Mini-Brennstoffzelle für Drohnen, Robos und Co

Mini-Brennstoffzelle lässt herkömmliche Batterien alt aussehen (Illustration: isct.ac.jp)

Drohnen, kompakte Roboter und mobile KI-Hardware werden künftig nicht mehr von Batterien mit Strom versorgt, sondern mit kompakten Brennstoffzellen. Denn Forscher des Instituts für Wissenschaft Tokio haben das Wärmeproblem gelöst, das bisher den mobilen Einsatz von Brennstoffzellen verhinderte. Eine spezielle Wärmeisolierung macht die Manipulation solcher Zellen so einfach wie den Einsatz von Lithium-Ionen-Batterien, die derzeit die bevorzugte Energiequelle für die Geräte ist.

"Firedrone" geht dahin, wo's heiss ist

Die FireDrone ist die erste Drohne, die extremer Hitze trotzt. Künftig soll sie Daten direkt aus Gefahrenzonen senden. — © Empa

Die "Firedrone" soll Echtzeitdaten aus Hochrisikobereichen liefern, die für Menschen und herkömmliche Drohnen zu gefährlich sind. Entwickelt an der Empa und weitergeführt als Spin-off, kombiniert die neue Generation der Drohne hitzeresistente Materialien mit praxisnaher Robotik – für Brandeinsätze und Industrieinspektionen bei extremen Temperaturen.

Transceiver drahtlos so schnell wie Glasfaser

Neuer Chip: Dieser hat das Potenzial, die Datenübertragung zu revolutionieren (KI-Bild: uci.edu)

Elektroingenieure der University of California, Irvine, haben einen neuen Transceiver mit einer Frequenz von 140 Gigahertz entwickelt. Dieser ermöglicht Datenübertragungsraten, die mit denen von Glasfaserkabeln konkurrieren können. Es reicht beispielsweise, um mehrere Filme in HD in Sekundenschnelle zu übertragen. Damit haben sie die Grundlage für den Übergang zu 6G- und darüber hinausgehenden Datenübertragungsprotokollen geschaffen.

Flexi-Material ahmt Krakenhaut perfekt nach

Tintenfisch: Vorbild und Meister des schnellen Farbwechsels (Foto: pixabay.com, edmondlafoto)

Ein neuartiges, flexibles Material von Forschern der Stanford University ahmt die Haut von Tintenfischen mit Farb- und Strukturveränderungen im Nanobereich nach. Es kann Oberflächenstruktur und Farben schnell verändern und bietet potenzielle Anwendungsmöglichkeiten in der Tarnung, Kunst, Robotik und im Nanobioingenieurwesen.

Ionen-Autobahnen in Lithium-Akkus integriert

Prinzipskizze des Baus von "Ionen-Autobahnen" (Illustration: kaist.ac.kr)

Wenige Tage nach der Vorstellung eines neuen Elektrolyten für eine Lithium-Metall-Festkörperbatterie meldet sich die Konkurrenz des Korea Advanced Institute of Science and Technology (KAIST) mit einem eigenen Konzept. Statt wie die Schweizer ein intelligent verdichtetes Material (Li₆PS₅Cl) einzusetzen, haben die Südkoreaner einen herkömmlichen Festelektrolyten mit Ionen-"Autobahnen" ausgestattet.

Ferroelektrische Materialien erhöhen Potenzial der Datenspeicherung

Martí Checa: ORNL-Wissenschaftler sieht viele neue Anwendungsbereiche (Foto: ornl.gov)

Das Potenzial für Datenspeicherung erhöht sich künftig dank ferroelektrischer Materialien. Diese Entdeckung vermelden Forscher des Oak Ridge National Laboratory (ORNL), die mit speziellen Werkzeugen Materialien auf atomarer Ebene untersucht und Defekte an der Oberfläche ferroelektrischer Materialien analysiert haben. Ihre Studie ist in "ACS Nano" publiziert.

Intelligenter Klebstoff aus Rosenöl

Intelligenter Kleber für viele Materialien (Illustration: Oh et al., jbnu.ac.kr/en)

Forscher der südkoreanischen Jeonbuk National University um Kwang-Un Jeong und seinen Doktoranden Mintaek Oh haben einen neuen Klebstoff entwickelt, der auf "Befehl" seine Haftkraft verliert. Dieser soll künftig das Recycling unter anderem von Elektronik-Bauteilen revolutionieren, aber auch von Autos, Haushaltsgeräten und sogar Flugzeugen.

Bilder auf Displays lassen sich jetzt ertasten

Gefüllte Luftkammern: Bilder und Grafiken auf Display ertastbar (Bild: Yon Visell, ucsb.edu)

Ein Display, auf dem Texte und vor allem Bilder nicht nur sichtbar, sondern auch erhaben und die Konturen somit fühlbar sind: Das hat Yon Visell von der University of California Santa Barbara gemeinsam mit seinem Doktoranden Max Linnander entwickelt. Es könnte beispielsweise in Fahrzeugen eingesetzt werden und den Touchscreen ablösen, zu dessen Bedienung der Blick von der Fahrbahn abgewendet werden muss, um den richtigen Punkt zu treffen.

Biochip testet Dutzende Virusantigene zugleich

Roy Bar-Ziv: Er und sein Team haben einen neuen Biochip entwickelt (Foto: weizmann.ac.il)

Forscher des Weizmann Institute of Science haben einen Biochip für die nächste Pandemie erzeugt, der Dutzende von Virusantigenen gleichzeitig testet. Der genetisch programmierte, zellfreie Biochip, dessen Entwicklung und Wirkungsweise in "Nature Nanotechnology" beschrieben ist, kann Proteine schnell synthetisieren, kartieren und testen. Dadurch ist es möglich, die Wechselwirkung von Antikörpern mit Viren zu bestimmen.

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