Huawei-Ausschluss könnte 5G-Ausbau in Europa verzögern

Huawei-Probleme könnten zu 5G-Verzögerungen führen (Bild: Shutterstock)

Ein Verzicht auf Netzwerktechnik des umstrittenen chinesischen Ausrüsters Huawei in Mobilfunknetzen könnte nach Einschätzung von Vodafone-Chef Nick Read die Einführung des schnellen 5G-Datenfunks in Europa um zwei Jahre verzögern. Der grösste negative Effekt in diesem Fall wäre der nötige grosse Austausch von Technik in der Infrastruktur, so Read auf dem Mobile World Congress in Barcelona.

Deutsche Bundesnetzagentur lässt vier Unternehmen für deutsche 5G-Versteigerung zu

In Deutschland dürfen vier Firmen 5G-Frequenzen ersteigern (Bild: Kaspersky)

Die in Deutschland für die 5G-Auktion zuständige Behörde, die Bundesnetzagentur, hat für die ab dem 19. März geplante Versteigerung der Frequenzen vier Unternehmen zugelassen. Dabei handle es sich um die Deutsche Telekom, Vodafone, Drillisch Netz und Telefonica Deutschland, teilte die Behörde mit. Ob die Versteigerung tatsächlich wie geplant beginne, hänge aber davon ab, ob die noch eingereichten Eilanträge bei Gericht eine Verschiebung notwendig machten. Insgesamt würden 420 Megahertz aus den Bereichen 2 Gigahertz und 3,6 Gigahertz versteigert.

5G-Frequenzen in Österreich werden aktuell versteigert

Symbolbild: Kaspersky

Dass die erste Frequenzauktion für 5G im Februar stattfinden wird, war bereits bisher bekannt. Wie die Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) nun auf Anfrage bestätigt, läuft die Auktion bereits. Wann die Auktion genau gestartet wurde, wird öffentlich nicht bekanntgegeben. Ein genaues Enddatum gibt es auch nicht. Möglicherweise könnte die Bekanntgabe der Ergebnisse daher auch erst im März erfolgen. Eine vorher festgelegte Anzahl an Bieterrunden gibt es jedenfalls bei der Versteigerung der Frequenzbänder zwischen 3,4 und 3,8 Gigahertz nicht.

Snapdragon X55 unterstützt Mobilfunkstandards durchgängig von 2G bis 5G

Logo: Qualcomm

Mit dem Snapdragon X55 hat Qualcomm ein Multimode-Modem für Smartphones angekündigt, welches, im Unterschied etwa zum X50, erstmals von 5G bis zu 2G durchgängig sämtliche wichtigen Mobilfunktechnologien unterstützt. Erste Smartphones mit dem im 7-Nanometer-Verfahren hergestellten Snapdragon X55 sollen Ende 2019 auf den Markt kommen.

Britische Regierung hält Huawei-Risiken bei 5G für überschaubar

5G: Die Briten halten Huawei für ein kalkulierbares Risiko (Bild: Shutterstock)

Die britische Regierung hält einem Bericht der "Financial Times" zufolge die Risiken durch einen Einsatz von Huawei-Ausrüstung in 5G-Netzen für überschaubar. Dies sagten zwei Personen unter Berufung auf Erkenntnisse des britischen nationalen Cybersicherheitszentrums NCSC der Zeitung. Details wurden nicht genannt. Eine Person sagte dem Blatt, diese Schlussfolgerung könne "starkes Gewicht" bei anderen europäischen Ländern haben und ihnen gegebenenfalls als Schablone dienen.

Nach Telefonica beeinsprucht nun auch Vodafone deutsche 5G-Versteigerung

Auch Vodafone beeinsprucht deutsche 5G-Versteigerung (Bild: Flickr)

Der Auktion von 5G-Mobilfunkfrequenzen in Deutschland drohen langwierige Verzögerungen: Der Netzbetreiber Vodafone stellte einen Antrag auf Eilrechtsschutz beim Kölner Verwaltungsgericht, wie ein Behördensprecher sagte. Zuvor hatte bereits Telefonica per Eilantrag vor Gericht Einspruch erhoben. Das Gericht muss nun entscheiden, ob es eine aufschiebende Wirkung der Klage gegen Vergabebedingungen anordnet, welche Vodafone bereits Ende 2018 eingereicht hatte. Tut es dies, müsste die Bundesnetzagentur ihre für Ende März geplante Auktion vorerst auf Eis legen.

Schweizer Mobilfunkfrequenzen für 5G-Technologien vergeben

Symbolbild: Kaspersky

Im Rahmen der Schweizer 5G-Frequenz-Auktion, die von 29. Januar bis 7. Februar dauerte, konnten alle drei bisherigen Mobilfunkbetreiberinnen Salt, Sunrise und Swisscom eine breite Palette an neuen Frequenzen (700 MHz, 1400 MHz und 3500 MHz) erwerben. Die vom Bundesamt für Kommunikation (Bakaom) im Auftrag der eidgenössischen Kommunikationskommission (Comcom) durchgeführte Auktion spülte dem Bund 380 Millionen Franken in die Kassen.

Italien dementiert Bericht über Huawei-Ausschluss bei 5G-Ausbau

5G: Huawei in Italien nicht ausgeschlossen (Bild: Shutterstock)

Italien hat einen Zeitungsbericht über einen Ausschluss der chinesischen Netzwerkausrüster Huawei und ZTE vom anstehenden Ausbau des 5G-Netzes zurückgewiesen. "Wir haben nicht vor, derartige Initiativen aufzugreifen", hiess es in einer am Donnerstag veröffentlichten Erklärung des Industrieministeriums. Die nationale Sicherheit sei eine Priorität, man werde die Lage erneut prüfen, sollte es Hinweise auf Probleme geben. "La Stampa" hatte zuvor unter Berufung auf Insider berichtet, die Konzerne sollten nicht zugelassen werden. Die USA hätten entsprechend Druck ausgeübt.

Telefonica-Klage bremst deutsche 5G-Versteigerung ein

Telefonica könnte 5G-Auktion in Deutschland verzögern (Logo: Telefonica)

Die für den März in Deutschland geplante Versteigerung von Frequenzen für den neuen Mobilfunkstandard 5G gerät in Gefahr. Denn der Mobilfunkkonzern Telefonica (O2) hat beim Verwaltungsgericht Köln einen Eilantrag eingereicht, durch den die Frequenzauktion bis zur Entscheidung über seine bereits im Dezember eingereichte Klage gegen die Vergabe- und Auktionsregeln aufgeschoben werden soll. Die deutsche Bundesnetzagentur hat nun zehn Tage Zeit für eine Stellungnahme. Die Behörde wollte das laufende Verfahren auf Anfrage nicht kommentieren.

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