Der milliardenschwere Datenschutzprozess gegen Meta ist nach einem Tag bereits wieder zu Ende. Konzernchef Mark Zuckerberg und klagende Investoren der Facebook-Mutter hätten sich auf einen Vergleich geeinigt, gab ein Anwalt der Anklage gegenüber dem US-Gericht bekannt. Der Pensionsfonds der kalifornischen Lehrer und etliche weitere Anklärger hatten vom Internetgiganten Schadenersatz in Höhe von acht Milliarden Dollar gefordert.
Die vorsitzende Richterin Kathaleen McCormick gratulierte den Parteien und setzte das Verfahren aus. Mit der Einigung vermeiden die Beschuldigten ein Verhör unter Eid.
Neben Meta-Chef Mark Zuckerberg sassen unter anderem auch Sheryl Sandberg, die früher das Tagesgeschäft des Konzerns verantwortet hatte, sowie die Investoren Peter Thiel und Marc Andreessen auf der Anklagebank. Zuckerberg und Sandberg hätten kommende Woche in den Zeugenstand treten sollen. Auf welche Summe sich die beiden Kontrahenten geeinigt haben, wurde zunächst nicht bekannt gegeben.
Ausgangspunkt der Affäre war der Skandal um die britische Beratungsfirma Cambridge Analytica, die mittlerweile nicht mehr existiert. Medien aus Grossbritannien und den USA hatten im März 2018 mit Hilfe des Hinweisgebers Christopher Wylie enthüllt, dass die Firma die Daten von rund 87 Millionen Facebook-Nutzern ausgewertet hatte, ohne deren Zustimmung einzuholen. Die Daten sollen unter anderem von Politikberatern genutzt worden sein, um die Präsidentschaftswahl 2016 in den USA und das Brexit-Referendum im selben Jahr in Grossbritannien zu beeinflussen.
