Die Alphabet-Tochter Google baut und erweitert seine Suchfunktion aktuell so tiefgreifend um, wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Um die Suche in eine KI-Plattform umzuwandeln, bricht der Internetkonzern die traditionelle, rein passive Suchmaske auf und ersetzt das klassische Suchen schrittweise durch interaktive KI-Assistenten.
So verändert sich etwa das klassische Eingabefeld grundlegend. Anstelle des traditionellen Such-Buttons tritt die Aufforderung "Ask Google“. Die Android-Suchleiste und die Google-App agieren dadurch als aktiver KI-Assistent. Durch die tiefe Integration des Sprachmodells Gemini (wie dem neuen Gemini 3.5 Flash) liefert Google direkt dialogorientierte, kontextbasierte Antworten. Nutzer können komplexe Folgefragen im Gesprächsstil stellen.
Dabei passt das Suchfeld seine Grösse dynamisch an. Neben Text können Nutzer künftig auch Bilder, Videos, Dokumente oder Filmclips direkt hochladen, um nach Inhalten oder Erklärungen zu suchen. Zudem führt Google intelligente Agenten ein, die Aufgaben und personalisierte Arbeitsabläufe direkt in der Suche übernehmen. Fortgeschrittene Assistenten (wie der persönliche Begleiter "Spark“) erfordern jedoch teilweise kostenpflichtige Premium-Abonnements.
Desweiteren baut Google auch Werkzeuge wie das unsichtbare Wasserzeichen SynthID in die Such ein. Nutzer können damit direkt nachfragen, ob ein gefundenes Bild oder Video von einer KI generiert oder verändert wurde.
Unabhängig von den neuen KI-Funktionen gibt es weiterhin die Erweiterte Suche von Google als Filter-Werkzeug. Diese ist über die Einstellungen oder nach einer Suche unter "Tools“ erreichbar. Sie erlaubt das präzise Filtern nach Exakten Wortgruppen (mithilfe von Anführungszeichen), nach Bestimmten Dateitypen (z. B. nur PDFs oder Powerpoint-Präsentationen) und nach spezifischen Sprachen, Regionen oder Aktualisierungszeiträumen.
