Messengerdienste im Visier von deutschem Kartellamt

Deutschland nimmt Messengerdiense wie Telegram, Skype oder Whatsapp ins Visier (Logobild: Telegram)

Das deutsche Bundeskartellamt nimmt Messengerdienste ins Visier. Dabei untersuchen die Wettbewerbshüter, ob und wie persönliche Daten von Diensten wie etwa Whatsapp, Skype oder Telegram geschützt werden. Dazu leitete die Behörde eine Sektoruntersuchung ein, bei der sie Unternehmen und Experten befragen will. Sie will dabei auch prüfen, welche Auswirkungen verbesserte Möglichkeiten der Verbraucher hätten, auch dann miteinander zu kommunizieren, wenn sie bei verschiedenen Messengerdiensten sind.

Deutschland: Bonner Landgericht reduziert Millionenbusse von 1&1

Logo: 1&1

Das Landgericht Bonn hat das Internetunternehmen 1&1 wegen eines Datenschutzverstosses verurteilt, die ursprünglich verhängte Geldbusse von 9,6 Millionen Euro aber deutlich herabgesetzt. 1&1 soll jetzt 900.000 Euro zahlen, wie das Gericht am gestrigen Mittwoch entschied. Das Verschulden des Unternehmens aus Montabaur in Rheinland-Pfalz bei der Herausgabe von Kundendaten sei gering, teilte das Gericht mit.

EZB-Co-Chef Fabio Panetta warnt vor Datenschutz-Problemen bei ausländischen Kryptowährungen

EZB-Chef warnt vor Libra und Co (Bild: Pixabay/ Geralt)

Der Co-Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Fabio Panetta, warnt vor Datenschutz-Problemen bei Kryptowährungen aus dem Ausland wie beispielsweise dem geplanten Facebook-Geld Libra. Seiner Ansicht nach könnten EU-Bürgern und Unternehmen beträchtliche Kosten entstehen, so sie ausländischen Anbietern die Kontrolle über grosse Mengen an persönlichen Daten anvertrauten.

Fernuni Schweiz kündigt CAS für Datenschutz an

Datenschutz: Fernuni kündigt CAS-Lehrgang an (Bild: Fotolia/ Momius)

Das Inkrafttreten der europäischen Datengrundschutzverordnung (DGVO) und die Revision des Schweizer Datenschutzgesetzes (DSG) bringen neue Verpflichtungen mit sich. Aus diesem Grund hat die Fernuni Schweiz mit Unterstützung der Juristin Alice Reichmuth Pfammatter ein Certificate of Advanced Studies (CAS) Datenschutz entwickelt. Die Weiterbildung in deutscher Unterrichtssprache wird gemäss Mitteilung ab dem 15. Februar 2021 als 100 prozentiges Online-Studium angeboten.

Irische Datenschutzkommission nimmt Instagram ins Visier

Gegen Instagram laufen Ermittlungen in Irland (Bild: Pixabay/ Webster 2703)

In Irland hat die dortige Datenschutzkommission (DPC) Ermittlungen gegen das Onlinenetzwerk Instagram wegen dessen Umgangs mit Daten von Kindern. Wie ein Sprecher der DPC verlauten liess, gibt es Bedenken, ob das Unternehmen die Daten der Kinder hinreichend schütze. Die Behörde untersucht demnach in zwei separaten Verfahren die Geschäftspraktiken des zu Facebook gehörenden US-Unternehmens.

H&M in Deutschland wegen Datenschutzverstössen gebüsst

H&M in der Datenschutz-Kritik (Bild: Pixabay/ Stocksnap)

Wegen des Ausspähens von Mitarbeitern soll der schwedische Mode-Riese Hennes & Mauritz (H&M) ein Bussgeld in Höhe von 35,3 Mio. Euro zahlen. Mit der Überwachung von Hunderten Mitarbeitern des Servicecenters in Nürnberg habe der Konzern gegen den Datenschutz verstossen, begründete der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz, Johannes Caspar, den Erlass. Der Fall liegt in der Zuständigkeit des Hamburgischen Beauftragten für Datenschutz, weil das Unternehmen seine Deutschlandzentrale in der Hansestadt hat.

Datenschutzgesetz: Nationalrat gibt in letzter Minute Sanktus zu Profiling-Regeln

Symbolbild: Fotolia/ Momius

Die Erneuerung des Schweizer Datenschutzgesetzes ist nach einer Debatte, die sich über drei Jahre hingezogen hat, nun praktisch in die Zielgerade eingebogen. Denn der Nationalrat hat am Donnerstag den höheren Hürden beim automatisierten Auswerten von Personendaten im letzten Moment zugestimmt. Ein Totalabsturz konnte damit abgewendet werden.

Datenschutzbehörde untersagt den umstrittenen AMS-Algorithmus

Nach einer Entscheidung der österreichischen Datenschutzbehörde (DSB) darf das AMS (Arbeitsmarktservice) den umstrittenen Algorithmus zur Ermittlung von Arbeitsmarktchancen von Arbeitslosen nicht einführen. Das hätte am 1. Jänner 2021 flächendeckend geschehen sollen, nachdem der erste geplante Starttermin Mitte 2020 wegen der Corona-Pandemie verschoben wurde.

Google cancelt Zusammenarbeit mit Hongkong

Google beantwortet Datenanfragen aus Hongkong nicht mehr direkt (Logo: Google)

Google stellt wegen Chinas umstrittenen Hongkong-Gesetzes die Zusammenarbeit mit den Behörden in der Sonderverwaltungszone ein. Datenanfragen der Hongkonger Behörden würden nicht mehr direkt beantwortet, teilte das Unternehmen aus dem Silicon Valley heute mit. Wie immer könnten aber Behörden von ausserhalb der USA Datenanfragen zu strafrechtlichen Ermittlungen über diplomatische Kanäle stellen. Google habe ohnehin bei den allermeisten Anfragen aus Datenschutzgründen keine Antworten gegeben.

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