Mit einer FTTH-Abdeckung (Fiber-to-the-Home) von 72 Prozent (von 4,1 Millionen Haushalten gem. BFS) liegt die Schweiz noch etwas unter dem europäischen Durchschnitt von 79 Prozent. Holt aber sukzessive auf. Wenn man die Abdeckung anhand der 5.5 Mio Wohnungen und Geschäfte misst, so beträgt diese laut Aussendung von Swiss Fibre Net aktuell bei 54 Prozent.
Die Nutzungsrate von Glasfaseranschlüssen (Take-up Rate) liegt bei 51 Prozent, was im Vergleich zu 2024 ein leichter Rückgang (-3 Prozent) darstellt, dieser sei aufgrund der vielen Neuanschlüsse zurückzuführen, welche erst noch ausgelastet werden müssten, so Swiss Fibre Net (SFN), das Gemeinschaftsunternehmer lokaler Energieversorger.
Die Schweiz laut SFN im europäischen Vergleich:
- FTTH-Abdeckung: 72 Prozent (EU39-Durchschnitt: 79 Prozent), bei 5.5 Mio
Haushalten/Geschäften 54 Prozent
- Take-up Rate: 51 Prozent (EU39-Durchschnitt: 54 Prozent)
- Penetrationsrate: 37 Prozent (EU39-Durchschnitt:43 Prozent)
Diese Zahlen zeigen gemäss SFN, dass die Schweiz deutliche Fortschritte gemacht habe. Jedoch hätten andere Länder wie Grossbritannien (Abdeckung 80 Prozent) oder Deutschland (Abdeckung 56 Prozent) ebenfalls zugelegt.
Die SFN sehe trotzdem die Notwendigkeit, den Glasfaserausbau weiter zu beschleunigen, heisst es in der Mitteilung weiters. Die aktuellen Pläne des Bundesrats, mit einem Breitbandförderungsgesetz Fördermittel ab 2028 bereitzustellen, käme eher spät. Die digitale Transformation erfordere kontinuierliche Investitionen in die Infrastruktur, um die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz zu sichern und den digitalen Graben zwischen urbanen und ländlichen Regionen zu schliessen, betont SFN.
Andreas Waber, CEO Swiss Fibre Net, konstatiert: "Die neuesten Zahlen zur Glasfaserabdeckung in der Schweiz sind eine gute Botschaft, vor allem im Vergleich zu den europäischen Nachbarn haben wir aufgeholt. Aber bei 54 Prozent Abdeckung von Wohnungen und Geschäften sind immer noch viele Gebiete (v.a ländliche) nicht mit Glasfasern versorgt, hier gibt es in den nächsten Jahren noch Handlungsbedarf. Eine starker und intakter Infrastrukturwettbewerb ist die Grundlage dazu."
