Nvidia-Hauptverwaltung in Santa Clara (Clubic.com/CC BY-SA 4.0)

Die globale klare Nummer eins unter den KI-Chip-Entwicklern Nvidia steigt mit einem eigenen Zentralprozessor (CPU) nun auch offiziell in den PC-Markt für Endkunden ein. Nvidia-Chef Jensen Huang hat im Rahmen der Computex in Taiwan, einer B2B-Fachmesse, die ihren Schwerpunkt stark auf den IT-Channel legt, den neuen Superchip vorgestellt, der die bisherigen Platzhirsche Intel und AMD direkt angreifen und Marktanteile abjagen soll.

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Der neue "RTX Spark“ Superchip wurde gemeinsam mit Mediatek entwickelt. Bei dessen Architektur handelt sich um ein Design, das CPU- und GPU-Funktionalität auf einem Chip kombiniert. Der Prozessor ist speziell für Windows-PCs optimiert und auf lokale KI-Berechnungen ausgelegt. Daten müssen dadurch nicht mehr zwingend in die Cloud geladen werden. Erste Notebooks und Desktop-Computer mit dem neuen Chip sollen laut Huang ab Herbst auf den Markt kommen.

"Der RTX Spark ​soll den traditionellen, App-zentrierten PC in einen ​Rechner verwandeln, bei dem ​KI-Agenten die zentrale Rolle spielen", erläutert Neil Shah, Mitbegründer ‌des Research-Hauses Counterpoint. "Dies wird für den PC-Bereich der 'RTX-Spark'-Moment sein, so wie es zuvor das iPhone, ChatGPT oder ​Deepseek ​waren." Intel und ⁠AMD haben bereits Chips im Angebot, ​die für ⁠KI-Anwendungen optimiert sind. Qualcomm ist seit einiger Zeit ‌ebenfalls in diesem Markt aktiv. Nvidia belieferte den PC-Markt bislang mit Grafikprozessoren.

Was den RTX Spark anbelangt, so will Nivida im Zuge einer Marktoffensive eng mit Microsoft zusammenarbeiten, um Windows-on-Arm-Geräte mit lokaler KI-Software voranzutreiben. Grosse PC-Hersteller wie Dell sollen zu den Ersten gehören, die entsprechende Geräte mit der neuen Nvidia-Plattform präsentieren werden.