Im Attosekunden-Blitzer offenbaren Elektronen ihre Händigkeit

Trifft drehendes Licht auf chirale Moleküle, werden Elektronen bevorzugt vorwärts oder rückwärts emittiert. Mit Attosekundenpulsen (blau) und Infrarotpulsen (rot) lässt sich die Richtung steuern und umkehren.  (Bild: Alexander Blech / FU Berlin)

Chemiker:innen der ETH Zürich konnten mit extrem kurzen, drehenden Lichtblitzen erstmals die ungleichen Bewegungen von Elektronen in spiegelbildlichen Molekülen vermessen und steuern. Damit zeigten sie, dass die Händigkeit vom Molekülen nicht nur ein strukturelles, sondern auch ein elektronisches Phänomen ist.

Photodiode lässt Robos wie Menschen sehen

Vergleich von menschlichem und neuem maschinellem Sehen (Illustration: Nature Nanotechnology)

Eine neuartige Photodiode, die sich an der Technik der Bildgebung der Netzhaut im Auge orientiert, soll die Mängel bisheriger Sensoren dieser Art überwinden. Den Durchbruch gaschafft haben Forscher der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (CAS), des Sino-Danish Center for Education and Research und anderer Institute.

Hochsensible Roboterhaut agiert gefühlvoll

Roboter: sehende und fühlende elektronische Haut entwickelt (Foto: pixabay.com, Thor_Deichmann)

Forscher des Japan Advanced Institute of Science and Technology haben eine neue hochsensible Roboterhaut entwickelt, die einen Greifer namens "Protac" umhüllt. Sie kann nicht nur fühlen, sondern auch sehen. Das soll Menschen, die mit ihm zusammenarbeiten oder sich von ihm bedienen oder pflegen lassen, grobe Schubser und festes Zupacken dort verhindern, wo es weh tut. Langfristig könnte dies zu neuen Ganzkörper-Sensorsystemen für humanoide Roboter beitragen.

Neue Generation von Mikrorobotern arbeiten in wässrigen Umgebungen zusammen

3D-modularer Mikroroboter: Smartlet auf einer Fingerspitze (Foto: Jacob Müller, tu-chemnitz.de)

Forscher der Technischen Universität Chemnitz haben mit den sogenannten "Smartlets" eigenen Angaben nach eine neue Generation autonomer Mikroroboter entwickelt, die in wässrigen Umgebungen kommunizieren, agieren und zusammenarbeiten können. Details sind in "Science Robotics" nachzulesen.

Präzisionsmoleküle für die Elektronik der Zukunft

Ein Graphen-Nanoband verbindet die Porphyrin-Moleküle, jedes davon mit einem Metallzentrum (rot), wie eine molekulare Lichterkette. Die Metallatome werden von vier Stickstoffatomen (blau) in der Mitte des Porphyrins gehalten. — © Empa

Empa-Forschenden ist es gelungen, organische Porphyrin-Moleküle mit funktionellen Metallzentren an ein Graphen-Nanoband zu binden, und das mit atomarer Präzision. Das resultierende Hybridsystem ist magnetisch und elektronisch gekoppelt und ermöglicht eine Vielzahl von Anwendungen in der molekularen Elektronik, von chemischen Sensoren bis hin zu Quantentechnologien.

Chatbot "Noora" bringt Autisten Empathie bei

Psychiaterin Koegle macht Chatbots zu ASS-Experten (Foto: Stanford University)

Der KI-gestützte Chatbot "Noora" verhilft Patienten mit Autismus-Spektrum-Störung (ASS) zu mehr Empathie und sozialer Kompetenz. Denn laut Untersuchungen der University of California Santa Barbara hilft das Üben sozialer Interaktion mit Fachleuten. Lynn Koegel von der Stanford University hat analysiert, ob sich ASS-Fachleute durch einen KI-gestützten Chatbot tatsächlich ersetzen lassen.

Smartes Exoskelett macht Gelähmte mobil

Versuchsanordnung: Test des neuen Roboters an einem Dummy (Foto: harvard.edu)

Forscher der Harvard University geben Schlaganfall-Patienten oder jenen mit Amyotropher Lateralskelrose (ALS) mit einem tragbaren weichen Exoskelett ihre motorischen Fähigkeiten zurück. Damit sind ihnen wieder alltägliche Verrichtungen wie das Zähneputzen, Haarekämmen oder Essen möglich. Dass Gerät kann sogar Therapien unterstützen, mit denen Patienten ihre Beweglichkeit zurückgewinnen sollen, heisst es.

Software entlarvt Propaganda auf Telegram

Telegram: Tool entlarvt Propaganda auf der Plattform schneller (Foto: Victoria, pixabay.com)

Forscher der Ruhr-Universität Bochum (RUB) und des Max-Planck-Instituts für Sicherheit und Privatsphäre haben einen automatisierten Detektionsmechanismus zur Erkennung von Propaganda auf Telegram mit einer Trefferrate von 97,6 Prozent programmiert. Dieser ist eigenen Angaben nach um 11,6 Prozent besser als ein Mensch, vorausgesetzt, dieser stösst zufällig auf einen entsprechenden Post.

KI-basierte Methode sorgt für optimal gefüllte Lager

Früchte: Neue Lagersoftware optimiert den Einkauf (Foto: Elizabeth Ekman, pixabay.com)

Forscher der Mercatory-Universität und der Universität Neapel Federico II modellieren mit einer neuen KI-gestützten Methode die Veränderungen von Lagerbeständen - wenn weder die Kundennachfrage noch der Nachschub durch Lieferanten vorhersehbar sind und entgangene Umsätze nicht ausgeglichen werden können. Der Ansatz liefert genauere Schätzungen als gängige Faustregeln der Branche und könnte Unternehmen helfen, kostspielige Ladenhüter und Engpässe zu vermeiden.

HSLU entwickelt KI-Maschine, die hochpräzise zählt

Symbolbild: Pixabay/Justdiy Team

Ob bei Diamanten oder teuren Hanfsamen: Wer sich hier verzählt, verliert schnell viel Geld. Die Hochschule Luzern (HSLU) entwickelt deshalb eine Maschine, die mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) hochpräzise zählt – und dabei viermal schneller ist als das menschliche Auge.

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