Wenn Algorithmen über Karrieren entscheiden

Andreas Gebesmair (Foto: Christoph Böhm)

Das neue Forschungsprojekt "Creator Careers – Umgang mit Unsicherheiten im Social Media Entertainment" an der USTP – University of Applied Sciences St. Pölten untersucht, wie Content-Creator:innen den Herausforderungen von Social-Media-Plattformen begegnen und welche Strategien ihnen helfen, nachhaltige künstlerische und wirtschaftliche Karrierewege aufzubauen.

KI-Chatbots können Wahlen stark beeinflussen

Auswahl: KI-Chatbots sind wirkungsvoller als Werbespots (Bild: Gerd Altmann, pixabay.com)

Eine kurze Interaktion mit einem Chatbot kann die Meinung eines Wählers über einen Präsidentschaftskandidaten oder eine vorgeschlagene Politik erheblich beeinflussen. Dies zeigt eine Studie von Forschern der Cornell University. So seien KI-Bots bei der politischen Überzeugungsarbeit sehr effektiv. In vielen Fällen könnten sie die Präferenzen der Wähler um zehn Prozentpunkte oder mehr verschieben, und zwar sowohl zugunsten der Republikaner als auch der Demokraten in den USA.

Schweiz und USA starten "A-Viper"-Projekt zur automatisierten Erkennung von Softwareschwachstellen

Symbolbild: Pixabay/Kalhh

Das schweizerische Bundesamt für Rüstung Armasuisse und das U.S. Air Force Research Laboratory (AFRL) haben das Forschungsprojekt "A-Vipere" gestartet. Es basiert auf dem bestehenden Rahmenabkommen zwischen dem Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) und dem US-Verteidigungsdepartement (DoD). Es zielt darauf ab, die automatisierte Identifikation, Analyse und Priorisierung von Software-Schwachstellen in sicherheitskritischen Systemen entscheidend weiterzuentwickeln.

KI-Tool entschärft antidemokratische Beiträge

Parteipolitische Differenzen: Neues Tool verschiebt Negatives (Bild: Larisa, pixabay.com)

Ein neues Tool von Forschern der Stanford University verringert parteipolitische Feindseligkeit im X-Feed, ohne dabei politische Beiträge zu entfernen. Es ordnet die Inhalte neu, die der Nutzer sieht. Antidemokratische und feindselige Beiträge werden nach unten verschoben. Identifiziert und eingestuft werden diese Beiträge von Künstlicher Intelligenz (KI).

KI-Chatbots nicht gegen Verschwörungstheorien gefeit

KI-Chatbot verfallen oft Verschwörungstheorien (Symbolbild: Fotolia/SDEcoret)

Auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierende Chatbots sind nicht gegen Verschwörungstheorien gefeit. Laut einer neuen Studie von Katherine Fitzgerald von der Queensland University of Technology geben die Modelle auf entsprechende Fragen zwar auch richtige Antworten. Doch sie distanzieren sich meist nicht eindeutig von derartigem Unsinn. Manche schwelgen sogar darin, unterstreicht die Wissenschaftlerin.

Personalisierte Algorithmen gefährden Lernen

Giwon Bagh: Psychologe sieht Gefahr in personaliserten Algorithmen (Foto: giwonbahg.github.io)

Personalisierte Content-Vorschläge in sozialen Medien auf Basis zuvor konsumierter Inhalte beeinträchtigen das Lernen massiv. Das zeigt eine Studie von Forschern der Ohio State University. So neigen Studienteilnehmer dazu, ihren Fokus einzuengen und nur einen begrenzten Teil der ihnen zur Verfügung stehenden Infos zu nutzen. Das geschieht, wenn ein Algorithmus kontrolliert, welche Infos ihnen zu einem Thema angezeigt werden, über das sie bisher noch nichts wussten.

Lampe der Zukunft ersetzt den WLAN-Router

Lampe: Diese soll künftig zum Kommunikationswerkzeug werden (Foto: Hans, pixabay.com)

Forscher der Universität Oulu um Marcos Katz sehen kommunizierende LEDs als Ersatz für Router im Innenraum, die mobile und stationäre Geräte mit dem Internet durch Funkwellen verbinden. Die Kommunikation mit Licht sei sicherer, weil keine Störungen durch fremde elektromagnetischen Wellen auftreten. Ausserdem könnten Menschen, die eine - weitgehend unbegründete - Furcht vor dieser Strahlung empfinden, mit dieser Technik besser kommunizieren.

Forscher perfektionieren Gestensteuerung

Hightech-E-Pflaster: Hiermit lassen sich Maschinen einfach steuern (Foto: David Baillot, ucsd.edu)

Ein am Unterarm befestigter elektronischer Aufkleber der University of California San Diego steuert künftig Rollstühle, Computer und andere Geräte mit Gesten. Die neue Lösung arbeitet sogar zuverlässig, wenn der Träger ein Auto lenkt, Rad fährt, schwimmt oder für den nächsten Marathon trainiert. Die Ingenieure haben Künstliche Intelligenz (KI) genutzt, um die durch Irritationen aus der Umgebung verwischten Signale zu präzisieren, sodass die Gesten eindeutig werden.

Social Web sagt Krankheitsausbrüche vorher

Social Web: Posts warnen vor Kipppunkt bei Krankheitsausbreitung (Foto: pixabay.com, Gerd Altmann)

Die Impfquoten fallen vielfach aufgrund von weitverbreiteten Falschinformationen - nicht zuletzt über Social-Media-Portale. Aus diesem Grund haben Forscher der University of Waterloo einen neuen Ansatz zur Vorhersage entwickelt, wo Ausbrüche als nächstes auftreten. Möglich macht dies eine Analyse von Beiträgen im Social Web. Die neue Methode erkennt frühe Anzeichen einer zunehmenden Impfskepsis und warnt damit vor der Ausbreitung einer Krankheit wie Masern und anderen.

KI treibt Menschen das kritische Denken aus

Petter Bae Brandtzæg: Medienforscher warnt vor Gefahren durch KI (Foto: uio.no)

Die Formulierungskünste von Künstlicher Intelligenz (KI) schwächen das Urteilsvermögen und die menschliche Fähigkeit zum kritischen Denken. Zu diesem Schluss kommt Medienwissenschaftler Petter Bae Brandtzæg von der Universität Oslo. "Soziale Medien können wir zwar weitgehend vermeiden, KI jedoch nicht. Sie ist in soziale Medien, Word, Online-Zeitungen, E-Mail-Programme und Ähnliches integriert. Wir alle werden zu Partnern der KI, ob wir das wollen oder nicht", betont Brandtzæg.

Seiten

Forschung abonnieren