Bei Microsoft kam es am Montag zu einer massiven, weltweiten Störung der E-Mail-Dienste Outlook und Exchange Online, die die Systeme von Millionen von Privat- und Geschäftskunden über Stunden hinweg lahmlegte. Nach gezielten Gegenmassnahmen in der vergangenen Nacht laufen die Dienste schrittweise wieder an.
Betroffen war hauptsächlich der E-Mail-Verkehr über Microsoft Outlook und die dahinterliegende Cloud-Infrastruktur Exchange Online. Temporäre Einschränkungen betrafen in geringerem Masse auch Teams, Onedrive, Sharepoint und den Microsoft 365 Copilot. Nutzer weltweit meldeten Blockaden beim Login, erhebliche Verzögerungen oder komplette Fehlschläge beim Senden und Empfangen von E-Mails sowie einfrierende Anwendungen und fehlerhafte Postfach-Synchronisationen. Microsoft führte die Untersuchung des Vorfalls im Admin Center unter den Ticketnummern EX1464935 (für Exchange) und MO1465074 (für übergreifende Dienste).
Als primäre Ursache identifizierte Microsoft einen Fehler in einer zentralen Authentifizierungs- und Verbindungskomponente innerhalb der Cloud-Infrastruktur. Ein fehlerhaftes Update verhinderte die korrekte Bereitstellung dieser Komponenten und blockierte den Zugriff auf die Mailserver. Die Techniker des Konzerns rollten in der Nacht gezielte serverseitige Korrekturen und Updates aus. Laut aktuellen Telemetriedaten des Unternehmens zeigt das System eine deutliche Erholung. Microsoft betonte jedoch, dass es aufgrund des enormen Rückstaus in den Mail-Warteschlangen noch etwas dauern kann, bis alle verzögerten Nachrichten zugestellt und die Postfächer vollständig synchronisiert sind.
IT-Experten raten dringend davon ab, lokale Einstellungen am Computer zu verändern, E-Mail-Profile zurückzusetzen oder die Outlook-Software neu zu installieren. Da es sich um ein rein serverseitiges Problem handelt, lösen lokale Reparaturversuche den Fehler nicht und sorgen schlimmstenfalls für zusätzliche Konfigurationskonflikte. Zudem sollten im Postausgang hängengebliebene E-Mails nicht mehrfach manuell abgeschickt werden, um spätere Mehrfachzustellungen zu vermeiden.
