Kleinunternehmen können durch KI-Tools ihren Umsatz deutlich steigern und im Schnitt rund 6.000 Dollar pro Jahr sparen. Das zeigt eine Umfrage des Software-Spezialisten Adobe unter 431 Unternehmen in den USA. Fast jedes zweite (47 Prozent) berichtete von Umsatzsteigerungen nach Einführung von KI-Tools. Im Durchschnitt verzeichnen sie ein Plus von 21 Prozent. Zudem berichten 51 Prozent von einer verbesserten Work-Life-Balance und 47 Prozent haben den Stress reduziert.
85 Prozent der befragten Kleinunternehmer nutzen KI-Tools. Wie sie dazu gekommen sind, die relativ neue Möglichkeit zu nutzen, ist erstaunlich. Infos über die Möglichkeiten von KI verschaffen sich je 46 Prozent durch die althergebrachte Methode "Versuch und Irrtum" beziehungsweise mithilfe von Youtube. Online-Foren folgen mit 39 Prozent. Frauen vertrauen am ehesten auf Tiktok (58 Prozent). Die Plattform steht auch bei Geschäftsinhabern hoch im Kurs. Fast jeder Dritte nutzt sie zur KI-Weiterbildung.
Social-Media-Inhalte stehen im Mittelpunkt der Aufgaben, mit denen Kleinunternehmern KI betrauen. Laut Adobe nutzen 38 Prozent KI zur Verwaltung von Social-Media-Beiträgen und sparen so 175 Stunden pro Jahr. Die zweithäufigste Aufgabe ist Social-Media-Werbung, die von 28 Prozent der Befragten genutzt wird und 67 Stunden pro Jahr einspart, was einem Wert von 2.226 Dollar entspricht. Zusammenfassungen von Berichten und Forschungsergebnissen liegen mit 27 Prozent an dritter Stelle und bringt geschätzte jährliche Einsparungen von 152 Stunden und 5.051 Dollar. Markenpflege und Ideenfindung (19 Prozent) sowie die Optimierung von Produktfotografie (17 Prozent) folgen.
Die Vielfalt der Aufgaben unterstreicht, dass KI weniger als Einzweck-Tool, sondern vielmehr als operative Ebene über mehrere Geschäftsfunktionen hinweg fungiert. Die Rationalisierung von Papierkram und Backoffice-Aufgaben ist ein wesentlicher Treiber für die Einführung von KI in diesem Bereich. Der am häufigsten genutzte Tool-Typ ist die Textgenerierung, die von 77 Prozent der Befragten genannt wird. Es folgen Algorithmen zur Bildgenerierung mit 30 Prozent, Datenanalyse mit 29 Prozent, Dokumentenintelligenz und KI-Assistenten mit 18 Prozent sowie Code- oder Website-Builder mit elf Prozent.
Laut Adobe geben 52 Prozent der Befragten, die KI-generierte Bilder verwenden, an, dass sie positive Auswirkungen auf das Engagement in sozialen Medien festgestellt haben. Die drei am häufigsten genannten Vorteile sind: mehr Likes und Reaktionen (23 Prozent), mehr Profilbesuche (20 Prozent) sowie eine grössere Reichweite (15 Prozent).
