Emojis im Job verweisen auf Inkompetenz

Emojis: Diese können unangenehme Folgen haben (Symbolbild: Unam.edu.na)

In der elektronischen Kommunikation zwischen Geschäftspartnern, eigenen Mitarbeitern und denen anderer Unternehmen haben Emojis besser nichts zu suchen. Das sagen Forscher der University of Ottawa. Ihnen zufolge kommen Emojis in geschäftlicher Korrespondenz nicht sonderlich gut an. Wer darauf verzichtet, wird als kompetenter und professioneller wahrgenommen als derjenige, der seine Schreiben mit Emojis "schmückt".

Jeder Fünfte genervt von Zuneigung per Emoji

Smartphone-Nutzerin: Liebesbekundungen dominieren eher bei den Jüngeren (Foto: parship.de)

Im Gegensatz zu Millennials und der Gen Z kann jeder fünfte Handy-Nutzer zwischen 40 und 49 Jahren mit digitalen Liebesbekundungen wie Emojis oder Memes nichts anfangen. Auch diejenigen zwischen 50 und 59 Jahren verzichten (29 Prozent). Bei den 60- bis 69-Jährigen sind es sogar 41 Prozent, wie eine neue Umfrage des Dating-App-Anbieters Parship in Deutschland zeigt.

Emoji-Einsatz kann nutzen und auch schaden

Emojis: Diese sollten stets mit Bedacht genutzt werden (Bild: unam.edu.na)

Wie eine hochgezogene Augenbraue oder ein schiefes Lächeln können Emojis E-Mails und anderen digitalen Kommunikationsmöglichkeiten einen Tonfall verleihen, den diese sonst nicht haben. Diesen Vergleich mit der Kommunikation zwischen zwei Menschen von Angesicht zu Angesicht zieht Manfred Janik von der Universität von Namibia. "So, wie man im persönlichen Gespräch auf seine Mimik achten muss, sollte man das auch bei der Nutzung von Emojis tun", lautet sein Rat.

81 Prozent der Deutschen versenden Smileys, Herzen und Co

Emojis: Ohne sie kommen viele Web-Nutzer nicht mehr aus (Bild: pixabay.com, pinwhalestock)

In Deutschland nutzen 81 Prozent der Digitalanwender Emojis in ihren Textnachrichten, E-Mails oder Chats. Fast jeder und jede Fünfte tut dies in jeder einzelnen Nachricht, 31 Prozent in der Mehrzahl und 24 Prozent in wenigen Nachrichten. Nur acht Prozent verwenden Emojis äusserst selten. Zu diesem Fazit kommt eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom unter 1.005 Menschen ab 16 Jahren im Vorfeld des "Word Emoji Day" am 17. Juli.

Emojis stiften oft Verwirrung

Nur emotionale Emojis werden eindeutig interpretiert (Bild: pixabay.com, 95C)

Emojis vermitteln oft keine klaren Botschaften und werden je nach kulturellem Hintergrund unterschiedlich interpretiert. Zu diesem Ergebnis kommt eine internationale Umfrage von Slack Technologies, einem Onlinedienst zum Erlernen von Sprachen. Dazu wurden 9400 Emoji-Nutzer in Nordamerika, Europa und Asien gefragt, wie sie diese wahrnehmen. Anlass der Umfrage war der "World Emoji Day", der am 17. Juli gefeiert wird.

Emojis: Herkunft und Sprache bestimmen Nutzung

Emojis als symbolische Weltsprache (Foto: pixabay.com)

Emojis haben sich im digitalen Zeitalter zu einer Art symbolischer Weltsprache entwickelt. Wie oft die kleinen Piktogramme genutzt werden und auf wieviele unterschiedliche Varianten dabei zurückgegriffen wird, hängt dabei sehr stark vom Herkunftsland der Anwender und deren Sprache ab. Am häufigsten eingesetzt werden sie etwa im englischsprachigen Kulturraum, dahinter folgen Spanisch- und Arabisch-sprechende Nationen, wie Forscher der University of Southern California (USC) herausgefunden haben.

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