Massenausreise führt zu IT-Fachkräftemangel in Russland

Viele IT-Spezialisten haben Russland den Rücken gekehrt (Symbolbild: Pixabay/Geralt)

Die dem Beginn des Kriegs gegen die Ukraine folgende Massenausreise russischer IT-Spezialisten hat nach offiziellen Angaben zu einem gravierenden Fachkräftemangel im Land geführt. Die Höhe des Bedarfs werde von Experten auf etwa 170.000 geschätzt, dabei seien insgesamt in der Branche etwa eine Million Menschen beschäftigt, sagte Russlands Vize-Innenminister Igor Subow auf einer Sitzung des Föderationsrats, dem russischen Oberhaus des Parlaments.

Deutsche Bank bietet russischen Programmierern Stellen in Deutschland an

Sitz der Deutschen Bank in Frankfurt (Bild:Nordenfan/CC BY-SA 2.0)

Die Deutsche Bank holt Hunderte Programmierer aus ihrem Technologiezentrum in Russland nach Berlin. Deutschlands grösstes Geldhaus habe allen etwa 1.500 Beschäftigten ihres russischen IT-Zentrums, das sich auf die Standorte St. Petersburg und Moskau verteilt, eine Stelle in Deutschland angeboten, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf Insider.

Russland gewährt Beschäftigten in IT-Branche Militärdienst-Aufschub

Symbolbild: TG/Archiv

Russland befreit junge Beschäftigte im IT-Sektor vorübergehend vom Militärdienst. IT-Unternehmen könnten für männliche Angestellte unter 27 Jahren einen Aufschub des Wehrdienstes beantragen, teilte die russische Regierung mit. Auch Studenten Dutzender Fachrichtungen, darunter Mathematik, Robotik, Luft- und Raumfahrt sowie Nanotechnologie, profitieren demnach von dem Erlass.

VÖSI: Corona-Krise trifft auch die IT-Branche

Laut VÖSI (Verband Österreichischer Software Industrie) ist auch die heimische IT-Industrie von der Corona-Pandemie betroffen. Viele Unternehmen verzeichnen signifikante Umsatz-Einbußen und zahlreiche Mitarbeiter mussten in Kurzarbeit geschickt werden. "Geht es der Wirtschaft und den Unternehmen nicht gut, so spürt das natürlich auch die heimische ICT und Software-Branche", sagt VÖSI-Präsident Peter Lieber.

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