Der japanische Techriese Softbank konnte im zweiten Quartal seines Geschäftsjahres 2025/26 einen Nettogewinn von 2,5 Bio. Yen (13,1 Mrd. Fr.) einfahren. Das ist deutlich mehr, als von den Börsianern erwartet. Damit verdoppelte sich der Gewinn der Japaner innert Jahresfrist. Beim Chip-Spezialisten Nvidia ist Softbank allerdings komplett ausgestiegen.
Softbank profitiert beim Ergebnis vor allem durch hohe Bewertungen im Bereich künstliche Intelligenz (KI) und starke Wertzuwächse bei Beteiligungen wie OpenAI und Nvidia.
Die Nettoerlöse kletterten den Angaben zufolge um 8,4 Prozent auf 1,92 Billionen Yen, während der Gesamtgewinn aus Investitionen um 64 Prozent auf 3,44 Billionen Yen schnellte. Nach Verlusten im Vorjahr hat Softbank seine Strategie radikal auf die boomende KI-Branche ausgerichtet. Ein im März vereinbarter Investitionsdeal über bis zu 30 Mrd. Dollar mit OpenAI erwies sich bereits als massiver Gewinnbringer.
Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, steht Softbank vor dem profitabelsten Jahr seit 2020. Zudem arbeitet der Konzern mit OpenAI am "Stargate"-Projekt, das unter anderem grosse KI-Datenzentren in den USA vorsieht und mindestens 500 Mrd. $ an Investitionen mobilisieren soll.
Softbank profitierte auch vom Kursfeuerwerk des Chip-Spezialisten Nvidia. Die Gruppe hatte ihre Beteiligung bis März auf über 3 Mrd. Dollar erhöht und verkaufte sie im Oktober überraschenderweise vollständig für 5,83 Mrd. Dollar, und zwar mutmasslich mit hohem Gewinn. Andererseits übernimmt Softbank den US-Chiphersteller Ampere Computing für 6,5 Mrd. Dollar sowie die Robotiksparte von ABB für 5,3 Mrd. Dollar. Auch die Beteiligung an Arm Holdings bleibe zentral, heisst es.
