Der auf die Automatisierung von digitalen Workflows fokussierte US-Softwareriese Servicenow hat die Finanzergebnisse für das erste Quartal 2026 vorgelegt, die durch ein starkes Wachstum, getrieben durch generative KI, gekennzeichnet waren. Der Konzern übertraf dabei die eigenen Prognosen und hob den Ausblick für das Gesamtjahr an, verzeichnete jedoch aufgrund von Bedenken hinsichtlich der Margenentwicklung nach derer Übernahme von Armis einen Kursrückgang.
Konkret kletterte der Gesamtumsatz im ersten Quartal im Vergleich zurselben Vorjahresperiode um 22 Prozent auf 3,77 Milliarden US-Dollar. Die Subskriptionserlöse beliefen sich dabei auf 3,671 Milliarden US-Dollar und legten damit ebenfalls um 22 Prozent zu. Mit dem erzielten bereinigten Gewinn (Non-GAAP EPS) von 0,97 US-Dollar pro Aktie übertraf der Konzern mit Sitz im kalifornischen Santa Clara die Erwartungen der Analysten. Zudem berichtete Servicenow einen Nettogewinn von 469 Millionen US-Dollar, was leicht über den 460 Millionen US-Dollar aus dem Vorjahresquartal liegt. Die operative Marge lag bei 32 Prozent (Non-GAAP), während die Free-Cashflow-Marge 44 Prozent erreichte.
Vor allem die Nachfrage nach der generativen KI-Suite "Now Assist“ trieb das Wachstum der Kalifornier stark an.
Die Kennzahl cRPO (Current Remaining Performance Obligations), die das vertraglich zugesicherte, aber noch nicht als Umsatz verbuchte Volumen für die nächsten 12 Monate darstellt, wuchs um 22,5 Prozent auf 12,64 Milliarden US-Dollar.
Aufgrund des starken Zahlenwerks für das erste Quartal hat Servicenow den Ausblick für den Abonnementumsatz 2026 aufgrund der hohen Nachfrage nach KI-Produkten angehoben. Es wird nun mit 15,735 bis 15,775 Milliarden US-Dollar gerechnet, was einem Wachstum von 20,5 Prozent bis 21 Prozent (in konstanter Währung) entspricht. Das Umsatzziel für KI-spezifische Produkte wurde auf 1,5 Milliarden US-Dollar für das Gesamthahr erhöht.
Trotz der starken Zahlen und der angehobenen Prognose reagierte die Aktie negativ, da die Margenprognose aufgrund der Armis-Integration leicht hinter den Markterwartungen zurückblieb und geopolitische Risiken im Nahen Osten die Umsatzplanung teilweise belasteten.
