Logobild: ASML

ASML, der weltgrösste Anbieter von Lithographiesystemen für die Halbleiterindustrie mit Sitz in Veldhoven in den Niederlanden, hat trotz noch strengerer US-Exportregeln für Chiptechnologie nach China sein breit gefasstes Umsatzziel für 2025 bestätigt. Laut Unternehmensangaben sollen im kommenden Jahr Erlöse in der Höhe von 30 bis 35 Milliarden Euro erzielt werden, rund ein Fünftel davon in China. Für 2024 ergäben sich zudem keine grösseren direkten Geschäftsauswirkungen.

ASML zufolge enthalten die aktualisierten Exportvorschriften Ergänzungen, einschliesslich Messtechnik und Software. Darüber hinaus würden weitere Produktionsstandorte, hauptsächlich in China, in die US-Liste der Beschränkungen aufgenommen. Sollten die niederländischen Behörden eine ähnliche Sicherheitsbewertung vornehmen wie die der USA, könnten auch die Ausfuhren von DUV-Immersions-Lithographiesystemen an diese Standorte betroffen sein.

Die Lithographie-Systeme von ASML sind auch für KI-Anwendungen wichtig. Dennoch bekommen die Niederländer schon seit längerem eine gewisse Kaufzurückhaltung der Kunden zu spüren. Denn: Viele Chiphersteller hatten ihre Investitionspläne teils eingedampft, auch wegen einer trägeren Entwicklung der Elektromobilität. Hinzu kommt der Technologiestreit zwischen China und den USA mit der Debatte um Exportverbote für hochmoderne Chipfertigungsanlagen nach China. Auf längere Sicht gesehen gibt sich ASML aber zuversichtlich. Die neuen US-Regeln dürften keinen Einfluss auf die erwartete langfristige Nachfrageentwicklung haben, hiess es seitens des Managements. Neben dem Wachstumspotenzial mehrerer wichtiger anderer Endmärkte biete der KI-Trend eine bedeutende Chance für die Halbleiterindustrie, hatte ASML-Chef Christophe Fouquet gerade erst jüngst betont. Bis 2030 soll der Umsatz denn auch auf 44 bis 60 Milliarden Euro klettern, bei einer kalkulierten Bruttomarge von 56 bis 60 Prozent.