Logobildquelle: Siemens

Siemens hat die Ergebnisse für das zweite Geschäftsquartal (Januar bis März) veröffentlicht. Trotz eines schwierigen geopolitischen Umfelds zeigte sich der Konzern operativ robust, wobei der Auftragseingang stark zulegte, während Gewinn und Umsatz hinter den Erwartungen zurückblieben. Der starke Euro radierte die Umsatzzuwächse fast vollständig aus. Währungsbereinigt wuchs der Umsatz um sechs Prozent auf 19,8 Milliarden Euro, Analysten hatten mit mehr gerechnet.

Der Auftragseingang schnellte von Januar bis März jedoch um ​elf Prozent auf 24,1 Milliarden Euro, deutlich stärker als erwartet. Ohne Wechselkurseffekte hätte das Plus sogar 18 Prozent betragen. Die starken ​Ordereingänge bei deuteten auf ein anhaltendes Wachstum auch im nächsten Geschäftsjahr hin, schrieben einige Marktanalysten. ​Siemens sitzt nun auf einem Auftragsbestand von 124 Milliarden Euro.

Das Ergebnis aus dem Industriegeschäft lag von Januar bis März mit 2,97 Milliarden Euro acht Prozent unter Vorjahr. Damals hatte Siemens einen Gewinn von rund 300 ‌Millionen Euro aus dem Verkauf des Elektrifizierungs-Geschäfts (Wiring Accessories) in China an den Rivalen ABB verbucht. Die operative Marge fiel auf 15,4 (16,9) Prozent. Allein der schwache Dollar drückte die Marge dabei um 0,8 Prozentpunkte. Der Gegenwind werde im zweiten Halbjahr nachlassen, sagte Vorstandschef Roland Busch. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 2,24 (Vorjahr: 2,44) Milliarden Euro in den Kassen hängen. Den höchsten Gewinn steuerte die Sparte "Smart Infrastructure" bei, auch wenn dieser im Jahresvergleich um 20 Prozennt auf 1,1 Milliarden Euro sank (verzerrt durch Sondereffekt im Vorjahr).

An seinen Zielen für das Geschäftsjahr (per Ende September) hält der ‌Münchner Technologiekonzern fest. "Wir haben ein erfolgreiches zweites Quartal abgeliefert, trotz des weiterhin sehr anspruchsvollen ​geopolitischen Umfelds", betont Vorstandschef Busch. Siemens rechne mit einem vergleichbaren Umsatzwachstum von sechs bis acht Prozent.