Weniger Bildschirmzeit am Handy sorgt für bessere Stimmung

Smartphone-Nutzung: Reduktion tut gut (Bild: Pixabay)

Eine Untersuchung der Universität für Weiterbildung Krems (Niederösterreich) belegt: Kürzere Online-Zeiten senken Stress und verbessern psychische Gesundheit. Im Rahmen der Studie versuchten rund 250 Menschen in ganz Österreich drei Wochen lang, ihre tägliche Smartphone-Nutzung auf unter zwei Stunden zu senken. Die Universität begleitete das Experiment wissenschaftlich – mit klaren Ergebnissen: Schon nach kurzer Zeit verbesserten sich mehrere psychische Parameter deutlich.

Memristor hat nun atomar dünnen Speicher

2D-Memristor in hoher Auflösung: neue Anwendungen für KI möglich (Foto: Nature)

Ingenieure der Fudan-Universität um Chunsen Liu haben neue Memristoren entwickelt, deren Speicher Huckepack auf einem Silizium-Mikroprozessor sitzt und dünner ist als jeder andere auf der Welt. Er ist nur wenige Atomlagen dick, zählt also zu den zweidimensionalen Bauteilen. Mit dieser Entwicklung öffnet das Team eigenen Angaben nach den Weg hin zu kleineren elektronischen Geräten, die zudem mit weniger Energie auskommen.

Drivercheck: KI-basierter "Schutzengel“ für Autofahrende

Drivercheck verwendet eine miniaturisierte Kamera im Fahrzeuginnenraum und KI, um Herzfrequenz, Atmung und Wachsamkeit in Echtzeit zu überwachen (Foto: CSEM)

Während in Europa bereits Funktionen wie Notbremsung, Geschwindigkeitsassistent und Fahreraufmerksamkeitsüberwachung vorgeschrieben sind, um die Zahl von Verkehrsunfällen zu reduzieren, bleibt ein kritischer blinder Fleck bestehen: die Gesundheit der Fahrenden. Das Schweizer Technologie-Innovationszentrum CSEM schliesst nun diese Lücke mit "Drivercheck". Dabei handelt es sich um eine miniaturisierte Kamera im Innenraum, die Herzschlag, Atmung und Wachsamkeit kontinuierlich und mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) in Echtzeit überwacht.

Computermaus aus Holz: Grüne Elektronik dank biologisch abbaubaren Leiterplatten

Bei dieser Computermaus besteht nicht nur das Gehäuse aus bioabbaubarem Material, sondern auch die Leiterplatte. Bild: Empa — © Empa

Heutige Leiterplatten bestehen aus fossilen Rohstoffen und lassen sich kaum recyceln. Empa-Forschende haben eine biologisch abbaubare Variante entwickelt – ein wichtiger Schritt in Richtung nachhaltiger Elektronik. Ihr Biomaterial basiert vollständig auf Holz und lässt sich zu funktionierenden Platinen für elektronische Geräte verarbeiten.

KI testet Gehör so zuverlässig wie ein Experte

Test: KI ermittelt, wie gut ein Mensch hört (Bild: Clker-Free-Vector-Images, pixabay.com)

Forscher der University of Manchester haben einen KI-gestützten Höralgorithmus des "Digits-in-Noise-Tests" (DIN) entwickelt, der "Text-to-Speech" (TTS) und automatische Spracherkennungstechnologien (ASR) kombiniert. DIN ist ein Test, mit dem sich ermitteln lässt, wie gut eine Person gesprochene Ziffern versteht, wenn die Sprechstimme von Geräuschen überlagert ist.

Gehirn bleibt Vorbild für Computer der Zukunft

Künstliche Neuronen: Diese sollen für bessere Computer sorgen (Illustration: Jun Yao, umass.edu)

Computer nach Art des Gehirns haben Ingenieure der University of Massachusetts Amherst (UMass) mithilfe künstlicher Neuronen entwickelt, dessen elektrische Funktionen denen biologischer Neuronen sehr ähnlich sind. Damit haben sie die Tür zum Bau von Computern ein Stück weiter aufgestossen, die auf biologischen Prinzipien basieren, also so ähnlich funktionieren wie das menschliche Gehirn, das viel effektiver arbeitet als ein Rechner mit konventionellen Mikroprozessoren.

Exoskelett für die Hand: So filigran wie die menschliche Hand

Mit dem Ziel, komplexe Mechanismen zu vereinfachen, entwickelte Natalie Tanczak eine benutzerfreundliche Vorrichtung zur Wiedererlangung der Greiffähigkeit.  (Bild: Stefan Schneller / ETH Zürich)

Forschende der ETH Zürich entwickelten ein neuartiges Exoskelett für die Hand. Es unterstützt Patient:innen nach einem Schlaganfall, Greifbewegungen wiederzuerlernen. Mit seiner ziehharmonikaähnlichen Struktur ist es leicht, robust und einfach in den Alltag zu integrieren.

Pianisten haben die Klangfarbe in den Fingern

Klavierspiel: Subtile Fingerbewegungen beeinflussen das Timbre (Foto: pixabay.com)

Laut Forschern des zu den Sony Computer Science Laboratories gehörenden Neuropiano Institutes beeinflussen subtile Bewegungen von Pianisten die Klangfarbe des Klavierspiels. Die Forscher haben ein hochauflösendes, berührungsloses Sensorsystem namens "Hackkey" genutzt, um die Bewegungen der Klaviertasten zu erfassen. So liessen sich die vertikalen Bewegungen aller 88 Klaviertasten mit einer zeitlichen Auflösung von einer Millisekunde und einer räumlichen Auflösung von 0,01 Millimetern erfassen.

Physik-Nachhilfe für Machine-Learning-Modelle

V.l.n.r.: Larissa Jeindl, Marian Staggl, Laborleiter Stefan Posch, Miloš Babić und Paul Horvath (Bildquelle Wolf, TU Graz)

Machine-Learning-Modelle finden immer breitere Anwendung. Damit sie gute Ergebnisse liefern, brauchen sie allerdings jede Menge Trainingsdaten. Bei industriellen Anwendungen ist dieser Datenschatz oft nicht in ausreichendem Masse vorhanden oder nur durch sehr teure Methoden zu gewinnen. Daher werden Stefan Posch und sein Team am Institut für Thermodynamik und nachhaltige Antriebssysteme der TU Graz im neu eröffneten "Christian Doppler Labor für Physikbasiertes maschinelles Lernen in industriellen Anwendungen" traditionelles Machine Learning mit physikbasierten Methoden kombinieren.

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