Die neue Digitalisierungsplattform (NDP) der Schweizer Armee ist mit dem letzten von fünf Releases nun komplettiert worden. Damit sei das Kernstück der NDP realisiert, nämlich die Automatisierung und Orchestrierung, heisst es in einer Aussendung der "Gruppe Verteidigung". Die standardisierten Bausteine und Produkte der NDP seien nun so vernetzt und automatisiert, dass sie effizient zusammenwirken und für die Armee einsatzbereit gemacht werden könnten. Im Kommando Cyber werde der Betrieb der NDP nun schrittweise hochgefahren. Der Aufbau der NDP sei damit weiterhin gemäss Zeitplan auf Kurs.
Mit der NDP baut die Schweizer Armee eine "robuste, sichere und resiliente Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT)-Infrastruktur", wird in der Mitteilung betont. Dadurch verbessere sich die Führungs- und Einsatzfähigkeit der Schweizer Armee im Alltag und im Konfliktfall. Sie ermögliche die digitale Transformation der Schweizer Armee und gelte als entscheidender Erfolgsfaktor zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit.
Der erreichte Meilenstein umfasst demnach insbesondere die Automatisierung der Bereitstellung und des Betriebs der Cubes. Ein Cube ist ein Mikro-Rechenzentrum, das autark oder im Verbund mit anderen Cubes eingesetzt werden kann. Sie sind in sich funktionierende Einheiten eines IKT-Rechenzentrums und bestehen aus sämtlichen Services, die für den Betrieb von einsatzkritischen Anwendungen notwendig sind. Mit den Cubes lasse sich die Neue Digitalisierungsplattform standardisiert aufbauen und betreiben.
Im Betrieb werde das Kommando Cyber durch die strategische Partnerin Swisscom personell unterstützt.
Die Neue Digitalisierungsplattform soll am 01.07.2026 ab den teil- und vollgeschützten Landesknoten (Rechenzentren) live gehen. In der Verifikationsübung "EOS26" im Herbst 2026 werde das Kommando Operationen gemeinsam mit dem Kommando Cyber die NDP umfassend testen. Diese Übung soll damit als Vorbereitung für den zukünftigen Einsatz der NDP dienen.
