Logobild: SK Hynix

Der südkoreanische Chiphersteller SK Hynix hat am heutigen Mittwoch zum ersten Mal einen Börsenwert von einer Billion US-Dollar überschritten. Angetrieben durch den Boom rund um Künstliche Intelligenz (KI) zieht das Unternehmen damit mit seinen Konkurrenten Samsung Electronics und Micron Technology gleich.

Im Verlauf einer Kursrallye kletterte der Aktienkurs von SK Hynix um bis zu 14,9 Prozent nach oben. Das trieb den Marktwert des Unternehmens auf einen Rekordhöhe von 1.680 Billionen Won (etwa 1,12 Billionen Dollar) und verhalf gleichzeitig auch dem südkoreanischen Börsen-Leitindex KOSPI zu einem neuen Rekordhoch.

Der südkoreanische Rivale Samsung Electronics hatte die Ein-Billionen-Dollar-Hürde bereits am 6. Mai genommen, während das in den USA gelistete Unternehmen Micron diesen Meilenstein am Dienstag erreichte. Hauptgrund dafür ist, dass die enorme Nachfrage nach hochmodernen Speicherchips, wie sie in KI-Prozessoren (etwa von Nvidia) benötigt werden, das Angebot verknappt und die Preise massiv in die Höhe getrieben hat. Davon profitieren die weltweit grössten Halbleiterhersteller massiv.

Die Preise für Speicherchips haben sich allein im ersten Quartal im Vergleich zum Vorquartal verdoppelt. Für das aktuelle laufende Jahresviertel wird ein weiterer Preisanstieg von bis zu 63 Prozent vorausgesagt. Ausschlaggebend dafür ist der riesige Bedarf durch KI-Rechenzentren, der mittlerweile sogar zu Lieferengpässen bei Chips für Smartphones, Laptops und Autos führt und den führenden Speicherchip-Herstellern zu Rekordgewinne verhilft. Global gesehen gibt es nur drei asiatische Unternehmen im "Billionen-Dollar-Club", zu denen auch TSMC gehört. Südkorea ist zudem das erste Land neben den USA, das mehr als ein Unternehmen mit einem solch hohen Börsenwert beheimatet.