Mit Magnonen in Richtung Mini-Quantencomputer

Von rechts nach links stehen Rostyslav Serha, Andrii Chumak, David Schmoll und Sebastian Knauer vor einem Kryostaten. Dieses Gerät dient zur Erzeugung und Stabilisierung extrem niedriger Temperaturen (Bild: zVg)

Magnonen sind winzige Wellen in der Magnetisierung und ideale Bausteine für hybride Quantensysteme und die Quantenmetrologie. Die bisher zu kurze Lebensdauer von maximal einigen hundert Nanosekunden ist allerdings eine Hürde. Einem internationalen Team von Physiker:innen unter Leitung von Andrii Chumak von der Uni Wien gelang es nun, diese Lebensdauer um das Hundertfache auf bis zu 18 Mikrosekunden zu verlängern – damit ist der Weg frei zu einem Quantencomputer in der Grösse einer 1-Cent-Münze.

Uni Wien schickt weltweit ersten Quantencomputer ins All

Illustration des Satelliten mit Quantencomputer. C: Iris Agresti

Ein internationales Team um Philip Walther von der Universität Wien hat einen photonischen Quantencomputer entwickelt. Es ist der erste Quantenprozessor, der in den Weltraum geschickt wird. Eine besondere Herausforderung für das Team war es gemäss Mitteilung, den Quantencomputer so zu bauen, dass er den extremen Bedingungen im Weltraum standhalten kann. Der mit dem Quantenprozessor ausgestattete Satellit wird die Erde in einer Höhe von 550 km umkreisen. Der Quantenrechner im Miniaturformat soll am Samstagabend (21.

Quantencomputer verbessern KI-Algorithmen

Klassifikation von Datenpunkten: per photonischem Quantencomputer möglich (Bild: Iris Agresti)

Quantencomputer im kleinen Massstab können die Leistung von Algorithmen des maschinellen Lernens auf Basis Künstlicher Intelligenz (KI) verbessern. Das haben Forscher der Universität Wien auf einem photonischen Quantenprozessor gezeigt. In "Nature Photonics" demonstrieren die Experten vielversprechende neue Anwendungen für optische Quantencomputer.

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