Kluft in der Belegschaft: KI-Know-how gefragt wie nie (KI-Bild: ChatGPT/Dall-E)

Laut der von der Beratungs- und Prüfungsgesellschaft PwC durchgeführten Umfrage "Global Workforce Hopes and Fears Survey 2026" führt eine wachsende KI-Kompetenzkluft in vielen Unternehmen zur Spaltung der Belegschaft. Die Mehrheit der Arbeitnehmer laufe Gefahr, den Anschluss zu verlieren, da der Zugang zu Weiterbildungs- und Entwicklungsressourcen sinke.

"Die Arbeitnehmer stehen unter wachsendem Druck durch steigende Arbeitsbelastung, raschen Wandel und externe Unsicherheiten. Doch diejenigen, die täglich KI nutzen, sind zuversichtlicher, ehrgeiziger und sehen ihre Karriere und ihre Zukunftsperspektiven positiver", so PwC-Experte Peter Brown.

Führungskräfte sollten diese Mitarbeiter weiterentwickeln - aber nicht auf Kosten der übrigen Belegschaft. Von den 50.000 befragten Arbeitnehmern in 48 Ländern haben nur 51 Prozent Zugang benötigten Weiterbildungs- und Entwicklungsressourcen - ein Rückgang gegenüber 59 Prozent im Vorjahr, heisst es.

Sehr ausgeprägt ist laut Brown die Kluft bei den 56 Prozent der "Maschinenraum"-Mitarbeiter, deren Fähigkeiten weniger gefragt sind und die auf der KI-Lernkurve noch nicht weit fortgeschritten sind: Nur zwei von fünf dieser geben an, Zugang zu benötigten Weiterbildungs- und Entwicklungsressourcen zu haben.

64 Prozent aller Arbeitnehmer haben KI in den vergangenen zwölf Monaten bei der Arbeit genutzt - ein Anstieg um zehn Prozentpunkte binnen Jahresfrist. Der Anteil derjenigen, die KI täglich nutzen, stieg von 14 auf 22 Prozent. 59 Prozent der Arbeitnehmer erwarten, dass der Einsatz von KI-Tools in ihrer Arbeit in den nächsten zwölf Monaten zunehmen wird.