Klartextbefehle für Roboter

Roboter verstehen jetzt Befehle in menschlicher Sprache (Foto: pixabay.com, Dimitrios K)

Forschern des Huawei Noah's Ark Lab, der Technischen Universität Darmstadt und der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich ist es gelungen, mit einem grossen Sprachmodell (LLM, large language model) schriftliche Befehle in Maschinensprache zu übersetzen, die Roboter verstehen und befolgen können. Somit können diese in öffentlichen Räumen, Privathaushalten und Büros eingesetzt werden, ohne dass Spezialisten ihnen Steuerungsanweisungen in Maschinensprache geben müssen.

Ultraschallbilder steuern humanoiden Roboter

Robotertraining mit dem Ultraschall-Armband (Foto: Melanie Gonick)

Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) bringen eine Roboterhand dank eines Hightech-Armbands zur perfekten Nachahmung von Bewegungen. Statt Kamerabildern, die in Befehle für den Roboter umgesetzt werden, genügt künftig das Armband, das den Roboter steuert. Es erzeugt Ultraschallbilder der Muskeln, Sehnen und Bänder des Handgelenks, während sich die Hand bewegt. Diese werden von einem System genutzt, um Steuerbefehle zu generieren.

Roboter erkennen versteckte Objekte dank KI

So sieht das neue KI-basierte System 'Wave-Former' versteckte Objekte (Foto: mit.edu)

Mithilfe der Reflexionen von elektromagnetischen Wellen und Künstlicher Intelligenz (KI) lassen Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) Roboter völlig oder teilweise verborgene Gegenstände finden. Die Wellen durchdringen das, was die gesuchten Objekte verbirgt. Diese reflektieren die Signale oder Teile davon. Daraus erzeugt der Empfänger ein Bild, das das gesuchte Objekt ganz, meist aber nur teilweise zeigt. Dieses vergleicht das System mit Bildern, die es im Training gespeichert hat und entscheidet sich für das, was dem gesuchten Objekt am nächsten kommt.

Roboter versteht dank KI Gesten und Sprache

Erfolgreicher Test mit Sprache und Gestik im Labor (Illustration: Tellex Lab, brown.edu)

Robotiker der Brown University verbessern die Kommunikation mit humanoiden Robotern, indem sie zuvor erteilte Befehle mit Gesten bei der Suche nach Objekten unterstützen, die nicht so leicht zu identifizieren sind. Die Erfolgsquote steigt mit dieser Methode deutlich an, so Doktorandin Ivy He, die sich auf die Interaktion zwischen Mensch und Computer spezialisiert hat.

Robo-Radler flitzt, springt, tanzt und macht Salti

Radel-Robo: Diese Maschine schafft sogar einen Salto (Bild: rai-inst.com)

Einen agilen zweirädrigen Roboter hat das Robotics and AI Institute (RAI) entwickelt. Das "Ultra Mobility Vehicle" (UMV) hüpft auf dem Hinterrad, springt auf einen Tisch, sprintet davon und bremst abrupt, um dann auf der Stelle zu balancieren - und er schafft sogar einen Salto. Der "Fahrer" ist ein Mikroprozessor.

Robo-Greifer nach dem Vorbild des Neunauge-Saugnapfes

Neunauge-Saugnapf: Original und technische Adaption (Illustration: Cyborg and Bionic Systems)

Der Saugnapf des fernöstlichen Bachneunauges (Lethenteron reissneri) ist Vorbild für ein neues Gerät von Forschern der Peking-Universität. Es kann schwergewichtige Objekte festhalten, damit sie sich von einem Ort zum anderen transportieren lassen. Das von einem Team um Junzhi Yu entwickelte Greifsystem kann das 850-Fache seines Eigengewichts festhalten.

Feuerlöschroboter bleibt bei grösster Hitze cool

Autonomer Feuerlöschroboter von Hyundai fertig zur Auslieferung (Foto: hyundaimotorgroup.com)

Der südkoreanische Mischkonzern Hyundai hat zusammen mit der National Fire Agency (NFA) einen autonom agierenden Feuerlöschroboter mit Vierradantrieb entwickelt. Dieser soll bei Bränden die Aufgaben übernehmen, die für Menschen besonders gefährlich sind. In den vergangenen zehn Jahren sind 1.788 Feuerwehrleute bei Einsätzen verletzt oder getötet wurden. Die neuen Roboter, von denen bisher zwei ausgeliefert worden sind - zwei weitere folgen in Kürze - sollen diese Quote senken.

Robotertraining mit künstlichen Katzenpfoten

Natürliche Sensoren und technische Nachbildungen (Illustration: Cyborg and Bionic Systems)

Forscher des King's College London orientieren sich an einigen der bekanntesten "Sensoren" der Natur wie Katzenpfoten und Elefantenrüssel, um noch ausgereiftere technische Sensoren mit einem menschenähnlichen Tastsinn zu entwickeln. In Kombination mit Arbeiten zum Training dieser Sensoren in einer Weise, die das taktile Gedächtnis des Menschen widerspiegelt, sollen Zeitaufwand und Kosten zur Herstellung von Robotern der nächsten Generation drastisch sinken.

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