Die Facebook-Mutter Meta hat im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen Umsatzsprung von 26 Prozent auf 51,24 Milliarden US-Dollar hingelegt und damit die Analystenerwartungen deutlich übertroffen. Allerdings liess eine massive Steuerrückstellung von 15,93 Milliarden US-Dollar den Gewinn je Aktie auf 1,05 US-Dollar einbrechen. Analysten hatten 6,71 US-Dollar erwartet, weshalb der Aktienkurs nachbörslich um sieben Prozent absackte.
Die Rückstellung hängt den Angaben zufolge mit dem US-Steuergesetz One Big Beautiful Bill Act zusammen und belaste einmalig die Bilanz. Um diesen Betrag bereinigt, hätte der Gewinn je Aktie bei 7,25 US-Dollar gelegen und damit deutlich über den Prognosen. Die Belastung resultierte aus der US Corporate Alternative Minimum Tax (AMT) als Teil des Gesetzespakets. Meta betont jedoch, dass das Gesetz künftig zu einer Reduzierung der US-Steuerzahlungen führen werde.
Hingegen floriert das operative Business. So erzielte das Werbegeschäft ein 14 prozentiges Plus bei den ausgelieferten Anzeigen und zehn Prozent höhere Preisen. Täglich nutzen 3,54 Milliarden Menschen mindestens eine Meta-App, was einer Zunahme um acht Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Das Wachstum verursacht auch hohe Kosten. So stiegen die Ausgaben von Meta um 32 Prozent auf 30,71 Milliarden US-Dollar und damit schneller als der Umsatz. Allein die Investitionsausgaben summierten sich auf 19,37 Milliarden US-Dollar, denn der Facebook- und Whatsapp-Mutterkonzern steckt sehr viel Geld in KI-Infrastruktur und neue Technologien. Für das vierte Quartal peilt der Internetgigant mit Zentrale im kalifornischen Menlo Park einen Umsatz zwischen 56 und 59 Milliarden US-Dollar an.
