotify konnte im vergangenen Quartal trotz der Kontroverse um den Podcast-Star Joe Rogan weiter zulegen. Konkret schloss der Branchenprimus aus Stockholm das letzte Vierteljahr mit 182 Millionen Abo-Kunden ab und damit mit um zwei Millionen mehr als Ende 2021. Spotify verdaute damit auch den schlagartigen Verlust von 1,5 Millionen Kunden in Russland, wo der Dienst angesichts der internationalen Sanktionen wegen des Krieges in der Ukraine den Betrieb einstellte.

Netflix mit Kundenschwund - Aktie stürzt über 20 Prozent ab

Bild: Souvik Banerjee auf Unsplash

Der Streamingmarktführer Netflix hat erstmals seit mehr als zehn Jahren ein Quartal mit Kundenschwund verkraften müssen. In den drei Monaten bis Ende März wurden rund 200.000 Abonnentinnen und Abonnenten abgemeldet, wie Netflix gestern nach US-Börsenschluss mitteilte. Die Anzahl der weltweiten Bezahlabos lag zum Quartalsende bei 221,6 Millionen. Eigentlich hatte das Unternehmen laut eigener Prognose mit einem Zuwachs von 2,5 Millionen Kundinnen und Kunden gerechnet.

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