thumb

Das japanische Unternehmen Gunze hat auf der Nanotechnology Exhibition & Conference in Tokio, die vor kurzem zu Ende gegangen ist, einen neuen Touchscreen gezeigt, der seine Nutzer unterscheiden kann. Dieser bedient sich eines einfachen Tricks, um zwischen den Nutzern zu differenzieren. Damit soll er zahlreiche neue Anwendungsbereiche erschliessen.

Die kapazitive Touchoberfläche des tischgrossen Gerätes ist mit einem dünnen, leitenden Film bedruckt. Dieser ist an vier Elektroden gekoppelt, die im Rahmen des Gerätes verteilt sind. Wird der Tisch nun ohne weiteres Zutun berührt, so reagiert er nicht. Der User muss eine der Elektroden mit einer Hand berühren, um mit der anderen Befehle auf dem Bildschirm ausführen zu können. Durch das Berühren des Bildschirms schliesst er auf diese Weise einen Stromkreis, der von der Software gemessen wird und die Unterscheidung ermöglicht. Alternativ bietet Gunze einen leitfähigen Sessel an, um die andere Hand bei der Verwendung des Displays frei zu haben.

Die Technologie erlaubt es, dass bis zu vier Personen gleichzeitig, Eingaben auf dem Touchscreen vornehmen. Demonstriert wurden die Kapazitäten anhand verschiedenfarbiger Punkte, die durch Berührung der jeweiligen Nutzer angezeigt wurden, berichtet Tech-On!. Gunze möchte seine Erfindung unter anderem an Spielhallen und Wettanbieter vermarkten. Die intelligente Touchoberfläche eignet sich etwa für die Umsetzung komfortabler Wetteingabesysteme. Derzeit unternimmt die Firma verstärkt Marketingmassnahmen und ist weltweit auf Kundensuche.