Geopolitik und KI verschärfen die Bedrohungslage

Symbolbild: Pixabay/The Digital Artist

Geopolitische Entwicklungen und disruptive Technologien prägen die gegenwärtige Cyberbedrohungslage in der Schweiz. Staatlich motivierte Angriffe, hybride Einflussnahme wie Desinformation sowie Risiken entlang von Lieferketten, künstlicher Intelligenz und industriellen Systemen nehmen stark zu, wie der soeben erschienene "Cybersecurity Threat Radar 2026" von Swisscom belegt.

Jeder vierte Deutsche reinigt Computertastatur nie

Schmutzige Tastatur: Nur jeder vierte User in Deutschland reinigt diese (Bild: ChatGPT/Dall-E)

Rund jeder fünfte deutsche Computer-Nutzer reinigt das Display nach eigenen Angaben nie, die Tastatur macht sogar jeder Vierte nie sauber. Dies zeigt eine Befragung des in Berlin ansässigen Digitalverbandes Bitkom unter 1.004 Menschen in Deutschland ab 16 Jahren, darunter 942 private Nutzer von stationären PCs, Laptops oder Notebooks.

Deutschland: Home Office spart 32 Millionen Liter Sprit pro Tag

Angestellter: Home-Office bringt Nutzen für alle Seiten (Foto: RobertCharlesTaylor, pixabay.com)

Würden alle Autopendler in Deutschland nur einen Tag mehr pro Woche im Home Office arbeiten, liessen sich deutschlandweit täglich rund 32 Millionen Liter Kraftstoff einsparen. Das sind laut aktuellen Berechnungen der Universität Konstanz knapp 19 Prozent des täglichen Verbrauchs.

Ein Drittel der Bevölkerung bereits Opfer eines Betrugs oder Betrugsversuchs per Smartphone

Smartphone: Es birgt auch Betrugsrisiken (Foto: bonus.ch)

In der Schweiz fühlen sich 79 Prozent der Smartphone-Nutzenden gut vor Betrug geschützt. Dennoch war bereits ein Drittel der Bevölkerung Opfer eines Betrugs oder mit einem Betrugsversuch konfrontiert, was deutlich macht, dass die Gefahr trotz eines hohen Sicherheitsgefühls nach wie vor sehr real ist.

Schweizer mit grosser Mehrheit besorgt wegen steigender Cyberbetrugsfälle durch KI

Symbolbild: Pixabay/The Digital Artist

In der Schweiz befürchtet ein grosser Teil der Bevölkerung eine Zunahme von Cyberbetrug durch den Einsazt von künstlicher Intelligenz (KI). Fast neun von zehn Befragten gehen davon aus, dass Betrugsmaschen in Zukunft häufiger und teurer werden. Dies geht aus dem aktuell veröffentlichten AXA Cybersorgenmonitor hervor.

Desinformation kostet pro Jahr 417 Milliarden Dollar

Fake News: Problematik durch KI verschärft (Bild: pixabay.com, memyselfaneye)

Laut einer Studie des Technologie-Anbieters Sopra Steria beliefen sich die weltweiten wirtschaftlichen Auswirkungen von Desinformation 2024 auf rund 417 Mrd. US-Dollar. Die Auswirkungen zeigen sich in Form von finanziellen, sozialen und politischen Kosten und betreffen Unternehmen, Märkte und öffentliche Einrichtungen, heisst es.

Roboter arbeiten bald für zwei Dollar je Stunde

Automatisierung in der Industrie: KI-Trend ist nicht mehr aufzuhalten (Bild: ChatGPT/Dall-E)

Laut Consultant Roland Berger könnten humanoide Systeme durch Fortschritte bei KI und Robotik-Hardware zu Betriebskosten von rund zwei Dollar pro Stunde arbeiten. Damit wären sie in Hochlohnländern wie dem DACH-Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz) ein entscheidender Hebel, um Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, neue Industrien entstehen zu lassen und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Deutsche horten noch 167 Millionen alte Handys

Symbolbild: Wikipedia/CC BY-SA 2.0

Laut einer Erhebung des Digitalverbands Bitkom mit Sitz in Berlin auf Basis einer Umfrage von 1.004 Personen ab 16 Jahren ist die Zahl ungenutzter Handys und Smartphones in deutschen Haushalten zwar von 195 Millionen (2025) auf aktuell 167 Millionen gesunken. Trotzdem bewahren 86 Prozent der Menschen in Deutschland mindestens ein ungenutztes altes Handy oder Smartphone zu Hause auf.

Preisgestaltung mit KI kann Kunden verprellen

Bezahlen: Künftig zahlt jeder einen anderen Preis (Bild: Gerd Altmann, pixabay.com)

Künstliche Intelligenz (KI) wird es Unternehmen bald ermöglichen, jedem Kunden einen anderen Preis für dasselbe Produkt zu berechnen. Die Preisgestaltung basiert dann nicht mehr auf den bisherigen kaufmännischen Kalkulationsgrundlagen, sondern darauf, was der jeweilige Kunde nach den bisherigen Erfahrungen, die die KI mit ihm gemacht hat, zu zahlen bereit ist. Darauf macht Miroslava Marinova von der University of East London aufmerksam.

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