Die KI-Cloud-Anbieterin Nebius mit Zentrale in Amsterdam hat einen Multimilliardenauftrag von Meta an Land gezogen. Wie Nebius wissen lässt, sichere sich die Facebook- und Instagram-Mutter ab 2027 Zugriff auf Rechenkapazitäten für Künstliche Intelligenz (KI) im Wert von zwölf Milliarden Dollar. Zudem könne Meta in den nächsten fünf Jahren sämtliche anderweitig nicht verkauften Kapazitäten im Volumen weiterer 15 Milliarden Dollar anmieten.
Nebius gehört zu den sogenannten Neoclouds: Diese Unternehmen spezialisieren sich auf den Bau und Betrieb von KI-Rechenzentren. Da die grossen Technologiekonzerne händeringend nach zusätzlichen Rechenkapazitäten für ChatGPT, Gemini & Co. suchen, wächst diese Branche exponentiell. Bis 2030 will Nebius den Infos zufolge Rechenzentren mit einem Strombedarf von insgesamt fünf Gigawatt in Betrieb nehmen, was einer Leistungskapazität von vier bis fünf Atomkraftwerken entspricht. Neben Meta hat auch Microsoft Cloud-Ressourcen im Milliardenwert bei Nebius gebucht. Und gerade erst vor einigen Tagen kündigte der KI-Chip-Gigant Nvidia seinen Einstieg bei Nebius an. Nebius nutzt unter anderem die Blackwell-Ultra-Technologie von Nvidia, um Cloud-Dienste anzubieten.
Nebius entstand aus der Umstrukturierung von Yandex N.V., der ehemaligen niederländischen Muttergesellschaft des russischen Technologieriesen Yandex. Das Unternehmen wird nun von einem Team geleitet, das über einen grossen Erfahrungsschatz im Bereich Cloud Computing und KI verfügt. Die Aktie von Nebius wird an der New Yorker Börse Nasdaq gehandelt und hat durch die Grossaufträge eine starke Dynamik erfahren.
