Sitz von TI in Dallas (Bild: TI, Flickr)

Dem US-Chiphersteller Texas Instruments (TI) mit Zentrale im texanischen Dallas machen die US-Importzölle und der Handelsstreit mit China zu schaffen. So wartet der auf Analog-Prozessoren fokussierte Konzern mit einem eher enttäuschenden Quartalsergebnis und einem zurückhaltenden Ausblick auf. Zwar stieg der Umsatz im abgelaufenen Vierteljahr um 17 Prozent auf 4,74 Milliarden Dollar und lag damit leicht über den Markterwartungen. Der Gewinn hingegen legte weniger stark als erhofft zu auf 1,48 Dollar je Aktie.

Im Ausblick auf das Schlussquartal dieses Jahres stellt der texanische Konzern Erlöse von 4,22 bis 4,58 Milliarden Dollar sowie einen Gewinn zwischen 1,13 und 1,39 Dollar je Aktie in Aussicht.

Traditioneller Weise gelten die Geschäftszahlen von TI als Indikator für die Nachfrage in einer Vielzahl von Branchen, da die Chips in zahlreichen Produkten verbaut werden. Der Konzern ist auch der erste der grossen US-Halbleiterhersteller, der seine Bücher öffnet. Im September hatte der Konzern vor einer Abkühlung der Nachfrage gewarnt.
Zu Beginn dieses Jahres konnten die Texaner ein kräftiges Auftragsplus verbucht, weil Abnehmer in Erwartung der US-Einfuhrzölle Bestellungen vorgezogen hatten.