Social Web hat auf Verbreitung wissenschaftlicher und technischer Ergebnisse kaum Einfluss

Forscherin bei der Arbeit: Wissenschaft braucht Öffentlichkeit (Bild: uab.cat)

Soziale Medien haben laut einer Studie der Universitat Autònoma de Barcelona (UAB) auf die Verbreitung von wissenschaftlichen und technischen Durchbrüchen kaum Einfluss. Hier dominiert laut den Forschern noch immer die traditionelle Pressemitteilung.

Echokammern im Social Web sind kein Zufall

Echokammer: Algorithmen könnten diese einfach verhindern (Bild: Gerd Altmann, pixabay.com)

Echokammern im Social Web sind laut Forschern um Ehsan Hoque von der University of Rochester keine Zufallserscheinungen, sondern zumindest teilweise eine Design-Entscheidung der Plattformbetreiber. Mit überraschend einfachen Eingriffen könne dieser Teufelskreis durchbrochen werden, sodass die Entscheidung, was Nutzern präsentiert wird, verstärkt auf dem Zufallsprinzip basiert.

Social Web sagt Krankheitsausbrüche vorher

Social Web: Posts warnen vor Kipppunkt bei Krankheitsausbreitung (Foto: pixabay.com, Gerd Altmann)

Die Impfquoten fallen vielfach aufgrund von weitverbreiteten Falschinformationen - nicht zuletzt über Social-Media-Portale. Aus diesem Grund haben Forscher der University of Waterloo einen neuen Ansatz zur Vorhersage entwickelt, wo Ausbrüche als nächstes auftreten. Möglich macht dies eine Analyse von Beiträgen im Social Web. Die neue Methode erkennt frühe Anzeichen einer zunehmenden Impfskepsis und warnt damit vor der Ausbreitung einer Krankheit wie Masern und anderen.

Im Social Web ist für Fussballerinnen die Nähe zu männlichen Kollegen kontraproduktiv

Fußballerinnen: profilieren sich im Social Web besser ohne Männer (Foto: pixabay.com)

Profi-Fußballerinnen, die sich über die sozialen Medien profilieren wollen, sollten das nicht über Accounts von Profi-Fußballern tun. Denn die Nähe zum anderen Geschlecht wirkt sich negativ aus, hat Nataliya Bredikhina von der University of Kansas festgestellt.

Social Web schürt Hass gegen Einwanderer

Migranten: Einwanderungsgegner haben im Netz die Oberhand (Foto: jnylee, pixabay.com)

Soziale Medien tragen erheblich zu den zunehmenden Spannungen in Debatten über Einwanderung bei. Das haben Francisco Rowe und seine Doktorandin Andrea Nasuto von der University of Liverpool ermittelt. Ihre Analyse von mehr als 200.000 Tweets aus den Jahren 2019 und 2020 zeigt, dass sich einwanderungsfeindliche Inhalte im Netz schneller verbreiten als einwanderungsfreundliche Tweets. Zudem sind nur wenige Nutzer für den Großteil der einwanderungsfeindlichen Inhalte verantwortlich.

KI soll Gefahren im Social Web bekämpfen

Medien: KI schützt Kinder vor den Gefahren im Social Web (Foto: Anemone123, pixabay.com)

Mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) will Forscher Dominic DiFranzo von der Lehigh University die Gefahren reduzieren, die die sozialen Medien für Kinder und Jugendliche bereithalten. Gemeinsam mit Kollegen der Cornell University hat er die digitale Kompetenzplattform "Social Media Testdrive" entwickelt, die "Kindern beibringt, wie man sich gegen Cybermobbing wehren, Fake News erkennen und sichere Passwörter erstellen kann".

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