Das Kantonsspital Obwalden (Bild: zVg)

Die Informatik des Kantonsspitals Obwalden muss modernisiert werden, das Spital ist aber nicht in der Lage, diese Investitionen selbst zu stemmen. Der Regierungsrat des Kantons beantragt daher beim Kantonsrat einen Objektkredit in der Höhe von 4,22 Millionen Franken. Die weiteren 6,8 Millionen Franken, die sich aus den laufenden Kosten ergeben, werden jeweils jährlich im Rahmen der gemeinwirtschaftlichen Leistungen (GWL) beantragt, heisst es in einer Aussendung des Kantons dazu.

Da in den letzten Jahren nur die notwendigsten Investitionen mit wenig Budget vorgenommen worden seien, sei ein entsprechender Investitionsstau entstanden. Im Rahmenvertrag "KLUG" zwischen der Luzerner Kantonsspital AG (LUKS Gruppe), dem Kanton Obwalden und dem Kantonsspital Obwalden wurde daher vereinbart, eine Bestandesaufnahme der Informatik des Kantonsspitals Obwalden zu erstellen, um die Systeme auf eine allfällige spätere Angleichung vorzubereiten. Die in Zusammenarbeit mit dem LUKS durchgeführte Situationsanalyse zeigte laut Info den Investitionsbedarf auf. Ebenfalls sei klar geworden, dass das Kantonsspital Obwalden in jedem Fall einen Partner im Informatikbereich benötige: Die zunehmende Digitalisierung in der Gesundheitsbranche und die hohen Sicherheitsanforderungen seien im Alleingang kaum mehr umsetzbar.

Gleichzeitig zum Objektkredit hat der Regierungsrat auch den GWL-Antrag für das Jahr 2025 zuhanden des Kantonsrats verabschiedet. Er beantragt dem Kantonsrat für das Jahr 2025 einen Betrag von gut 12,8 Millionen Franken, was unter dem vom Spitalrat des Kantonsspital Obwalden beantragten Betrag von 13,32 Millionen Franken liegt. Der Regierungsrat habe den Antrag des Spitalrats an einigen Stellen gekürzt, da er nicht alle Positionen als gänzlich nachvollziehbar beurteilt habe.

Mit den GWL des Kantons an das Kantonsspital Obwalden werden ungedeckte Kosten ausgeglichen, die dem Kantonsspital durch die Erfüllung seines Leistungsauftrags entstehen. Die Kosten des Kantonsspitals Obwalden seien, wie bei den meisten anderen Schweizer Spitälern, in den letzten Jahren stark angestiegen. Der wie erwartet markante Anstieg gegenüber dem Vorjahresbetrag (9,2 Millionen Franken) wird, neben den Informatikkosten, vor allem mit höheren Sachkosten, gestiegenem Personalaufwand und nicht kostendeckenden Tarifen begründet.

Eine Erneuerung der Informatikmittel des Kantonsspitals Obwalden sei eine Voraussetzung, um den Spitalstandort Sarnen auch in Zukunft aufrechtzuerhalten, heisst es in der Mitteilung weiters. Der Regierungsrat des Kantons Obwalden anerkenne dies und könne auch nachvollziehen, dass das Kantonsspital Obwalden die Finanzierung nicht selbst übernehmen könne. "Der Regierungsrat hat Ende letztes Jahr von diesen dringend notwendigen Investitionen im Informatikbereich erfahren, die genauen Beträge wurden diesen Frühling bekannt", hält die Finanzdirektorin Cornelia Kaufmann-Hurschler fest und ergänzt: "Gemeinsam mit den GWL handelt es sich um einen hohen anfallenden Betrag. Der Regierungsrat steht hinter dem Spitalstandort Sarnen und spricht sich deshalb für die notwendigen Beiträge an das Kantonsspital Obwalden aus."