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Die kalifornische KI-Entwicklerin Anthropic, die unter anderem für den Chatbot Claude bekannt ist, hat Klage gegen die US-Regierung eingereicht, weil das Unternehmen vom Pentagon offiziell als "Lieferkettenrisiko" (supply chain risk) eingestuft und auf eine schwarze Liste gesetzt wurde.

Mit dieser Einstufung und der daraus resultierende Sperre für Regierungsaufträge eskalierte ein monatelanger Streits über ethische Leitplanken beim Einsatz von KI im Militär. Anthropic mit Zentrale in San Francisco weigerte sich, Beschränkungen für seine KI-Modelle (Claude) aufzuheben, die den Einsatz für autonome tödliche Waffen oder die Massenüberwachung von US-Bürgern untersagen.

Die kalifornische Firma argumentiert in der Klage, dass die Einstufung als Sicherheitsrisiko eine rechtswidrige Bestrafung ("ideologisch motiviert“) für die Weigerung sei, die eigenen Sicherheitsprinzipien aufzugeben. Laut Anthropic gefährdet die Sperre Einnahmen in Milliardenhöhe für das Jahr 2026 und schädige den Ruf des Unternehmens massiv, da es nun wie eine ausländische Bedrohung behandelt werde.

Es ist das erste Mal, dass ein US-amerikanisches Unternehmen mit diesem speziellen Instrument des Pentagons (10 USC 3252) auf eine schwarze Liste gesetzt wurde. Die Trump-Administration wirft Anthropic vor, die nationale Sicherheit durch "woke“ Nutzungsbedingungen zu gefährden und dem Militär Vorschriften machen zu wollen. Als Folge davon müssen die Lieferanten des Kriegsministerium nun zertifizieren, dass sie keine Anthropic-Modelle in Projekten für das Pentagon verwenden.