EU und USA suchen nach neuen Datenschutzregeln

Symbolbild: Pixabay/ The Digital Artist

Die US-Regierung und die EU-Kommission haben Gespräche über eine Neuregelung für die Datenübermittlung über den Atlantik aufgenommen, nachdem der bisherige "Privacy Shield" für ungültig erklärt worden war. Man wolle die Aussichten für einen verbesserten Rechtsrahmen ausloten, der mit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vereinbar wäre, teilten der amerikanische Handelsminister Wilbur Ross und EU-Justizkommissar Didier Reynders mit. Details dazu, wie neue Absprachen zum Datenschutz aussehen könnten, gab es zunächst nicht.

Tiktok will Zentrum für Nutzerdaten in Irland errichten

Plant Datenzentrum in Irland: Tiktok (Bild: Pixabay)

Die chinesische Videoplattform Tiktok, die Donald Trump in den Vereinigten Staaten verbieten will, plant ein eigenes Zentrum für europäische Nutzerdaten in Irland. Der Tiktok-Mutterkonzern Bytedance ist laut eigenen Angaben dazu beriet, zu diesem Zweck 420 Mio. Euro zu investieren. Das Datenzentrum soll anfangs 2022 mit dem Beitrieb beginnen.

Wegen Datenmissbrauch droht Twitter eine bis zu 250 Mio. Dollar hohe Busse

Twitter muss mit einer hohen Busse rechnen (Bild: Pixabay)

Dem Mikrobloggingdienst Twitter droht wegen angeblichen Missbrauchs von Nutzerdaten eine Millionenstrafe der US-Verbraucherschutzbehörde FTC. Das Netzwerk warnte in einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht, dass mit Sanktionen von bis zu 250 Millionen Dollar zu rechnen sei.

Vom EuGH gekipptes Privacy-Shield-Abkommen belastet deutsche Unternehmen

Das EuGericht kippt den Privacy Shield (Bild: Europ. Kommission)

Die deutsche Industrie sieht eine grosse Unsicherheit für Firmen, nachdem der Europäische Gerichtshof das Datenschutzabkommen Privacy Shield zwischen der EU und den USA gekippt hat. Das Urteil habe erhebliche Auswirkungen für den Datenaustausch von Firmen mit den USA, sagte Dieter Kempf, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie. Er bedauere das Urteil des Europäischen Gerichtshofs. Es ging bei der zu klärenden Frage eigentlich um den Umgang von privaten Konsumenten mit Plattformen.

Rechtskommentar zum Schrems II-EuGH-Urteil "Privacy Shield" sieht gravierende Auswirkungen

Der EuGH (Europäische Gerichtshof) erklärte die Privacy Shield-Regelung als Mechanismus für die Übermittlung personenbezogener Daten durch EU-Unternehmen an die USA für ungültig. Er entschied auch, dass die am meisten verwendeten Standardvertragsklauseln unter gewissen Auflagen weiterhin gültig sind. Ein Rechtskommentar einer weltweit tätigen Anwaltskanzlei ortet durch das Urteil "gravierende Auswirkungen".

Europäischer Gerichtshof kippt Datenschutzvereinbarung "Privacy Shield"

Das EuGericht kippt den Privacy Shield (Bild: Europ. Kommission)

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat die EU-US-Datenschutzvereinbarung "Privacy Shield" für ungültig erklärt. Jedoch können Nutzerdaten von EU-Bürgern weiterhin auf Basis von "Standardvertragsklauseln" in die USA und andere Staaten übertragen werden, so die Entscheidung der Luxemburger Richter. In dem Verfahren geht es um den Rechtsstreit des österreichischen Juristen Max Schrems gegen Facebook.

EuGH urteilt über Datenschutzstandards

Der EuGH entscheidet neu über Datenschutzstandards (Symbolbild: Fotolia/ Momius)

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) könnte heute die Regeln für Datentransfers aus der EU in die USA und darüber hinaus kippen. Konkret geht es darum, ob europäische Unternehmen weiterhin auf Grundlage der geltendenden EU-Regeln personenbezogene Daten an andere Unternehmen übermitteln dürfen. Das Urteil könnte weitreichende Folgen vor allem für die globale Wirtschaft haben.

Google in Belgien mit Geldbusse belegt

Google wird in Belgien zur Kassa gebeten (Logo: Google)

Die belgische Datenschutzbehörde hat eine Busse in Höhe von 600.000 Euro gegen den Suchmaschinenanbieter Google wegen Verstosses gegen das Recht auf Vergessenwerden verhängt. Die Behörde APD sprach von einer historischen Entscheidung beim Schutz personenbezogener Daten. Eine Person des öffentlichen Lebens hatte sich an die Behörde gewandt, nachdem Google Belgien sich geweigert hatte, veraltete Artikel, die ihrem Ruf schaden, aus der Ergebnisliste der Suchmaschine zu entfernen.

Google: Automatische Löschung von Aktivitätsdaten wird Standard-Einstellung

Google weitet automatische Löschung von Aktivitätsdaten aus (Logo: Google)

Die Alphabet-Tochter Google weitet den Datenschutz aus und macht die automatische Löschung von Aktivitätsdaten der Nutzer zur Standard-Voreinstellung, zumindest für neu angelegte Accounts. Im Kern geht es dabei vor allem um Informationen wie besuchte Orte, angesehene Webseiten und genutzte Apps.

Höchstes Französische Verwaltungsgericht bestätigt Datenschutz-Busse gegen Google

Busse gegen Google in Frankreich bestätigt (Logo: Google)

Das Conseil d'Etat hat eine Datenschutz-Busse für Google bestätigt. Die Berufung des Internetkonzerns gegen die vergangenes Jahr verhängte Strafe in Höhe von 50 Millionen Euro wegen Verstössen gegen die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) wurden abgewiesen. Die im Januar 2019 von der französischen Datenschutzbehörde CNIL verhängte Strafe war die erste grössere Strafe im Zusammenhang mit der seit 2018 geltenden DSGVO.

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