Tintenstrahldrucker erzeugt Reflexionsspiegel

Farbige, gedruckte Spiegelschicht auf Folie (Foto: Qihao Jin, KIT; DOI: 10.1002/adma.202201348)

Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, mit dem sich erstmals Bragg-Spiegel mit einer Reflektion von mehr als 99 Prozent in variabler Grösse drucken lassen. Bisher mussten diese Spiegel aufwendig in teuren Vakuumapparaturen hergestellt werden. Das Verfahren könnte den Weg zur digitalen Fertigung massgeschneiderter Spiegel eröffnen. Details sind in "Advanced Materials" nachzulesen.

Künstliche Intelligenz erfasst zukünftige Corona-Varianten

Die neuen Algorithmen sagen voraus, wie das Coronavirus mit den Rezeptoren auf menschlichen Zellen (unten) wechselwirkt. (Grafik: Science Photo Library / Adobe Stock / Montage)

Forschende verschafften sich einen Überblick darüber, wie sich das Pandemievirus weiterentwickeln könnte. Eine von ihnen entwickelte, KI-basierte (künstliche Intelligenz) Methode könnte helfen, Antikörpertherapien und Impfstoffe zu entwickeln, die auch gegen zukünftige Virusvarianten wirksam sind.

Licht lädt Handys der Zukunft berührungslos

So können in Zukunft mobile Geräte aufgeladen werden (Bild: Jinyong Ha, en.sejong.ac.kr)

Smartphones der Zukunft lassen sich laut Jinyong Ha von der südkoreanischen Sejong University ständig aufladen - und zwar mittels unsichtbarem Infrarotlicht. "Die Möglichkeit, Geräte drahtlos mit Strom zu versorgen, könnte die Notwendigkeit beseitigen, Stromkabel für Telefone oder Tablets zu nutzen. Unsere Technik könnte auch Sensoren mit Strom versorgen, die im Internet der Dinge (IoT) eingesetzt werden, um Prozesse in Fertigungsanlagen zu überwachen", sagt er. Labortests hätten gezeigt, dass sich auf Basis von Licht der Strom über eine Entfernung von bis zu 30 Metern übertragen lässt.

Sensor analysiert Flüssigkeiten in Sekunden

er neue hochsensible Sensorchip in einem Plastikgehäuse (Foto: Hurnaus, tuwien.at)

Forscher der Technischen Universität (TU) Wien haben einen neuen Infrarotsensor entwickelt, der in Sekundenbruchteilen Inhaltsstoffe von Flüssigkeiten detektiert. Der nur fingernagelgroße Chip ist, so die Entwickler, sensitiver als andere Standard-Messgeräte und ersetzt somit sperriges Labor-Equipment. Details wurden in "Nature Communications" publiziert.

Knochen: KI schafft viel genauere Datierung

Schädel: KI ermöglicht eine deutlich genauere Datierung (Foto: pixabay.com, poliroberty900)

Ein internationales Team unter der Leitung der Lund University hat dank der Nutzung Künstlicher Intelligenz (KI) ein Verfahren entwickelt, das bis zu 10.000 Jahre alte menschliche Überreste genau datieren kann. Die exakte Datierung von vorzeitlichen Überresten ist laut den Wissenschaftlern der Schlüssel bei der Abbildung, wie die Menschen während der Weltgeschichte gewandert sind. Als Datierungsverfahren wird seit den 1950er-Jahren die Radiokarbonmethode eingesetzt. Diese ist jedoch in Hinblick auf die Genauigkeit nicht immer zuverlässig.

Größter industrieller Delta-3D-Drucker gebaut

Druckkopf schwebt über der Druckplatte, befestigt an drei Armen (Foto: jacobs-university.de)

Forscher der Jacobs University Bremen haben den grössten industriellen Delta-3D-Drucker der Welt entwickelt. Der vier Meter hohe Apparat soll den Bau von Prototypen effizienter, kostengünstiger, schneller und flexibler machen. Der neue Drucker erlaubt es laut den Wissenschaftlern, durch das additive Fertigungsverfahren kostengünstig komplexe Einzelteile für Prototyen herzustellen, die sich noch in der Testphase befinden. So lasse sich deren Design bei Bedarf flexibel und ökonomisch den Testergebnissen anpassen und erneuern.

Roboter lernen nun auch Stoffe zu verarbeiten

So erfasst der neue Roboter Stoffteile mit seinem Greifer (Fotos: Tirumala et al)

Forscher des Robotic-Instituts der Carnegie Mellon University haben eine Technik entwickelt, die Roboter zu Textilverarbeitern macht. Sie basiert auf der Verwendung eines taktilen Sensors und eines einfachen maschinellen Lernalgorithmus, der als Klassifikator bekannt ist. Ein Klassifikator ordnet Objekte bestimmten Kategorien zu, in diesem Fall Stoffarten. Die meisten Versuche, Robotern den Umgang mit Stoffen einzutrichtern, fussen auf dem Einsatz von Kameras, die nur visuelle Daten sammeln. Die Art des Stoffes, sei es feine Seide oder grober Wollstoff, bleibt dabei weitgehend verborgen.

Chipfreier Sensor kommuniziert drahtlos

Chipfreier, drahtloser MIT-Sensor: Wegbereiter für die nächste Generation (Bild: mit.edu)

Ingenieure des Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben eine chipfreie, drahtlose elektronische "Haut" entwickelt. Der tragbare Sensor erfasst und überträgt Signale in Bezug auf Puls, Schweiss und UV-Strahlung. Sperrige Chips oder Batterien sind dafür nicht nötig. Details zum Entwurf sind in der Fachzeitschrift "Science" nachzulesen.

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