Logobild: OpenAi

Die US-amerikanische ChatGPT-Entwicklerin OpenAI mit Zentrale in San Francisco könnte noch gegen Ende dieses Jahres den Gang an die Börse proben. Das kalifornische Milliarden-Startup richte seine Strategie dabei auf ⁠Geschäftskunden aus, berichtete der US-Sender CNBC unter Berufung auf Insider ‌und interne Dokumente.

Der bei ‌OpenAI für Anwendungen zuständige Manager Fidji Simo habe ​auf einer Mitarbeiterversammlung in der vergangenen Woche das Ziel vorgegeben: Man müsse die 900 Millionen wöchentlichen Nutzer dazu zu bringen, die KI-Dienste intensiver zu nutzen. "Wir werden das erreichen, ‌indem wir ChatGPT in ein Produktivitätswerkzeug verwandeln", wurde Simo aus einem Transkript der Sitzung zitiert. CFO (Chief Financial Officer) Sarah Friar verstärke dem Bericht ​zufolge unterdessen ihr Team mit erfahrenen Managern für ​den Kapitalmarkt. Dies wäre eine ​Kehrtwende: Noch im November hatte Friar Spekulationen über ein baldiges Börsendebüt zurückgewiesen. ‌

CNBC zufolge hat OpenAI nun seine langfristigen Ausgabenpläne präzisiert, um Investoren zu überzeugen. Statt der ursprünglich von Firmenchef Sam Altman ​ins ​Spiel gebrachten 1,4 Billionen Dollar ⁠plane OpenAI inzwischen bis 2030 ​mit Ausgaben von rund ⁠600 Milliarden Dollar für Rechenkapazitäten, heisst es. Dem stünden erwartete Einnahmen von mehr als 280 Milliarden Dollar gegenüber. OpenAI steht bei der ‌Künstlichen Intelligenz (KI) in einem harten Wettbewerb mit ​Rivalen wie Google und Anthropic.