Neue Arbeitswelt: KI verändert immer mehr Geschäftsmodelle (Bild: pixabay.com, Elf-Moondance)

Der verstärkte Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) könnte das deutsche Wirtschaftswachstum bis 2040 um jährlich bis zu 0,8 Prozentpunkte erhöhen. Zu dem Ergebnis kommt eine gemeinsame Analyse des deutschen Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, des Bundesinstituts für Berufsforschung und der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung. Die Experten sprechen von einem kumulierten Wertschöpfungszuwachs von rund 4,5 Billionen Euro.

Den Fachleuten nach würden durch KI etwa 1,6 Millionen Stellen in den nächsten 15 Jahren entweder wegfallen oder neu entstehen. Die Gesamtzahl der Arbeitsplätze bliebe gegenüber dem aktuellen Entwicklungspfad weitgehend stabil. Besonders profitieren würden im KI-Szenario IT- und Informationsdienstleister, bei denen der Arbeitskräftebedarf im Vergleich zum aktuellen Entwicklungspfad um rund 110.000 Personen steigen dürfte.

Dagegen wäre der Bedarf in Bereichen wie Unternehmensdienstleistungen negativ betroffen, wo etwa 120.000 Arbeitsplätze entfallen könnten, heisst es. Langfristig seien Tätigkeiten auf Spezialisten- und Experten-Niveau überdurchschnittlich betroffen. Dennoch nehmen diese Jobs insgesamt weiter zu, die Anstiege werden aber im KI-Szenario gedämpft. Hilfs- und Anlernkräfte bliebe gegenüber dem aktuellen Entwicklungspfad dagegen stabil, heisst es.

"KI kann zur Brücke zwischen wirtschaftlichem Wachstum und einer schrumpfenden Bevölkerung werden. Damit dieses Potenzial realisiert wird, braucht es gezielte Qualifizierungsstrategien und eine hohe Anpassungsbereitschaft in Wirtschaft und Gesellschaft", unterstreicht Christian Schneemann, Experte vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, abschliessend.