Der finnische Netzwerkausrüster Nokia überrascht mit einem guten Zahlenwerk für das dritte Quartal. Vor allem in den Bereichen Netzwerk-Infrastruktur, sowie optische Netzwerke konnte der skandinavische Konzern zulegen. Der bereinigte Betriebsgewinn sank im dritten Quartal zwar um 10 Prozent auf 435 Millionen Euro, Analysten hatten jedoch noch mit deutlich weniger kalkuliert. Die Jahresprognose wurde in der Folge hinaufbuchstabiert.
Konkret erwirtschaftete Nokia im dritten Quartal einen Umsatz von 4,8 Milliarden Euro, der sich damit im Vergleich zur selben Vorjahresperiode um zwölf Prozent verbesserte. Unterm Strich verdiente Nokia mit 324 Millionen Euro neun Prozent weniger als ein Jahr zuvor.
Im Gesamtjahr sollen dank Bewertungseffekten nun zwischen 1,7 und 2,2 Milliarden Euro operativer Gewinn erwirtschaftet werden, statt bislang 1,6 bis 2,1 Milliarden Euro. Im Juli noch hatte Nokia wegen des schwachen US-Dollars und den Auswirkungen des Zollkriegs sein Gewinnziel gekappt.
Nokia und auch der schwedische Konkurrent Ericsson haben seit Jahren mit schleppenden Verkäufen von 5G-Geräten zu kämpfen, da die Betreiber teure Netzwerk-Upgrades verzögern. Während sich diese Verkäufe in diesem Jahr weitgehend stabilisieren, konzentriert sich Nokia zunehmend auf die Expansion in andere Branchen wie künstliche Intelligenz und Verteidigung, um seinen Kundenstamm über Mobilfunkbetreiber hinaus zu vergrössern.
