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Laut einer neuen Umfrage von KfW Research und dem deutschen Bundesverband Beteiligungskapital hat bereits fast jeder dritte Investor in Deutschland in Unternehmen der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (SVI) investiert. Das gelte für Venture-Capital-Investoren und Private-Equity-Gesellschaften. Der Erhebung nach sind die Investoren vor allem an Firmen jenseits klassisch militärischer Teilbereiche interessiert, bei denen also das Dual-Use-Potenzial höher ist.

Dual-Use-Produkte können sowohl militärisch als auch zivil genutzt werden. Diese breitere Einsatzmöglichkeit erhöht das Marktpotenzial der Produkte und damit das Wachstumspotenzial der Unternehmen.

Die Hälfte bis drei Viertel der Investoren fokussiert der Befragung zufolge auf die Bereiche Cyber-Abwehr, Robotik, KI und Überwachungs- sowie Aufklärungssysteme. Neun von zehn Beteiligten nehmen den Bereich Kommunikationssysteme als eher attraktiv wahr. Dagegen stehen klassisch militärische Sektoren wie Waffensysteme oder militärische Fahrzeuge unten in der Attraktivitätsrangliste.

45 Prozent der Beteiligungsinvestoren wollen in den nächsten zwölf Monaten in Unternehmen aus dem SVI-Bereich investieren. Die meisten Investoren planen das aber rein opportunistisch, also für den Fall, dass sich eine attraktive Gelegenheit ergeben sollte. Eine dezidierte, auf SVI-Engagements ausgerichtete Investitions- und Fondsstrategie, ist laut Umfrage bislang selten.

Während im Jahr 2019 die Bereiche Defense-Tech/Dual Use im deutschen Venture-Capital-Markt mit einem Dealvolumen von 28 Millionen Euro kaum eine Rolle spielten, wurden im Jahr 2024 bereits knapp 800 Millionen Euro in Startups dieser Bereiche investiert - nicht zuletzt aufgrund der angespannten geopolitischen Lage und den damit verbundenen Herausforderungen.