Roboter könnte Ikea-Möbel zusammenbauen

Neuer kognitiver Roboter (Foto: M. Lázaro-Gredilla et al/Science Robotics 2019)

Wer es hasst, Ikea-Möbel zusammenzuschrauben, könnte das in Zukunft womöglich einem Roboter überlassen. Denn Forscher des Robotik-Startups Vicarious AI einen "visuellen kognitiven Computer" entwickelt, der bildliche Anleitungen analysieren kann und dann selbständig beurteilt, welche Robo-Handgriffe er ausführen muss, um tatsächlich ans Ziel zu kommen. Noch klappt das zwar nur für relativ einfache Problemstellungen, doch ist es ein interessanter Ansatz, um Roboter vielseitiger zu machen.

"Breadbot": Roboter macht Bäcker arbeitslos

Breadbot: Brot lässt sich einfach entnehmen (Foto: wilkinsonbaking.com)

Der Roboter "Breadbot" bäckt zehn Laib Brot pro Stunde und soll bereits dieses Jahr in US-Lebensmittelgeschäften stehen. Das Gerät ist vom Unternehmen Wilkinson Baking Company entwickelt worden. Das Mixen, Kneten und Backen des Brotteigs dauert lediglich 90 Minuten. Laut Herstellern erfüllt Breadbot seinen Job genauso gut wie sein menschliches Pendant.

Phoenix/Arizona erste Stadt mit Waymos Robotaxi-Service

Waymo startet offiziell mit Robotaxi-Dienst (Symbolbild: Waymo)

Die Google-Schwesterfirma Waymo hat offiziell ihren Robotaxi-Dienst in der US-Stadt Phoenix gestartet. Er stehe allerdings zunächst nur "hunderten" Einwohnern zur Verfügung, die den Service in den vergangenen Monaten bereits kostenlos getestet hatten. Das kommerzielle Angebot "Waymo One" soll nun Geld kosten, zu den Tarifen machte die Firma keine Angaben. Die Autos werden per App bestellt, ähnlich wie bei anderen Fahrdiensten. Anfangs soll noch ein Sicherheitsfahrer am Steuer sitzen und bei Bedarf die Kontrolle übernehmen.

Oliver Bendel gibt Buch über "Pflegeroboter" heraus

Cover des von Oliver Bendel herausgegeben Buches 'Pflegeroboter'

Im Verlag Springer Gabler ist soeben das Buch "Pflegeroboter" erschienen. Es bündelt technische, wirtschaftliche, medizinische und ethische Reflexionen über Roboter, die in Pflege und Betreuung eingesetzt werden bzw. eingesetzt werden sollen. Herausgeber ist Prof. Oliver Bendel von der Hochschule für Wirtschaft FHNW in Basel, Olten und Brugg-Windisch. Er ist sowohl Wirtschaftsinformatiker als auch Informations- und Maschinenethiker. Die Daimler und Benz Stiftung hat die Open-Access-Ausgabe ermöglicht.

Roboter springt wie Delfin aus dem Wasser

Simples Design: Forscher zeigen Prototyp (Foto: Sunghwan Jung, cornell.edu)

Wissenschaftler der Cornell University arbeiten an der Entwicklung eines Roboters, der wie ein Delfin aus dem Wasser springen kann. Um dabei die durch den Übergang von Wasser in Luft auftretenden physikalischen Widerstände zu überwinden und eine möglichst hohe und elegante Springbewegung auszuführen, haben sie das natürliche Verhalten von verschiedenen Tieren detailgetreu studiert und Unmengen von Daten ausgewertet. Ergebnis ist der Prototyp eines Roboters, der sich mittels eines Scharniergelenks in seiner Mitte tatsächlich selbständig in die Luft katapultieren kann.

Raumstation ISS: Schwebender Roboter von Hochschule Luzern aus gesteuert

Bild: Screenshot aus DLR-Video

In der Raumstation ISS ist am Donnerstag erstmals ein schwebender und mit künstlicher Intelligenz ausgestatteter Roboter eingesetzt worden. Der Cimon (Crew Interactiv MObile companioN) getaufte kugelförmige Roboter soll die Arbeit der Astronauten an Bord erleichtern und auch ein bisschen ihr Freund sein. Gesteuert wurde der 100 Minuten lange Einsatz der fünf Kilogramm schweren Kugel von der Hochschule Luzern aus.

Britische Armee startet Robo-Manöver

Symbolbild: Archiv

Die britischen Streitkräfte führen eine vierwöchige Übung durch, bei der mehr als 70 Prototypen autonomer Systeme wie Flugdrohnen und robotische Fahrzeuge getestet werden. Das hat Gavin Williamson, Verteidigungsminister des Vereinigten Königreichs, bekannt gegeben. Ein Schwerpunkt der Übung "Autonomous Warrior" ist, wie diese Technologien die "letzte Meile" von Versorgungsketten sicherer und zuverlässiger machen könnten.

ABB investiert 150 Mio. Dollar in neue Roboterfabrik in Shanghai

ABB baut in Shanghai ein neues Roboterwerk (Bild: Pixabay)

Der Hightechriese ABB mit Zentrale in Zürich will 150 Millionen US-Dollar (149,5 Millionen Schweizer Franken) in den Bau einer neuen Roboterfabrik in Shanghai. Das neue Werk soll Ende 2020 den Betrieb aufnehmen, heisst es. Die "Fabrik der Zukunft", die einen wichtigen Meilenstein für ABB bedeute, wird den Angaben zufolge in der Nähe des bereits bestehenden Robotik-Campus gebaut. Mittels Automatiseriung und der Kombination von verschiedenen Technologien sollen Roboter dort andere Roboter herstellen.

Japanischer Roboter verrichtet Bauarbeiten

Trockenbauer 'HRP-5P': Gipskarton wird jetzt Roboter-Sache (Foto: aist.go.jp)

Forscher am japanischen National Institute of Advanced Industrial Science and Technology (AIST) haben mit "HRP-5P" einen humanoiden Roboter entwickelt, der autonom Bauarbeiten verrichtet. So kann er eine Trockenbauwand selbständig installieren. Dem AIST zufolge soll der Roboter die in einem überalternden Japan zunehmend mangelnden menschlichen Arbeitskräfte ersetzen. Derzeit geht er aber noch eher behäbig zu Werk.

E-Haut macht natürlicher Haut Konkurrenz

Finger mit Spezialhaut: Hohe Sensibilität (Foto: english.cas.cn)

Forscher der Chinese Academy of Sciences haben eine neue E-Haut entwickelt, die Wind, Regen und Ameisenkrabbeln spürt. Die sensible Haut erkennt leichte Druckveränderungen und wandelt diese in Impulse mit unterschiedlichen Frequenzen um, welche die empfundene Druckintensität widerspiegeln. Die Wissenschaftler haben einen künstlichen Finger hergestellt und zu Testzwecken an einem Arm fixiert. Die Ergebnisse zeigen grosses Potenzial für die Entwicklung von Prothesen.

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