Der US-Chip-Riese Intel und der taiwanesische Auftragsfertiger für Halbleiterprodukte TSMC (Taiwan Semiconductor Manufacturing) haben sich nun offenbar geeinigt, ein Gemeinschaftsunternehmen zu gründen, das Chip-Produktionsanlagen für Intel betreiben soll. Einem Bericht des Nachrichtenportals "The Information" zufolge mit Verweis auf Insiderkreise soll TSMC dabei einen Anteil von 20 Prozent an der neuen Firma übernehmen.
Unklar blieb vorerst, was mit den restlichen Anteilen geschehen soll. Im Bericht heisst es dann weiter, dass die Regierung von US-Präsident Donald Trump die Verhandlungen eingeleitet habe, um Intel zu stützen. Stellungnahmen der genannten Konzerne und der Regierung in Washington waren zunächst nicht zu erhalten. Die Intel-Aktie lag an der Wall Street nach der Veröffentlichung des Berichts im Verlauf etwa 5,8 Prozent im Plus. Die in den USA notierten Papiere von TSMC fielen dagegen um etwa sechs Prozent.
Bereits im März hatte die Nachrichtenagentur Reuters gemeldet, dass TSMC den US-Chipdesignern Nvidia, Advanced Micro Devices und Broadcom Beteiligungen an einem Joint Venture angeboten habe, das Intels Fabriken betreiben würde. Intel hat den Trend bei der Künstlichen Intelligenz (KI) verschlafen und ist vor allem bei ertragsstarken KI-Prozessoren für Server keine Konkurrenz für den Weltmarktführer Nvidia. Gleichzeitig hinkt das Unternehmen mit Sitz im kalifornischen Santa Clara in der Auftragsfertigung TSMC technologisch hinterher.
