Hefe könnte Engpass bei seltenen Erden beseitigen

So gewinnen US-Forscher Seltenerdmetalle mittels Hefe (Grafik: Dan Herchek, llnl.gov)

Die Vereinigten Staaten machen sich dank neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse bei der Versorgung mit Seltenerdmetallen von Importen unabhängiger. So haben Experten der University of Illinois, des Laurence Livermore National Laboratory und der University of Kentucky Hefe gentechnisch so manipuliert, dass sie Oxalsäure herstellt. Als Nährstoff dient Zucker. Oxalsäure kann Seltenerdmetalle aus Erzen herauswaschen, auch wenn deren Konzentration weitaus geringer ist als jene, bei der sich der bergmännische Abbau lohnt, wie es vor allem in China geschieht.

Forscher entdecken Seltene Erden in Asche von US-Kohlekraftwerken

Kohlekraftwerk als Quelle für Seltene Erden (Bild: Dr. Schmitz/CC BY-SA 3.0)

Laut Forschern der University of Texas verfügen die USA über grössere Vorkommen an Seltenen Erden als bisher vermutet. In der Asche von Kohlekraftwerken, die auf Deponien gelagert werden, sollen demnach rund elf Millionen Tonnen dieser Metalle stecken. Der derzeitige weltweite Verbrauch liegt nach Angaben der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe bei weniger als 200.000 Tonnen pro Jahr. Bis 2030 soll er auf bis zu 340.000 Tonnen steigen.

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